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Im März 1994 verließen Hubert von Goisern und die Alpinkatzen den deutschsprachige Raum um erst in Paris und dann in Amerika aufzutreten.

16/3/94 Frankreich - Torcy/ Paris Les Eurofolies Festival
18/3/94 USA - Austin/ Texas South by Southwest Festival
19/3/94 USA - Austin/ Texas South by Southwest Festival
22/3/94 USA - New York "The Cooler"-Club

Hubert und Heidi

Kleine Zeitung 24. März 1994

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern testete seine Lieder in New York. Den Amis gefallen die Alpinklänge, sie schlagen aber eine Namensänderung vor.

Geplant war "Hubert goes to Hollywood". An Arnold Schwarzenegger wurden Unterlagen und CDs von Hubert von Goisern und seinen Alpinkatzen verschickt, doch die steirische Eiche schwieg. Der erste Schritt über den deutschsprachigen Raum hinaus glückte dennoch. Nach Auftritten in Paris und Houston spielte Goisern Dienstag nacht sein erstes Konzert in New York.

Vor rund 200 Leuten im Szene Beisel "The Cooler" im Stadtteil Greenwich Village verwirklichte sich unser Alpen-Zappa einen langgehegten Traum - "in der Stadt der Städte zu spielen". Zwei Stunden lang bot er einen Querschnitt seiner Alben Aufgeigen statt niederschiassn und Omunduntn. Beim- Hiatamadl flippten auch die Amis aus. Goisern moderierte in perfektem Englisch und erklärte seine Themen.

Goisern zum Sprung über den großen Teich: "Das ist ein Versuchsballon, den wir gestartet haben. Dafür mußten wir selbst in die Tasche greifen, aber das war es wert. Es ist eine Experimentaltournee. Wir müssen noch ein paar Wochen abwarten, momentan klopft uns halt jeder auf die Schulter und meint: Great!"

"Völlig was anderes", waren sich die Zuhörer einig. Ein Problem ist nur die Aussprache des Namens. "Hubert von Goisern und die Alpinkatzen" ist ein Zungenbrecher. Vorschläge aus dem Publikum: Nur "Goisern", "The Alpine Cats" oder "Heidi".

Gerhard Nöhrer, New York

Juchazer in Manhattan

Kurier 25. März 1994

Seine Fangemeinde hat ihn in den letzten Jahren in unseren Breiten reich gemacht. Dienstag nacht geigte Omunduntn Gipfelstürmer Hubert von Goisern vor nur 150 Leuten auf. Wie zu seinen Anfangszeiten. Dafür aber im New Yorker Avantgarde-Club "Cooler". Hubert schwitzte seine Kilos in einem Kühlhaus ab. Denn das Kellerlokal "Cooler" befindet sich in einer von Unterwelt durchgezogenen Fleischwarenfabrikgegend im Südwesten Manhattans.

New York Korrespondentin Chris Weiss war dabei, als Hubert seine Juchizer-Philosophie in perfektem Englisch erklärte. Aber anfangs will keiner mitjodeln. Erst nach der Pause beim Hiatamadl – Hadern – kommen die ersten spitzen Beifallskreischer. Einer der 150 Stammgäste des Clubs bewegt sich rhythmisch zu Huberts Rockklängen. Von Goisern ist zufrieden: "Ich betrachte den Trip als Abenteuer. Habe das Gefühl, in der ganzen Welt zuhause zu sein. Weltmusik verbindet. Ich wurde hier nicht mit einem Lipizzaner oder einer Mozartkugel verwechselt. Musik kennt keine Sprachbarrieren – bei Mozart braucht man auch keine Übersetzung."

Eigentlich hätte auch Joe Zawinul, der vor drei Wochen in ein Loft nach New York übersiedelt ist, zum Goisern Konzert vorbeischauen sollen. Hat doch sein Sohn Erich den "Cooler" Gig in New York organisiert. Der große Jazzer spielte jedoch am selben Abend im legendären "Blue Note Seven" Club. Zum New York Einstand quasi. Und kam nicht zum Goiserer. Dafür pilgerten viele Auslandsösterreicher zum heimeligen Heimatabend.

416 W., 14th Street: Alpinkatzen geigen auf in New York

Salzburger Nachrichten 26. März 1994

Hubert von Goisern beim Alamo

New York. "Lederhosenrock" versprach das Plakat. "A new brand of Yodelling comes to New York", verkündigt die Plattenfirma BMG. Hubert von Goisern und die Original Alpinkatzen in Amerika. Um genauer zu sein: In New York, Manhattan, 416 West, 14th Street - irgendwo zwischen Chelsea und Greenwich Village: "The Cooler" heißt der Club, in dem die "Anarchisten der volksmusikalischen Szene Österreichs" (Hubert) dieser Tage vor rund 200 Leuten - darunter viele Deutschsprachige - aufspielten.

Die Reaktionen des Publikums in dieser Reihenfolge: leichtes Misstrauen ("What's this?"), sanftes Erstaunen ("Very interesting"), genaues Hinhören ("WOW!"), fröhliches Grinsen ("It's fun'), heftige Begeisterung ("That's just fantastic!").

"Jetzt fahrts ein, die Nervosität", hatte der Goiserer noch wenige Stunden vor dem Auftritt spät abends gemeint. Auf der Bühne war nichts mehr zu bemerken. Die Alpinkatzen geigten auf und holzten ab.

Hubert von Goisern schaffte es, seinen zwischen den Nummern präsentieren Wortwitz auch auf englisch herüberzubringen. Je später es wurde, desto heißer die Stimmung. "Wirklich aufregend!" fanden es drei bärtige Fans in Lederjacken. Sie hörten die Truppe bereits zum zweiten Mal. Waren schon beim Konzert in Austin/Texas dabeigewesen. Zum Schluß gab's standing ovations und vokale Zugaben. "Feels like in a church!" meinte ein New Yorker.

Alpinkatzen

Was war es nun? "Alpine Grunge", beschrieb es jemand. Ein anderer fand sich an schottische Band aus den frühen achtziger Jahren erinnert. "Blues und Rock n Roll mit Traditions-Mix" hörte ein Dritter.

Der Goiserer selbst erkannte in den Ami-Reaktionen Ähnlichkeiten mit jenen der Österreicher. Auch hierzulande war ein "Was soi denn des sei?" erste Rückmeldung. Niemand wusste so recht, welche Schublade jetzt zuständig sein sollte.

Die Missions-Botschaft der Alpinkatzen war bereits vor dem Konzert über den Äther gekommen. Der Kultursender "WBAI" hatte zum Interview gebeten. Worunter auch ein paar Kostproben alpinen Gesangs zu verstehen waren. Im Gespräch mit Moderator Matthew Finch räumte Hubert mit dem Volksmusikanten-Klischee "jodelnder Gebirgs-Blödel" auf. Es sei ein Sakrileg gewesen, die seit Jahrzehnten unveränderte und einst von den Rechten besetzt gewesenen Kulturtradition Österreichs anzurühren, erzählt er. Eine Menge Intellektueller hätten Volksmusik mit dumpfen Nationalismus gleichgesetzt. Bierseligkeit und Gegröle, das sei auf dem Etikett gestanden.

Sabine Kapfinger und Hubert von Goisern

Dem setzt der Goiserer - übrigens Fan von Formationen wie dem Pongauer Viergesang - einen Grundsatz gegenüber: "Fürs Jodeln brauch ma uns net schämen. Des is a Kunstform!" "Wia a Traum" erschien ihm der Auftritt in New York, der "City der Türme und Schiffsmasten" (Walt Whitmann), der "wunderbaren Katastrophe" (Le Corbusier). Manhattan ist en von Millionen bevölkertes Chaos aus Stein, Glas und Asphalt. Es ist der Stadtteil der Junkies und der Mafia, der Börse und des Broadway, des Jazz und des Rap. Woody Allen wohnt dort und Madonna, Robert de Niro, Tom Wolfe und Cher. Und jetzt mittendrin die mit dem Hiatamadl? Korrekt.

"Da schaut da Kuckuck stad!" meinte Sabine Kapfinger, 20, - von Beruf "Singer and Yodler" mit abgeschlossener Friseurlehre, einst im Walchsee Seerosen Trio tätig. "A Stadt, aus der du z'Fuaß nimma außikummst", kommentierte der Goiserer trocken. Trotzdem, wer auf die Story von den baff gaffenden Gebirglern in der großen weiten Welt hofft, hofft vergebens. Eine gewisse Respektlosigkeit gilt als urbane Tugend. Das Image der Band mag urig sein, ihr Englisch ist es nicht. Die Truppe ist nicht erst gestern von den Bergen gestiegen.

Hubert von Goisern

Reinhard Stranzinger, 33 - der Mann dem das US-Branchenmagazin "Billboard" die "heavy rock guitar" zuordnete - trampte einst durch Europa, endete in München, wo er sich u. a. als gelernter Zimmermann mit dem Schnitzen von Marienstatuen über Wasser hielt. Schlagzeuger Wolfgang Maier, 33, wiederum absolvierte ein selbstverordnetes Musik-Studienprogamm in Marokko, tingelte einige Jahre lang mit einer Bierzelttruppe durch Kanada und Europa. Im Repertoire: Alles von Oktoberfest bis Kasatschok. Auch Hubert Achleitner vulgo "von Goisern" blickt auf Reisejahre zurück. Auf den Philippinen erstaunte er das Publikum mit der Fertigkeit des Nasenflöte-Spielens. Und Keyboarder Stefan Engel, 27, gelernter Pianist und Punkrocker, entleerte einst mit seiner Band Mozart Mix 6 ein Jazzfestival in Budapest.

"Jetzt sind wir also wirklich da in New York und es geht dahin!" Der das mit gelinder Verblüffung sagt, ist Erich Zawinul, 28, Sohn des seit langem in den USA arrivierten Jazzers Joe Zawinul. Der Junior hatte die Geschichte mit Manhattan eingefädelt. Die Bekanntschaft mit einem der Techniker der Alpinkatzen gab den Anstoß: "Wir spielen in Texas, könntest du nicht was in New York checken?" Zawinul konnte.

Der Produzent der Alpinkatzen sprang auf. "Das is so bekloppt, das müssen wir probieren", betonte der geborene Kölner Heinz Henn, Führungsmann in der "Bertelsmann Music Group" (BMG). Die Exoten aus Übersee hatten soeben den 42. Stock des mächtigen BMG-Gebäudes am Broadway erklommen. Und dem Manager des Musikgiganten kurzerhand eines aufgespielt.

"Etwas wirklich Einzigartiges", so fasst es Richard Zwertz von der Plattenfirma Arista während des "Cooler" Auftrittes zusammen: "Traditionelles neu gemacht, alle freuen sich." Und: "It's great entertainment".

Martin Stricker

Goisern goes U. S. A.

Live 1994

Hubert von Goisern war ein gutes Dutzend Mal auf dem Dachstein und auf dem Großglockner. Doch auf die Expedition, die er im März mit seinen Alpinkatzen durchführte, konnte er sich in den Alpen nicht vorbereiten: Sein Aufbruch zum Gipfel des Pop - nach Amerika. Live in Concert. Das Tagebuch einer Erstbegehung.

Hubert von Goisern

Falco hatte es geschafft: mit Amadeus war er Nr. 1 in den US-Billboard-Charts. Auch Edelweiß, die Bingo Boys und Opus plazierten die eine oder andere Nummer in den amerikanischen Hitparaden. Der gemeinsame Faktor aller bisher in den USA erfolgreichen Österreicher: Ihre Musik hat internationalen Sound, könnte in Wien genauso wie in London oder in New York aufgenommen worden sein.

Jetzt will es einer wissen, der sein gesamtes Potential aus dem kulturellen Erbe österreichischer Tradition schöpft: Hubert von Goisern mit seinen Original-Alpinkatzen. Größter Hit bislang: Koa Hiatamadl. Plattenverkauf bisher: 15.000 vom ersten Album Alpine Lawine. 400.000 vom Erfolgsalbum Aufgeigen statt niederschiaßen, (fast Vierfach-Platin in Österreich). Bereits 100.000 von der neuen CD Omunduntn in nur 14 Tagen. Marschrichtung: vorwärts.

Jetzt wagt die Neue Volksmusik das Abenteuer. Paris, Texas und New York - die drei Stationen der alpinen Expedition ohne Seil. Die Ziehharmonika als Handgepäck. Eine kleine, mitteleuropäische, traditionell mit Minderwertigkeitskomplexen behaftete Kultur stellt sich.

HvG in New York

Hage Hein, der Manager der Alpinkatzen aus München, hatte ohne Unterstützung der Plattenfirma ("Die haben nach dem Motto 'Fliegt's, wenn's wollt's, wir werden's nicht verhindern' reagiert") die Konzerte organisiert und den Trip aufgestellt. Der dreifaltige Zweck der Reise mit insgesamt zehn Flügen und 25.000 zurückzulegenden Kilometern: erstens, als Primärstufe einer eventuellen Auslandskarriere auszuloten, ob außerhalb des älplerischen Kulturraums überhaupt eine minimale Akzeptanz von Liedern wie Koa Hiatamadl oder Oben und unten registriert werden kann; zweitens, eine einzigartige Lebenserfahrung zu machen; und drittens, möglichst viel Spaß zu haben.

Ein teurer Spaß in jedem Fall. Das Abenteuer kostet eine glatte Schilling-Viertelmillion. Die Hälfte davon finanziert sich durch die bezahlten Gagen und durch einen Zuschuß des Österreichischen Kulturinstitutes in New York. Ein Viertel zahlt schließlich die österreichische Goisern-Plattenfirma als Vergütung für die durch die Fernreise erfolgte Medienpräsenz in der Heimat.

Der Rest rund 10.000 Mark - bleibt als Minus auf Hage Heins Konto. Als Option für eine eventuelle globale Zukunft des alpinen Klangerlebnisses. Goisern und seine vier Alpinkatzen spielen umsonst, bekommen lediglich ein kleines Taschengeld ausgezahlt.

Paris. Auftritt beim "Eurofolies"-Festival, das diverse Exoten-Gruppen in Vortorte-Clubs aufspielen läßt. Die Plakate hängen in ganz Paris. "Goisen", ohne "r", steht auf dem Zettel, der an der Garderobentür hängt. Die Garderobe: ein umgewidmeter Gang. Es ist eng im Club Lino Ventura in Torcy bei Paris. Thomas Boulais von Radio France Inter stellt erstaunte Interviewfragen ("Gibt es eine Rockszene in Österreich? Bekommen Sie Subventionen?"), die stellvertretende Botschafterin Helene Lamesch entbietet, etwas geniert, herzliche Grüße der Nation. Das Konzert (rund 250 Franzosen bei freiem Eintritt) dauert nur 12 Minuten oder drei Lieder. Es ist Teil einer streng getimten Live-Radiosendung (die später über Kurzwelle auch noch weltweit ausgestrahlt wird).

HvG - USA

Die Publikumsreaktion: Ein paar Punks toben sich vor der Bühne aus, die dezenteren Franzosen fordern mit "Plus plus plus"-Sprechchören (vergeblich). Zugaben. Kontakte für weitere Auftrittsmöglichkeiten im Herbst werden geschlossen.

Vom europäischen Spätwinter in den amerikanischen Frühsommer. Texas. Gluthitze. Nach 2.5 Stunden im Flugzeug gibt es im Hotel keine Zimmer mehr. Um 4 Uhr ist man endlich in der erquickenden Horizontalen.

Acht Stunden später: Sightseeing in San Antonio. Ein deutsches Kamerateam, das die Reise begleitet, tritt dem alpinen Meister auf die Fersen. Mit dem Auto Weiterfahrt nach Austin, Hauptstadt von Texas und des amerikanischen Musik-Nachwuchses: Auf der berühmten 6. Straße buhlen allabendlich etwa 100 Rock-Clubs mit Live-Bands um das vor den Türen flanierende, potentielle Publikum.

An diesem Wochenende ist die Lage verschärft: Im Rahmen eines viertägigen Festivals mit angeschlossener Musikmesse, "South by Southwest", entwickeln 450 Gruppen aus aller Weit ein babylonisches Allerlei der Klänge. In einer Messehalle absolvieren die Alpinkatzen mittags ein Unplugged-Konzert, bevor am Abend der "richtige" Auftritt stattfinden soll. Der geplante Soundcheck im "Santa Fé"-Club scheitert: die bestellte Ausrüstung steht nicht auf der Bühne...

Hubert von Goisern - USA

Knapp vor 24 Uhr: Das ''Santa Fe" ist voll, draußen stehen noch immer 50 Alpinkatzen-willige Amis. Schräg gegenüber, im "Catfish", haben soeben die Seven-Ages aus Wiener Neustadt mit ihrer ethno-orientierten Musik begeistert. Jetzt stehen sie bei Goisern in der ersten Reihe. Rotweißrote Solidarität.

Es klappt auch ohne Soundcheck. Und: Die Amerikaner sind mehr als angetan. Terrific, incredible, funny, great show, unique - so die Kommentare. Eines ist schon fix: Der nächste New-York-Trip Aussichten auf eine Karriere in Amerika? "Ja, als Randprogramm", kommentiert ein Fachjournalist. New York. Die Expedition ist zur Karawane geworden. Der ORF, das deutsche Fernsehen und mehrere österreichische Tageszeitungen folgen dem Meister durch den Wilden Osten.

Hubert von Goisern

Beim New Yorker Vice Senior President der bislang auf Abwarten taktierenden Goisern-Plattenfirma BMG Ariola, dem Kölner Heinz Henn (der Präsident ist ein Kärntner, aber leider gerade im Ausland), wird acapella aufgespielt. Henn weicht der Frage des Goisern-Managers, wie es denn nun mit einer Veröffentlichung in den USA stehe, geschickt aus: "ihr müßt weitertun, auf eure Herkunft nicht vergessen, euch nicht dreinreden lassen. Dann ist alles möglich."

Eine Viertelstunde weiter, bei WBAI 95.5 FM, kommt es zum Radio-Interview. Und dann, am Abend, zum Auftritt. "The Cooler" heißt der Club in der 14. Straße. Irgendwie erinnert er an ein modernes Wiener U4. Erich Zawinul, der Sohn des austro-amerikanischen Jazzgiganten Joe Zawinul, hat das Konzert organisiert. Rund 60 Gäste zahlen für den ihnen völlig unbekannten Goisern Eintritt, die anderen 150 sind Geladene aus der Medienbranche: New York Times, New York Post, Village Voice und Kollegen aus Ländern wie Brasilien, Israel, Italien und Deutschland sind gekommen. Das österreichische Kulturinstitut ist als Sponsor anwesend.

Goisern, schon den ganzen Tag hypernervös, zieht alle Register. Und überzeugt. Drei Zugaben, die letzte lang nach 1 Uhr nachts, nach über zwei Stunden Livemusik, sind notwendig. Während etliche in New York lebende Auslandsösterreicher zu unserem Hubert Schulterklopfen gehen, sieht sich Manager Hein nach Kontakten um. "Geben sie mir die Truppe einen Tag, ich mache sie berühmt", bietet ein US-Manager an. Ein anderer veranschlagt dafür drei Tage.

Ein Abenteuer geht zu Ende, und Zeit zum Reflektieren gibt es erst später: Drei Stunden nach ihrer Ankunft in Europa stehen die Alpinkatzen schon wieder vor deutschen Fernsehkameras. Hubert von Goiserns erste Bilanz: "Mein Bewußtsein wurde gestärkt. Wir haben erfahren, daß auch in anderen Ländern nur mit Wasser gekocht wird und daß das, was wir machen, durchaus neben das gestellt werden kann, was andere machen. Man muß abwarten, was von der Euphorie, die bei den Amerikanern nach den Konzerten geherrscht hat, übrigbleibt."

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