Hubert von Goisern
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BRENNA TUATS TOUR 2012

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Jodeln für Heilige und Höfliche

Kleine Zeitung 26. Oktober 2012 | Text: Helmut Christian | Foto: © KLZ/Susanne Hassler
Hubert von Goisern

Gesellschaftskritisch, feinsinnig, funkig: Hubert von Goisern begeisterte mit seiner Band in der Stadthalle Villach mit neuen Liedern und alten Hits. Und er stimmte mit dem Publikum ein Kärntner Lied an.

Wenn da einer auf der Bühne steht, der nicht nur großartig singen, pfeifen und musizieren kann, sondern auch noch toll zu jodeln versteht, dann kann das nur Hubert von Goisern sein. Der Jodler, eine Form des Urschreis, ist ja bekanntlich überhaupt Ursprung seines Erfolges und in vielen Liedern zentrales Element. Zwischen Bozen, Stuttgart und Wien machte der oberösterreichische Ausnahmekünstler jetzt in der akustisch nicht idealen Villacher Stadthalle Station und beglückte auf seiner ausgedehnten Tour seine Kärntner Fans. Denn obwohl er Mitte November - man glaubt es kaum - 60 Lenze alt wird und bereits mehr als 30 Jahre auf der Bühne steht, hat er nichts von seinem Elan, seiner Jugendlichkeit und Eigenständigkeit, seinem Charisma und besonders von seiner Musikalität eingebüßt.

Alpinrock

Hubert Achleitner aus Bad Goisern und seine druckvoll und funkig aufspielende Band entfachten jene typische Klangmixtur, die ihn bekannt gemacht hat: den vom ihm kreierten Alpinrock. Blues, Jazz, Rock und Reggae werden vermischt mit alpenländischen Klängen und Weltmusikanleihen. In diesem Konglomerat war kein Instrument vor ihm sicher. Maultrommeln, Gitarren, Mund- und diverse Ziehharmonikas (die übrigens alle in Kärnten hergestellt wurden), das E-Piano und sogar Kuhglocken wurden vom vielseitigen Künstler bearbeitet. Wunderbar lyrische Balladen, meist vom ihm nur auf der Akustikgitarre begleitet, luden zum Nachdenken ein. Geschmeidig und differenziert setzte er seine Stimme bei all seinen Liadln ein. Und immer wieder tauchte er auf: der Jodler. Seine Lieder und Texte sind feinsinnig und gesellschaftskritisch und erzählen von Liebe und Verlusten, von Freude und Leid.

Geschichtenerzähler

Und er ist ein Geschichtenerzähler, Philosoph und humorvoller Conferencier, der seine Lieder immer einbegleitet und über den perfekten Tag, Heilige und Indianer und über besondere Menschen, die es überall und in jeder Form unter uns gibt, sinniert. Auch auf die aktuelle Situation in Kärnten nahm er Bezug, als er meinte: "Ihr Kärntner seid´s alle zu wohlerzogen, deswegen lasst ihr euch so viel gefallen."

Mit neuen Liedern wie dem Superhit Brenna tuats guat (aus dem aktuellen Album EntwederUndOder) und alten Hits (Hiatamadln, Heast as nit) begeisterte er sein Publikum, das sich im Takt bewegte, zur Bühne drängte und ihn erst nach vielen Zugaben von dannen ziehen ließ. Zum Abschied stimmte er dann sogar noch mit den Fans gemeinsam das Kärntner Lied Wann du durchgehst durchs Tal an.

"Brenna tuats" in Bozen

STOL 20. Oktober 2012 | Text: ba | Foto: Dlife-TS

Auf seiner "Brenna tuats Tour" hat Hubert von Goisern am Freitagabend in Bozen Halt gemacht.

"Ihr seid anders als die Bayern und die Nordtiroler", meinte Goisern zu seinen Südtiroler Fans, die mit Jubel antworteten.

Erst im vergangenen Sommer war Goisern in Bruneck zu hören gewesen. Nun sorgte der österreichische Ausnahmemusiker auch in der Bozner Stadthalle für tolle Stimmung.

Der Salzburger Musiker begeisterte mit Hits wie Brenna tuats guat und Indianer aus dem aktuellen Album EntwederUndOder, fehlen durften aber auch nicht die Dauerbrenner Hiatamadl oder Heast as nit.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Halle zwar nicht, die Südtiroler aber klatschten und sangen mit und bekannten sich als wahre Goisern-Fans. Von Jung bis Alt – beinahe jede Altersgruppe war vertreten.

Und auch der stimmgewaltige Goisern gab sich gewohnt vielseitig: Schon in seinem Album vereint er verschiedene Musikrichtungen – von Blues bis hin zu Country. Auf der Bühne präsentierte er sich als Vollblutmusiker, nahm, neben der Steirischen, auch Mundharmonika, Gitarre, Maultrommel oder Kuhglocken in die Hand.

Zum Abschied gab's für das Südtiroler Publikum, unter das sich auch Gäste aus Österreich und Deutschland gemischt hatten, noch einen gemeinsam gesungenen Jodler.

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern in der Rotax Halle Wels

Aktiv News 19. Oktober 2012 | Foto: Carola Büschen

Grandiose Stimmung in der ganzen Halle

Am 18.10.2012 pünktlich 20.00 Uhr war es so weit, Hubert von Goisern betrat mit seiner Band in der Rotax Halle Wels die Bühne. Mit Jubelrufen und lauten Klatschen wurden sie von ca. 3.000 Fans begrüßt. Ohne zu zögern, fing Hubert von Goisern sofort an und entlockte seiner steierischen Ziehharmonika stimmungsvolle Töne.

Hubert von Goisern präsentierte Hits aus seinem aktuellen Album sowie einige ältere Songs. Bereits vor der Halbzeit entstand ein Gänsehautgefühl, als ziemlich alle Hände in der gut gefüllten Halle zum Rhythmus der Musik mitklatschten. Auch beeindrucken war, dass zu allen Hits die Besucher mitsangen. Bei seinem Nummer Eins Hit Brenna tuats guat wurde er fast von seinen Fans überstimmt.

Zu dem Hit Weit Weit weg ließ Hubert von Goisern die Besucher den Refrain einmal allein singen und jeder Besucher in der Halle sang begeistert mit, so dass ein erstklassiger Chor entstand. Die Stimmung war einfach großartig! Wie in den Konzerten zuvor kamen auch hier sämtliche Instrumente zum Einsatz, wie z.B. seine Lap-Steel-Guitar, Maultrommel oder Kuhglocken.

Hubert von Goisern

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Grandioser von Goisern im Dortmunder FZW

Musik im Westen 15. Oktober 2012

Hubert von GoisernEr ist Geschichtenerzähler und Poet, Grantler und sprachbegabter Unterhalter, Vollblutmusiker und Multiinstrumentalist. Er rockt, jodelt, pfeift, singt, kreischt und betet auf der Bühne auch mal diverse Heilige an: Hubert von Goisern, der mit seiner Band am Sonntag im Dortmunder FZW seine Visitenkarte abgab.

Es brauchte gerade einmal zwei seiner über zwanzig dargebotenen Stücke an diesem Abend, um bei der westfälischen Fangemeinde das Eis zu brechen, denn nicht nur die Einleitung zum Stück Indianer, die "es überall gibt und in aller Form gibt, da es einfach spezielle Menschen sind", da sie im Rahmen der Integration inzwischen auch teils Glatze tragen und ganz normal durch die Gegend laufen, auch das Stück an sich sorgte für schwungvolle Unterhaltung.

Die eine oder andere Sprachbarriere tat sich für die zahlreichen im nicht ganz ausverkauften FZW auf, obwohl auch von Goisern, der als Hubert Achleitner geboren wurde, "nur deutsch" spricht. Entsprechend hierzu gab selbst der Protagonist musikalisch I vasteh di nit zum Besten. Dem starken Dialekt genügend, hatte der Liedermacher aber auch eine Lösung parat. "Es sind auch Österreicher hier, wenn ihr etwas nicht versteht, fragt die halt" schlug er vor. Doch lediglich bei den Liedern bedurfte es eines aufmerksameren Zuhörens, die Ansagen waren für jedermann verständlich und so wartete er auch mit vielerlei Wissen auf. Beispielsweise erklärte er den Dortmundern, dass ihr städtischer Schutzpatron, der Heilige Reinoldus, Patron der Steinmetze sei und nicht, wie ein Zwischenrufer meinte, des BVB.

So entwickelte sich ein äußerst spannender, abwechslungsreicher, harmonischer Abend, in dem der Musiker neben seinen vielfach augenzwinkernden Mitteilungen und Ansagen, die schon komödiantische und best unterhaltende Züge annahmen, auch seine instrumentelle Bandbreite darbot. Egal ob E-Piano, diverse Gitarren, Mundorgel, Mundharmonika, sein Markenzeichen Akkordeon oder Kuhglocken, kaum ein Musikgerät ist vor ihm sicher. Zwischen freudigen Jodlern, purer Rockmusik, Melancholie und Blues sprang die Band mitunter wie ein Irrwisch, ohne an Begeisterung zu verlieren.

Egal ob man sich einen Mercedes wünschte, die Hommage an seinen Heimatort Goisern intonierte, schon früh Lebwohl sagte oder das Leben beschrieb, musste der geneigte Zuhörer letztlich feststellen: Brenna tuats. In vielfacher Hinsicht. Irgendwann war, falls dies überhaupt der Fall gewesen sein sollte, auch von Goisern Neama bang und er ließ nach einigen Zugaben ein begeistertes Publikum zurück.

Hubert von Goisern jodelt im FZW-Wohnzimmer

Der Westen 15. Oktober 2012 | Text: Katrin Figge
Severin Trogbacher und Hubert von Goisern

Dortmund.  Wenn's auf der Bühne jodelt und sich Ziehharmonika an E-Gitarre schmiegt und Songs eigentlich Liadl sind – dann ist Hubert von Goisern am Werk. Am Sonntag hatte der Alpenrocker aus Oberösterreich sein musikalisches Wohnzimmer im FZW aufgebaut.

Wenn's auf der Bühne jodelt und sich Ziehharmonika an E-Gitarre schmiegt, wenn die Musiker Schartlmüller und Trogbacher heißen und Songs eigentlich Liadl sind – dann ist Hubert von Goisern am Werk. Am Sonntag hatte der Oberösterreicher sein musikalisches Wohnzimmer im FZW aufgebaut, mit gemütlichen Stehleuchten, netten Gesprächen und ein wenig Hausmusik. Lauter Hausmusik wohlgemerkt, mit Anklängen an Balkan, Blues und Blasmusik.

Aber Moment... – 60? Der Mann wird im November 60? Und steht seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne? Man glaubt es kaum. So frisch, so unverbraucht, so wenig eingefahren wirken der Alpenrocker und seine drei (weit jüngeren) Musiker. Nach so langer Zeit als Berufsmusiker noch so viel Spaß auf der Bühne zu haben zeugt von wahrer Leidenschaft. Immer ein schelmisches Grinsen auf den Lippen, und in den Augen blitzende Ironie. Und Hubert von Goisern liebt nicht nur das Mikro, sondern auch sein Publikum: Immer wieder reagiert er auf Zwischenrufe aus dem Volk. Vor allem spricht er mehr als einmal seine Landsmänner an, von denen aus den kleinen österreichischen Exklaven im Ruhrgebiet einige ins FZW gepilgert waren.

Deutsch-österreichische Sprachbarriere

Wenn man doch nur verstehen würde, was er da singt! Denn wie es sich für einen ordentlichen Österreicher gehört, klappt's in hiesigen Gefilden mit dem Sprachverstehen nicht immer. Mit a bisserl gutem Willen solle das schon gehen, meinte er. Es sei doch immer noch Deutsch. Ja, ja – irgendwie schon. Aber gerade das macht den Reiz aus: Wer nicht zu den eingeschworenen Langzeit-Fans gehört und die Texte nicht auf Anhieb versteht, weiß trotzdem, worum's geht. Hört man. Sieht man. Spürt man einfach.

Und auch ohne Musik hätte es ein ausgesprochen unterhaltsamer Abend werden können. Bei seinen Ansage zwischen den Liadl bewies Hubert von Goisern eine unvergleichliche Doppelbegabung: ein Talent für Musik und Kabarett gleichermaßen. Wo man sich bei anderen Musikern wünscht, der unsinnige Redeschwall möge bald enden, hätte man von Goisern noch stundenlang zuhören können in seinen Ausführungen über moderne Indianer, seltsame Bayern und den St. Reinoldus, den Schutzpatron der Steinmetze. "Na? Kennts eure Heiligen?" Da hat er den Dortmundern noch was beigebracht.

Alpenklänge und Rock

Zweieinhalb Stunden lang rockte, jodelte und maultrommelte es also. Zweieinhalb Stunden lang jagten die vier Musiker den "Dorftrottel" und Frontline-Assistenten Hannes über die Bühne. Zweieinhalb Stunden lang duellierten sich traditionelle Alpenklänge mit handfestem Rock. Und mittendrin die steierische Version von Janis Joplin: "Geh Herrgott, schenkts ma an Mercedes-Benz"...

Als letzte Zugabe gaben die Herren Musiker noch mal alles – allerdings a capella. Was beweist, dass in Oberösterreich sogar Schlagzeuger lupenrein singen können. Oder, ich erwähnte es bereits: A Woansinn.

Feuer für Alpenrock entfacht

Liechtensteiner Volksblatt 12. Oktober 2012 | Text: Reto Öhri | Foto: Nils Vollmar

Mitreissend. Wenige verstehen es so wie Hubert von Goisern, das Publikum mit Freude an der Musik,
technischen Fertigkeiten wie auch Erzählkunst in seinen Bann zu ziehen.

HvGDer Titel Heast as ned erklang spät am Abend als Zugabe auf das neue Programm Brenna tuats guat. Die Konzertzeit ist wie im Fluge vergangen. Der Entertainer Hubert von Goisern sprach das Publikum im Vorfeld des Liedes an: "Wenn man sich einlässt aufs Singen, kann es nicht falsch tönen. Wenn man nicht mitsingt - wie ich dies früher auch aus Trotz tat, wenn einer auf der Bühne das Publikum zum Mitsingen bringen wollte - ärgert man sich später, sobald man nach dem Konzert vor der Tür draussen steht." Hubert von Goisern gelang es mit seiner Band aus Oberösterreich, das Publikum in Schaan mitzureissen.

Multi-Instrumentalist

Hubert von Goiserns musikalischer Weg führte von der Trompete über die Gitarre, die Klarinette und Mundharmonika zur Steirischen Harmonika. Auf dieser begann er erst spät im Selbststudium zu spielen. Auch an Keyboard setzt er sich, um den Beweis seiner Musikalität zu erbringen - nicht zu vergessen die Juchzer und Jodler, die auf der Bühne erklingen. Hubert von Goisern ist ein Abbild der Freude am Musizieren. Diese Freude musste sich zwangsläufig aufs Publikum übertragen. Als er erzählte, wie er sich an seiner Klarinette durch das Nichtspielen versündigte und dies wieder wettmachen wollte, ging sein Erzählen in den Wohlklang dieses Instruments - das "mit seinen unzähligen Klappen für die paar Finger ein böses Werk darstellt" - über, das die Zuhörer erstaunen liess. Der Abend im SAL mit Hubert von Goisern, begleitet von seiner Band (Bass, Gitarre und Schlagzeug), war von der ersten Sekunde an ein Werben beim Publikum dafür, lustvoll selbst mit Instrumenten, Gesang und Texten zu einer Ausdrucksform zu finden. Alpenrock heisst die Form, zu der von Goisern über lange Reisen und musikalische Experimente fand.

Hubert von Goisern in Karlsruhe

Ka News | 14. Oktober 2012 | Foto: © bernadette
Hubert von Goisern

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Hubert von Goisern im SAL in Schaan

The Noise 11. Oktober 2012

Severin Trogbacher & Hubert von GoisernHubert von Goisern steht zwar nicht so oft auf dem Siegerpodest wie der Spitzensurfer Kelly Slater, aber auf der Alpenrock-Welle hält sich der österreichische Musiker wie kein Zweiter. Jetzt befindet er sich wieder einmal auf dem perfekten Ritt: Mit Brenna tuat's guat hat er einen Nummer-eins-Hit und toppt damit seinen bislang grössten Erfolg, den er vor fast zwanzig Jahren mit seiner Debütsingle Koa Hiatamadl erreichte.

Seinen Auftritt kann er gelassen angehen. Es war sicher nicht das erste so gut wie ausverkaufte Konzert dieser Tour, das Hubert von Goisern routiniert und spielfreudig abspult. Das Alpenrock-Konzept, das er für sich erfolgreich adaptiert hat, funktioniert noch immer klaglos. Das Akkordeon sorgt für eine wohldosierte Prise Exotik im Rockquartett, und die schmissigen Melodien werden von der rockigen Gitarre wiederholt. Innovativ ist das längst nicht mehr, aber Erneuerung ist ja in den seltensten Fällen der Auslöser für Erfolg. Hubert von Goisern weiss, was sein Publikum will und bietet zwei gute Stunden lang ausgezeichnete Rock-Unterhaltung. Er wechselt die Instrumente - von der Maultrommel zu Akkordeon, Lap Steel, Gitarre, Klarinette und Keyboard - und damit die Klangfarben und Stimmungen seiner Lieder.

Hubert von Goisern ist nicht gekommen, um seine Zuhörer zu überraschen. Er appelliert durchweg an das Vertraute - sowohl bei den Referenzen an die Volksmusik als auch bei den rockigen Einlagen. Und selbst bei der längst im Mainstream angekommenen Vermischung der beiden Genres bleibt er auf der sicheren Seite.

So bleibt Hubert von Goisern auf den ausgetretenen PfadenHubert und gibt gerade damit seinem Publikum, was es erwartet - und überaus dankbar entgegennimmt. Seine junge Band spielt gediegen, Gitarrist Severin Trogbacher darf sich mit seinen Soli regelmässig ins Rampenlicht spielen. Nach dem lyrischen Einstieg glänzt das Quartett mit druckvoll gespieltem Rock und Bluesrock, mal funkig, dann wieder mit wuchtigen Slides. Dass ihm der besinnlich-lyrische Teil zu lang gerät, wird ihm verziehen. Dass er für einen Moment wie Ostbahn-Kurti bei einem Springsteen-Cover wirkt, deutet schon die Steherqualitäten des oberösterreichischen Weltenbummlers an: Nach zwei Stunden - einige Zugaben hat er da bereits absolviert - steht er alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne. Sein Publikum ist immer noch gebannt.

Hubert von Goisern ließ es Hallstatt brennen

Aktiv News 10. September 2012
HvG

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Bereits am Nachmittag gegen 15.00 Uhr reisten die ersten Konzertbesucher in den weltberühmten Seeort Hallstatt und nutzten die Gelegenheit bei sommerlichen Temperaturen sich die Kleinstadt anzuschauen, einen Kaffee zu trinken oder Eis zu essen. Auch Hubert von Goisern kam ebenfalls um diese Zeit an und trotz, dass er unter Zeitdruck stand, nahm er sich die kurze Zeit, seinen Fans ein Autogramm zu überreichen.

Um 18.30 Uhr begann der Einlass zum Konzert, welches auf dem Landungsplatz in Hallstatt stattfand. Das Konzert war bereits Wochen vorher ausverkauft und somit der Landungsplatz gut gefüllt mit Besuchern jeden Alters. Bei traumhafter Kulisse direkt am Wasser des Hallstättersees nutzten dies manche Besucher und schauten sich das Konzert romantisch von einem Boot aus an.

Kurz nach 20.00 Uhr war es endlich soweit. Hubert von Goisern und seine Band betraten die Bühne und wurden jubelnd von seinen Fans empfangen, so dass er sofort mit seiner steierischen Ziehharmonika anfing zu spielen. Während des Konzertes kamen auch seine Lap-Steel-Guitar, Maultrommel oder Kuhglocken zum Einsatz. Die Fans waren hellauf begeistert und ließen sich mit jedem Hit immer mehr mitreissen. Bis natürlich sein Nummer eins Hit Brenna tuats guat ertönte. Ab da gab es auch für den noch so stillen Zuschauer kein Halten mehr.

Zwischen seinen Hits heizte Hubert von Goisern, mit lustigen Geschichten aus seinem Leben, die Stimmung noch mehr an und lautes Lachen schalte durch Hallstatt.

Er hat es wieder mal geschafft, wie in all seinen vorherigen Konzerten, die Besucher zu beeindrucken, mitzureissen und für einen stimmungsvollen Abend zu sorgen.

Hubert von Goisern in Hallstatt

Salzkammergut Rundblick 10. September 2012 | Text & Foto: Franz Frühauf

Hubert von GoisernFrenetischer Applaus für den Star aus Bad Goisern!

Sein letztes Open Air Konzert der Brenna tuats guat Tour 2012 gab Hubert von Goisern am Sonntag, 9. September 2012 in Hallstatt.

Das Konzert war in kürzester Zeit ausverkauft und mehr als 1600 Zuhörer kamen in den kleinen Welterbeort ins Ortszentrum.

Das Ambiente am Schiffslandeplatz zwischen den beiden Kirchen und natürlich die Musik, die Bühnen- und Lichteffekte, sowie der herzliche und witzige Umgang mit seinen Fans begeisterten das Publikum. Neben den brandneuen Hits durfte auch das Hiatamadl nicht fehlen.

Hubert von Goisern lockte Tausende in die Innenstadt

Tiroler Tageszeitung 11. September 2012 | Text: Claudia Funder | Foto: Brunner Images

HvGLienz – [...] Den Veranstaltern des Dolomitenmanns war es gelungen, mit dem gebürtigen Oberösterreicher und Vollblutmusiker Hubert von Goisern einen besonderen Act nach Osttirol zu bringen, als "Jubiläumsgeschenk von Didi Mateschitz an meinen Vater", erklärte Niki Grissmann, Sohn des Dolomitenmann-Erfinders Werner Grissmann.

Es war das einzige Gratiskonzert, das Hubert von Goisern auf seiner Brenna tuats guat-Tour absolviert. Besucher aus nah und fern nutzten bei angenehmen Spätsommertemperaturen die einmalige Gelegenheit, bei freiem Eintritt live dabei zu sein, wenn der Chartstürmer mit facettenreicher Stimme kräftig in die Tasten seines Akkordeons greift.

Lange vor Konzertbeginn wurden die Zugänge dichtgemacht. "Aus Sicherheitsgründen musste der Lienzer Hauptplatz um 19.30 Uhr gesperrt werden, mehr als 3000 Besucher verkraftet er aus Sicherheitsgründen nicht", erklärt Niki Grissmann nach der Veranstaltung. Weitere 3000 Musikfans hatten es, so Grissmann, nicht rechtzeitig geschafft und rockten außerhalb des Geländes zu den Klängen des charismatischen Musikers.

Hubert von Goisern im Römersteinbruch St. Margarethen

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern war Höhepunkt in Lienz

Kleine Zeitung 10. September 2012 | Text: KLZ/Mersiha Kasupovic

Weltmusiker Hubert von Goisern bespielte das Zentrum von Lienz

Brenna tuat's guat wird in den Köpfen der Osttiroler sicher noch lange nachglühen. Denn Weltmusiker Hubert von Goisern heizte beim einzigen Gratis-Konzert seiner aktuellen Tour in Lienz dem Publikum ein.

Fürs Konzert, ein Highlight des Dolomitenmannes, musste der Hauptplatz bereits um halb acht gesperrt werden. Mehr als 3000 Besucher verkraftet der Platz aus Sicherheitsgründen nicht. Weitere 3000 Besucher jubelten dem Künstler außerhalb des Geländes, wie etwa auf dem Johannesplatz, zu.

BAP und Freunde auf der Loreley - 1. September 2012

4. September 2012 | Foto: © Thomas Koenich
Hubert von Goisern, Stoppok, Clueos und BAP

Hubert von Goisern, Stoppok, Thorsten Wingenfeld, Clueso und Wolfgang Niedecken / BAP auf der Loreley

Hubert von Goisern im ausverkauften Schlosshof

Fuldaer Zeitung 30. August 2012 | Text: Anne Baun | Foto: Ralph Leupolt

So fix war in Fulda lange kein Konzert mehr ausverkauft.
Der Auftritt von Hubert von Goisern im Fuldaer Schlosshof zog gestern 1700 Fans an.

Entweder und Oder nennt sich Hubert von Goiserns aktuelles Album, Brenna tuats guat die Tour. Und ja, es war durchaus feurig, was der österreichische Liedermacher auf der Bühne veranstaltete, die optisch ein wenig an ein Wohnzimmer erinnerte.

Mit einem stilechten "Servus Fulda, griaß  oich", begann er den Abend. Mit seiner Band versorgte er das Publikum mit neuen Hits und alten Krachern und widmete sich wie immer allen Facetten des menschlichen Lebens. "Hat ja ein bisschen was von Kurort-Feeling hier", witzelte Goisern über den teilweise bestuhlten Schlosshof. Der Sänger aus dem Salzkammergut, ist schon lange nicht mehr "nur" der Alpenrocker, sondern ein gestandener Weltmusiker. Hin und wieder eine leichte Sprachbarriere zwischen Österreich und Fulda – aber unterm Strich versteht jeder die Sprache von richtig guter Musik.

Severin Trogbacher und Hubert von Goisern

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Hubert von Goisern brachte das Kulturzelt zum Brodeln

Wolfenbütteler Zeitung 30. August 2012 | Text: Michael Völkel | Foto: Hübner

Der kantige Alpenrocker spielte ein starkes Konzert in Braunschweig.
Zu Beginn sorgte sein Stehplatz-Gebot für Ärger, später herrschte Euphorie.

Hubert von Goisern & BandBraunschweig. Früher war er verstimmt, wenn Zuschauer mitsangen: "Nur weil ihr Eintritt bezahlt habt, glaubt's nicht, dass es eine Gesangsstunde wird." Störte ihn jemand, verließ er schon mal die Bühne. Heute ist Hubert von Goisern total entspannt. Bei "Kultur im Zelt" ging er am Mittwoch auf viele Zwischenrufe ein – und hat nun mit Backliner Hannes sogar einen Animateur, der zum Mitklatschen und Jauchzen auffordert. Das Konzert wurde zum Triumph.

Vor dem Beginn hatte es leichten Ärger gegeben. Dass die Hälfte des Publikums stehen sollte, wollten viele nicht akzeptieren. Von draußen wurden Klappstühle hereingeschleppt; einige ließen sich ihr Eintrittsgeld zurückbezahlen. "Die Aufteilung war ein Kompromiss. Ich wollte, dass alle stehen. Ich versteh das, wenn jemand sitzen will, ich akzeptier's nur net", kommentierte von Goisern später lakonisch.

Zu stehen, war tatsächlich eine gute Wahl. Die erste Konzerthälfte war ein heftiges Rockkonzert: Suach da an andern mit jaulender E-Gitarre und treibendem Maultrommel-Rhythmus; I versteh di nit schleppender Bluesrock mit Lap-Steel-Gitarre; Indianer ein origineller Mix aus 60er-Jahre-Westernflair und einem Solo mit kleinen und großen Kuhglocken.

Seine Ziehharmonika bearbeitete der fast 60-Jährige so energisch, dass er bereits nach zehn Minuten durchgeschwitzt war. Die Augen beim Spielen meist geschlossen, der Gesichtsausdruck wie schmerzverzerrt. 1986 war das vom Opa geschenkte Instrument für ihn noch der Inbegriff des ewig Gestrigen gewesen. Im Schnapsrausch wollte er es zerreißen – und entdeckte dabei eine neue Spielweise.

Seitdem experimentiert er, musiziert intuitiv, mixt Stile. Und textet dazu oft einfach, aber nicht einfältig. Sein aktuelles Album Entwederundoder, das er komplett vorstellte, erzählt vom Ende einer Beziehung und vom Hinausgehen in die Welt, von melancholischen Erinnerungen, dem Leben, das ereignislos vorbeizieht, und von schwer zu ertragenden Menschen. Wehmut, Wut und Lebensfreude. Das Publikum honoriert jeden Song mit kräftigem Applaus – und bejubelt Hits wie Goisern und Heast as nit.

Zum Schluss wird der österreichische Nummer-1-Hit Brenna tuats gut auf lebhafte zehn Minuten gestreckt. Die Stimmung ist so euphorisch, dass dem fast zweistündigen Konzert eine halbe Stunde Zugabe folgt. Nach einem A-cappella-Jodler zusammen mit seiner hervorragenden Band fasst sich Hubert von Goisern zum Abschied ans Herz. "Schön war's", sagt er. Und man hat den Eindruck, er sagt es nicht bei jedem Konzert.

110 Minuten Goisern: Wia die Zeit vergeht

Passauer Neue Presse 21. August 2012 | Text: Uli Kaiser | Foto: Thomas Viebig
Hubert von Goisern und Helmut Schartlmüller

Konzert zwischen Alpenglühen und Rock

Burghausen. Der österreichische Alpenrocker Hubert von Goisern überzeugte die rund 2700 Zuschauer bei seinem Auftritt auf dem Waffenplatz der Burghauser Burg. Die Veranstalter hatten nur Stehplätze ausgegeben. Deshalb sahen viele Fans wenig von ihrem musikalischen Idol. Dafür war die Technik bestens eingestellt. Goiserns Mischung aus Alpenglühen und gutem Rock überflutete die Ohren in angenehmer Weise.

Der Routinier nahm die Menschen gemeinsam mit seiner hochprofessionellen Band mit auf eine Reise durch seine neue CD. Das Konzert war ein Mix aus rockigen und balladhaften Nummern. Diese erfrischende Kombination aus verschiedenen Stilrichtungen ließ die Zeit in Kurzweil vergehen. Der Oberösterreicher sang eine Hommage auf seinen Heimatort Bad Goisern. "Goisern, oh Goisern" hallte durch die alten Mauern. Diese alte Melodie war eingepackt in die neuen Songs des Künstlers. Die begeisterten Fans wandelten zwischen Musik zum Nachdenken und Klängen, die das Blut in Wallung brachten. Goiserns Texte tun dies allerdings fast von selbst. Wenn er singt "I will leben", dann spricht er den meisten Menschen aus den Herzen. Leben und Genießen nach eigenen Plänen, frei von Zwängen, frei in Gedanken.

Ähnlich wie die Goisern-Ballade, die eine Coverversion des Standards Georgia on my mind ist, verband der Musiker den Song der Mercedes Benz unvergessenen Janis Joplin mit österreichischem Klang. Die Stücke, auf die meisten Gäste warteten, rundeten das Konzert zum Schluss ab. Brenna tuats guad - sein aktuell größter Wurf - setzte den offiziellen Schlusspunkt. Heast es net entführte die mittlerweile fast gänzlich in Gedanken versunkenen Zuhörer als letztes Zuckerl. Ja, die Zeit vergeht schnell. Nicht nur die knapp 110 Minuten mit Hubert von Goisern.

Hubert von Goisern: Live in Burghausen - 19. August 2012

23. August 2012 | Fotos: © Elli Christl

Gut 3000 Zuhörer bei Lieder am See

Weißenburger Tagblatt 21. August 2012 | Text & Foto: Rainer Heubeck

Hubert von GoisernENDERNDORF - Die "Lieder am See" sind zum Maßstab für perfekte Open-Airs in der Region geworden: Auch bei der zweiten Auflage der Veranstaltung in Enderndorf war alles geboten, was das Herz der Festival-Besucher höher schlagen lässt: tolle Musik, hochsommerliches Wetter ohne jegliche Wolke am Himmel, erfrischende Bademöglichkeiten, ein riesiger Biergarten und zahlreiche Stände mit internationalen Spezialitäten.

So genossen bei besten Rahmenbedingungen rund 3000 Besucher den Musik-Marathon mit vier Bands. Start und Abschluss lagen dabei in alpinen Händen. Das Trio Ganes aus Südtirol eröffnete die "Lieder am See" mit eher leisen Tönen und Beats, Hubert von Goisern aus dem Salzkammergut ließ in der Nacht dann das Festivalgelände beben mit seinem groovigen Alpenrock.

[...] Welche unheimliche Kraft moderne Rockmusik aus der traditionellen Volksmusik schöpfen kann, demonstrierte Hubert von Goisern, als "Headliner" des Festivals am Brombachsee, überaus eindrucksvoll: Die Stücke seines neuen Erfolgsalbums Entwederundoder wirken wie Brenna tuats guat oder Indianer fast wütend, wühlen auf, prangern an, wollen weit mehr sein als alpiner Seicht-Pop aus den Fernsehshows.

Die Instrumentierung konzentriert sich auf Gitarre, Bass, Schlagzeug und Goiserns überaus präsentem Akkordeon. Zudem gibt er auch der Maultrommel oder Kuhglocken neuen Raum – wie auch dem einst verschmähten Hirtamadl. Dieser Hit begründete einst die enorme Erfolgswelle des "Goiserers", auf der er, nach zwischenzeitlicher Flaute, nun wieder voll schwimmt – allerdings mit einer eindrucksvolleren und intensiveren Bühnenpräsenz. "Gut, dass er wieder zu seinem Alpenrock zurückgefunden hat", freute sich ein Festivalbesucher. 

Hubert von Goisern live auf der Burg

Wochenblatt 20. August 2012 | Foto: Robert Piffer

Auch ohne "Hiatamadl" war von Goisern ein Hit im Burghauser Kultursommer

Dicht gedrängt standen die Fans von Hubert von Goisern am Sonntagabend lange vor Konzertbeginn auf dem Waffenplatz der Burghauser Burg. 3000 waren gekommen, hatten den Goisern-Auftritt zu der am besten besuchten Veranstaltung des Burghauser Konzertsommers gemacht.

Anders als in früheren Jahren, als von Goisern meist zusammen mit einer großen Musikerschar auf der Bühne stand, begleitete diesmal nur ein Trio in klassischer Rockbesetzung mit Alex Pohn (Schlagzeug), Helmut Schartlmüller (Bass) und Severin Trogbacher (Gitarre) den 59-Jährigen. Dementsprechend rockig gestaltete sich der erste Teil des Abends, der vor allem die Jüngeren im Publikum begeisterte. Da verpasste von Goisern Janis Joplins Mercedes Benz eine österreichische Textversion und den Jazzstandard Georgia verwandelte das Quartett in eine Liebeserklärung an Huberts Heimatort Goisern.

Aufgrund der kleinen Besetzung seiner Band konnte von Goisern seine vielfältigen Instrumentalkünste einsetzen. Er spielte nicht nur die für ihn typische Steirische Harmonika, sondern auch akustische und E-Gitarre, Slide-Gitarre, Piano, Kuhglocken oder Maultrommel. Weil von Goisern in seiner Band nicht nur erstklassige Musiker vereint, sondern bei ihrer Zusammenstellung auch darauf geachtet hat, dass alle gute Sänger sind, gab es für die mehrstimmigen Gesangspassagen meistens Extraapplaus.

Obwohl das Hiatamadl nicht dabei war, näherte sich in der zweiten Hälfte des Konzerts dem Siedepunkt, als die an die Volksmusik angelehnten Stücke ausgepackt wurden. Mit Brenna tuats, Goiserns wohl größtem Hit der letzten Jahre, verabschiedete sich der Österreicher erstmals von seinem Publikum. Die 3000 Fans forderten lautstark Zugaben und von Goisern ließ sich nicht lumpen und hängte noch mehr als eine halbe Stunde dran. Heast as net und Ganz weit weg tönte es verstärkt von den vielen tausend Kehlen über die Burg. Aber selbst damit war es nicht genug. Ein weiteres Mal musste das Quartett auf die Bühne. Von Goisern bedankte sich bei den Fans fürs Kommen, Mitsingen und Tanzen, ehe sich die Band mit einem A-Cappella-Stück endgültig verabschiedete.

Hubert von Goisern

Hymnen, Balladen und eine große Portion gute Laune

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung 20. August 2012 | Text: Hans Draminski

Zweite Auflage der "Lieder am See" zog gut 3000 Besucherinnen und Besucher nach Enderndorf

Hubert von GoisernEnderndorf am See. Ein entspannteres Sommervergnügen ist kaum denkbar: In Enderndorf am Ufer des Großen Brombachsees ging am Wochenende die zweite Auflage des Rockfestivals "Lieder am See" mit rund 3000 Besucherinnen und Besuchern über die Bühne.

Spalts Bürgermeister Udo Weingart hatte an diesem sonnendurchglühten Samstag ein hartnäckiges Dauergrinsen im Gesicht. Und er war nicht der einzige, bei dem der Wohlfühlfaktor an diesem Tag trotz Temperaturen deutlich über 30 Grad im Schatten Maximalwerte erreichte. Pop und Rock in Idealdosierung können eben wohltuende Wirkung haben.

Auf die Wurzeln besonnen

[...] Anbiedern kann und will sich Hubert Achleitner alias Hubert von Goisern nicht. Der Oberösterreicher hat sich auf seine Wurzeln besonnen und spielt angerocktes Liedgut aus seiner alpenländischen Heimat. Dass dabei die Balladen überwiegen, irritiert anfangs, hat aber Methode: "Der Goiserer" will auch inhaltlich dickere Bretter bohren, seine Fans zum Zuhören und Nachdenken bringen, kritisch und durchaus kämpferisch sein.

Brenna tuats guat, erste Single-Auskopplung des aktuellen Albums Entwederundoder, ist eine bissige Abrechnung mit einer Industrie, die Futterpflanzen wie Rüben und Mais zur Kraftstoffherstellung missbraucht und dabei auch Hungersnöte in Kauf nimmt. Hubert von Goisern ist fraglos auf einer Mission. Und dabei schert er sich nicht nur keine Sekunde lang um Konventionen, er verlässt auch zeitweilig die Bühne, wenn ein Betrunkener ihm die Songs zergröhlt. Konsequenz hat auch etwas mit Stolz und Selbstachtung zu tun.

Strandfeeling und super Musik

Altmühl-Bote 20. August 2012 | Text: Ulli Gruber

[...] Sicher die meisten Festivalpilger waren wegen Hubert von Goisern gekommen. Zwar ließ er die Alpenrockfreunde nach Weingarts Ankündigung noch ein wenig "zappeln", dann aber legte er los wie die Feuerwehr. Lieder aus seinem neuen Album EntwederUndOder beinhalten ebenso klassische wie neue Elemente. Die Melancholie in gehaltvollen Balladen wechselt sich ab mit Rockmusik vom Feinsten. Der "Hubert", wie er aus der Menge heraus immer wieder angesprochen wird, präsentiert sich schlagfertig, hintersinnig und ausgestattet mit einem sicheren Gespür für die Situation. Eine eigenwillige Licht- und Bühnenshow bereichert das turbulente Geschehen auf der Bühne.

Urlaubsfeeling mit dem Festival "Lieder am See" am großen Brombachsee

Mein Mitteilungsblatt 19. August 2012 | Text & Foto: Ursula Kaiser-Biburger

HvGSpalt/Enderndorf. [...] Ehe der Hit des Abends, Hubert von Goisern die herrliche Bühne vor der Kulisse des großen Brombachsees betrat, bestand für die Festival-Gäste die Gelegenheit, eine Runde auf dem Brombachsee mit dem großen Trimaran zu genießen, sich im See abzukühlen oder einfach gemütlich am schönen Sandstrand noch den herrlichen Sommeruntergang zu genießen.

Danach leuchtete das Rot der Bühnenszene auf, nachdem der Bürgermeister von Spalt als charmanter Moderator den Höhepunkt ankündigte: Hubert von Goisern begeisterte mit den Songs von seinem Album Entwederundoder und natürlich mit dem aktuellen Single-Hit Brenna tuats guat augenblicklich. Man merkte gleich hier hatte man es mit einem professionellen Entertainer zu tun, der mit seinen Zuhörern kommunizierte und mit seinen Musikern beste Musik in den verschiedensten Rhythmen präsentierte. Stimmung bis Mitternacht.

Hubert von Goisern war völlig zurecht das Highlight dieses Urlaubs-Sommer-Sonnen-Festivals vom Concertbüro Franken, das sämtliche Urlaubsländer vergessen ließ.

Hubert von Goisern in Kassel

Newsmexx 18. August 2012 | Foto: Heldmann
Hubert von Goisern

Mehr Fotos unter www.newsmexx.com

"Dann passt's schoa"

Hessische/Niedersächsische Allgemeine 17. August 2012 | Text: Juliane Sattler | Foto: Koch

Alpin-Rocker Hubert von Goisern und Band begeisterten im Kasseler Kulturzelt

Hubert von GoisernKassel. Wie er das schreit, wie er das singt. "I will leben", dieser Song ist ihm Lebensmotto, wird ihm Hymne, und sein Publikum im ausverkauften Kasseler Kulturzelt stimmt ein: Bekenntnis zu einem ungeahnten Lebensgefühl. Nicht immer nur sich einschränken, sich bescheiden. An diesem Abend, bei dem die Berge und das Alpenglühen so nah sind, war die Ahnung für einen Augenblick da. Hubert von Goisern, alpiner Tausendsassa, legte die Fährte dafür aus mit lautstarkem, deftigem Rock und verführerischer Melancholie.

Akkordeon, Mundharmonika, Gitarre und Keyboard, dieser Hubert Achleitner aus dem österreichischen Goisern, dem er mit seinem Künstlernamen ein Denkmal gesetzt hat, wechselt die Instrumente wie die Stilrichtungen: Er mixt lässig zusammen, was scheinbar nicht zusammen gehört, und dann passt's schoa. Eine Melange aus Rock und Alpen-Pop, aus Folklore und gefühligen Balladen. Mit seiner Band, Alex Pohn (Schlagzeug), Helmut Schartlmüller (Bass) und Severin Trogbacher (Gitarre), entführt der Klangbildmagier in eine Welt, die den Nordhessen wohl sehr fern und doch in diesen zweieinhalb Stunden sehr nah ist. Wenn Ihr die Worte nicht versteht, erklärt er seinem Publikum mit viel Charme und Witz, dann fügt einfach mit eurer Fantasie ein, was Ihr gerne mögt. So einfach ist das mit dem Österreichisch.

EntwederUndOder heißt das neue Album von Hubert von Goisern, das er neben anderen Glanzpunkten aus seinem Repertoire vorstellt: Der schlaksige 59-Jährige mit dem Naturburschen-Image, dessen freche Moderationen fast kabarettreif sind, singt und schreit sich zu zwingend-treibenden und zärtlich-versonnenen Klängen in die Herzen seines begeisterten Publikums. Mit seinem aktuellen Hit Brenna tuat's guat liefert er den ultimativen Song zum Zeit-Thema Geld, er jodelt sich zu süffigen Akkordeonklängen ins Goisern-Land, stürzt sich mit Hard-Rock-Rap in seinen Indianer-Song oder findet in seiner verblüffenden Adaption von Janis Joplins Mercedes Benz zu einer ganz neuen Interpretation des Klassikers.

Nach dem Erdig-Deftigen mit Jodel-Einlagen, Almschellen-Geläut und kernigem "He, He"-Gesang verbreitet er mit seinen Balladen Weit, weit weg und Lebwohl Gänsehautfeeling. Goisern kann's auch sanft. "Bloß nicht in die Depression abstürzen", meint von Goisern, leitet geschickt den dramaturgischen Wechsel ein. Dann umkreisen sich zwei Instrumente, die Gitarre und das Akkordeon, bedrohlich, zwei Musiker in einem Zweikampf, sich herausfordernd, sich steigernd - hinreißend ist das performt. Energie und Spielfreude, die sich überträgt und nachwirkt. Euphorischer Applaus und zwei Zugaben. Es is wia's is.

Beim "Hiatamadl" singen alle mit

Allgäuer Zeitung 14. August 2012 | Text: Celia Schramm | Foto: Erika Bachmann

Hubert von Goisern macht auf der Freilichtbühne Altusried 4000 Zuhörer glücklich

Hubert von GoisernAlpine Jodler und Ziehharmonika-Plätschern im Wettstreit mit hartem Rock: Hubert von Goisern machte auf der krachend vollen Freilichtbühne in Altusried 4000 Fans glücklich. Begleitet wird er auf seiner Brenna Tuats-Tour von einer jungen dreiköpfigen Band, die aus Schlagzeug, Bass und Gitarre besteht. Im kernigen Austria-Dialekt präsentierte der Alpinrocker aus dem Salzkammergut vorwiegend die Songs seines aktuellen Albums Entweder und Oder - eine treibende Mischung aus Alpinrock, Rap, Blues und Jazz.

Besonders gut kamen in der klaren Sommernacht in Altusried die Reflexionen seiner musikalischen Vergangenheit an. Texte wie das Hiatamadl sang das Publikum euphorisch mit. Beim zärtlich-versonnenen Weit weit weg fehlte zum Bedauern vieler das stimmliche Pendant der früheren Alpinkatze Sabine Kapfinger. Sie hatte Hubert von Goisern vor 20 Jahren dazu animiert, das Jodeln als Stilmittel bei den Alpinkatzen zu etablieren. Ihren Part übernimmt er inzwischen selbst: "Du warst wia der Sommerwind, der einifoahrt in meine Hoar, als wia a warmer Regen auf der Haut ... i spür no deine Händ im G'sicht und wia du mir ganz tiaf in d' Augen schaust ..."

Seinen aktuellen Chartstürmer Brenna tuat's guat beklatschte das Publikum enthusiastisch: "A jeder woaß, dass des Geld nit auf da Wiesen wächst und essen ka ma's nit, aber brenna tuat's guat ..." In dem Text verarbeitet Hubert von Goisern seine Gedanken zu Gier und Geld im Allgemeinen und kritisiert die Geschehnisse rund um die Finanzkrise.

Fazit: Der Sänger mit der Steirischen Knöpferlharmonika, der einst mithalf, die alpenländische Volksmusik zu revolutionieren, trifft noch immer den Geschmack seines Publikums. In Altusried jedenfalls landete er einen Volltreffer.

"Oba solang die Musi spüüt..."

Tagblatt Online 12. August 2012 | Text & Foto: Michael Hug
Hubert von Goisern

Wo ein Örgeli ist, da wird meistens Volksmusik gespielt. Akkordeons waren am Wochenende einige im Einsatz,
und meistens wurde damit auch Volksmusik gespielt. Man musste aber sehr gut hinsehen, um sie herauszuhören.

LICHTENSTEIG. Hubert nutzt es, wenn er emotional sein möchte. Florian schnallt es sich um, wenn er Show machen will. Bei der Amsterdam Klezmer Band ist es nicht wegzudenken. Willi trägt es auf seinen Oberschenkeln, wenn er ein sauberes Ländlerstückli vortragen möchte. Und für Marius und Yannik gehört es einfach dazu zum Zydeco. Die Handorgel, das Akkordeon, das "Örgeli" war auf den Bühnen der Jazztage ein vielgesehenes Instrument. Nur Jazz spielte darauf niemand, obwohl auch das ginge. Die Ziehharmonika wurde traditionell eingesetzt, sie konnte ihre enge Bindung zur Volksmusik nicht verleugnen.

Mit der Tradition gebrochen

Auch Hubert von Goisern spielte in seinen frühen Tagen Volksmusik. Nicht lange, denn bald überwarf er sich wegen seines Drangs zu Neuem mit der eingesessenen Gilde an seinem Geburtsort Bad Goisern im österreichischen Salzkammergut. Seine erste Auseinandersetzung mit dem Akkordeon war schicksalshaft. Gehasst habe er es als Bub, ein Geschenk des Grossvaters, natürlich in der Erwartung, dass der Enkel darauf zu spielen gedenken würde. Doch dem jungen Hubert Achleitner war nicht ums Lernen, es entstand eine Hassliebe zu diesem Musikinstrument, das da stumm und mahnend auf dem Kleiderschrank verstaubte. Bis er es eines Tages, "im Vollrausch", wie er verrät, vom Schrank zerrte und es in der Luft zerreissen wollte. Doch es gelang nicht, der Balg war zu zäh, da durchfuhr den jungen Hubert die Erleuchtung und er lernte innert zwei Stunden das Örgeli zu beherrschen. Heute ist eine immer noch wachsende internationale Fanschar froh, dass jenes Örgeli die Wutanfälle seines Besitzers überstanden hatte.

Wut aber ist die Emotion, die den Musiker Hubert von Goisern noch immer beschäftigt. Mit den Jahren hat er gelernt, seinen Zorn zu kanalisieren: "Ein jeder woass, dass des Göd ned auf der Wiesn woxt, und essn komas a ned aber brennan tuats guat. Aber hoazn dama n'Woazn, di Ruabn und den Kukuruz und wama lang so weidahoazn, brennt da Huat." Wenn "HvG" vom Leben singt, werden Stammtischsprüche aus oberösterreichischen Bauernwirtschaften zu beissender Gesellschaftskritik: "Druckn und ziahn, beten obar liagn, saufn, fressn, an Haufn vergessn. Obar so lang no die Musi spült, und der Kruag mit Biar si füt, obar so lang no die Musi spüt, und der Kriag mit Bluat si füt, bleima no a wengerl sitzn, und irgendwann dama juhezn." Mitreissend zelebriert von Goisern seine Lieder, ein Fest solls ja werden, das Konzert, und manches versteht der Hiesige vielleicht ohnehin nicht, mutmasst der Österreicher: "Guuglz es muan!" Man soll es nächstentags googeln, und dabei grinst er auf den Stockzähnen, weil er weiss, dass noch nicht alle oberösterreichischen Idiome ins globale Netzwerk vorgedrungen sind.

Es ist besser so

Vielleicht ist es besser so. Einst hatte "der Goiserer" Probleme in seiner Heimat mit seiner deutlichen Sprache, heute ist er ein Star im deutschsprechenden Raum. Einst war er verbissener Autodidakt, heute ist er ein Multiinstrumentalist, baut Musikstile wie die Volksmusik aus seinem Tal mühelos mit Walzer, Rock, Two Step und Blues zusammen. Einst war er ein zorniger junger Mann, dieses Jahr ist der gereifte Musiker 60 Jahre geworden. Sein Zorn durchwächst immer noch seine Lieder.

Doch er hat sich zum Guten gewandelt, er ist zum emotionalen, mitreissenden und mitzudenkenden Statement an eine kaputte Welt geworden: "Geh Herrgott, jez kauf mia an Mercedes-Benz, geh Herrgott, an Daimler und dann wari zfriedn!"