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HUBERT VON GOISERN
Hubert von Goisern
Foto: © Elli Christl
Der Musiker, den so viele Leute als Hubert von Goisern kennen, wurde am 17. November 1952 in der österreichischen Stadt Bad Goisern im Salzkammergut als Hubert Achleitner geboren. Musik wurde bald sehr wichtig für Hubert und mit 5 Jahren erklärte er seinen Eltern, dass er Dirigent werden will. Da Musik-Unterricht zu teuer war, trat er in die örtliche Blaskapelle ein. Hier hatte er sein erstes Instrument gelernt: die Trompete. Jedoch trotz der Tatsache, dass er zu jeder Probe ging, hatte Hubert die Nase voll, seine Meinung über das Repertoire der Band nicht äußern zu können. Der Kapellmeister nahm auch Anstoß an Huberts langen Haaren und so kam es, dass Hubert die Band verlassen musste. Die größte Härte war, dass er auch seine Trompete zurückgeben musste.

Später studierte Hubert klassische Gitarre und kaufte sich selbst ein E-Gitarre. Zu proben war aber schwer, da sein lautes Spiel die Kurgäste störte. Sie hatten etwas mehr Ruhe gesucht, als es Huberts Gitarre erlaubte. Sein Großvater machte Hubert mit der Ziehharmonika bekannt, als er später von seinen Reisen zurückkehrte. Zuerst hatte er sich geweigert und wollte mit dem Instrument nichts zu tun haben. Eines Nachts nahm er das Instrument aber in die Hand und begann zu spielen, entschlossen, dass er etwas Neues dem traditionellen Instrument entlocken würde. Hubert hat sich die meisten Instrumente, die man ihn spielen sieht, selbst gelernt, außer einigem Unterricht für Gitarre, Trompete und Klarinette. Seine Reisen durch die Welt haben ihm auch die Möglichkeit gegeben, mit verschiedenen Instrumenten in Kontakt zu kommen.

Als Hubert seine Zwanzingerjahre erreichte, entschied er, dass er endlich zu viel hatte von der Autorität in Österreich; seine Heimat wurde einfach zu eng für ihn. Er wanderte mit seiner Freundin nach Südafrika aus und arbeitete dort als Chemielaborant. Nach dreieinhalb Jahren wurde die Rassentrennung für Hubert zu schwer, obwohl er selbst versuchte zu kämpfen und rassengemischte Wettkämpfe veranstaltete. Er kehrte heim, und als er wieder in Österreich war, lernte er eine Kanadierin kennen, die nur Augen für ihn hatte. Sie heirateten und er zog mit ihr nach Toronto. Er nahm auch einfachheitshalber ihren Familienname, Sullivan, an.

Im Alter von 30 Jahren entschied sich Hubert bewusst: er wollte Musiker werden. Wenn er mit 40 Jahren immer noch nicht geschafft hatte, eine Karriere daraus zu machen, würde er mit der Musik wieder aufhören und etwas anderes versuchen. Seine Frau fühlte sich nicht besonders wohl mit dieser Entscheidung und seine Eltern mussten ihre Hoffnungen, ihr Sohn würde später einmal Arzt werden, begraben. Für zwei Jahre studierte Hubert Musik in Toronto und nahm Flamenco-Gitarre- Unterricht. Als seine Beziehung mit seiner Frau zu Ende ging, unternahm Hubert erneut eine Reise und landete diesmal auf den Philippinen. Dort wohnte er eine Zeitlang bei Kopfjägern und nutzte die Gelegenheit, unterschiedliche aus Bambu gemachte Instrumente, z.B. die Nasenflöte, spielen zu lernen. Er lernte den Filipinos seine österreichischen Volkslieder und sie wiederum haben ihm ihre Lieder nahegebracht. Dort bemerkte er, daß es vielleicht ein Weg sein könnte, seine eigene heimische, musikalische Tradition zu finden.

1984 kehrte Hubert nach Österreich zurück, wo er Elektroakustik sowie experimentelle Musik bei der Wiener Musikhochschule studierte. Er arbeitete auch als freier Musiker und Komponist und zwei Jahre später lernte er den Musiker Wolfgang Staribacher im Roten Engel-Musikclub kennen. Sie traten gemeinsam auf und ein Jahr später wurde Solide Alm geschrieben. Sie gründeten zusammen die Alpinkatzen. Damals hatte Hubert auch seinen Künstlernamen, Hubert von Goisern, angenommen. Es war einfach, als er die Vorstellung auf der Bühne machte: sein Partner war der Wolfgang von Wien und er selbst war der Hubert von Goisern. Sie spielten in unterschiedlichsten Lokalen und Clubs, ein Manager einer Plattenfirma hatte sie dann endlich entdeckt und dem Duo einen Vertrag angeboten.

Obwohl der Erfolg nicht in Aussicht stand und Wolfgang und Hubert manchmal vor einem Publikum von nur fünf Leuten spielten, nahmen sie ihr erstes Album Alpine Lawine auf. Leider war es kein großer Erfolg. Die Arbeit an dem zweiten Album wurde begonnen und die beide Musiker nahmen auch an der Watzmann-Tour teil, während derer spielten sie ein Lied aus dem bevorstehenden Album: Koa Hiatamadl.

Nach Uneinigkeiten gingen Hubert von Goisern und Wolfgang Staribacher getrennte Wege. Jedoch wollte Hubert mit dem Alpinkatzen-Projekt weiter arbeiten und suchte jetzt eine neue Band. Sein Tontechniker Wolfgang Spannberger machte ihn mit dem Keyboarder Stefan Engel und Schlagzeuger Wolfgang Maier bekannt. Gitarrist Reinhard Stranzinger stellte sich selbst vor, nachdem sich bei seinem eigenen Musik-Projekt Probleme abzeichneten. Nur eine Sängerin fehlte noch.

Huberts Nachbarin wußte von seiner Suche nach einer Sängerin und gab ihm von ihrer Nichte eine Aufnahme von dem Walchsee Seerosen Trio. Die Nichte war Sabine Kapfinger und somit war die Alpinkatzen-Band komplett. Sie war bei Hubert zuerst als Studiosängerin dabei, dann mit 18 Jahren mit ihm auf der Bühne. Sabine brachte auch ein wichtiges Element der traditionellen österreichischen Volksmusik mit: das Jodeln. Hubert lernte von Sabine, er hörte sich ihr Jodeln auf seinem Walkman an und übte auf einer Autobahnbrücke, wo niemand ihn hören konnte.

Das zweite Album Aufgeigen stått niederschiassen wurde 1992 veröffentlicht. Dieses Album enthielt einige von Huberts bekanntesten Liedern: Heast as nit, Weit, weit weg und Koa Hiatamadl. Die Rundfunksender haben dieses letzte Lied aufgegriffen und ständig gespielt - und plötzlich waren Hubert von Goisern und die Alpinkatzen in der Hitparade.

Die Nachfrage, Hubert von Goisern und die Band auf der Bühne zu sehen, war gestiegen. Statt vor einem Publikum von fünfzig Leuten, spielten sie nun vor fünftausend Personen. Mit perfektem Timing hatte Hubert es geschafft: am Vorabend seines 40. Geburtstages wurde Aufgeigen statt niederschiassen mit Gold ausgezeichnet. Er lud die Presse und Offiziellen der Plattenfirma zur Präsentation auf den Dachsteingipfel - ein 3004m hoher österreichischer Berg.

Februar 1994 folgte das nächste Album, Omunduntn, das kaum ein Monat später mit Platin ausgezeichnet wurde. Das Album wurde von Das Video begleitet. Der Film dokumentierte die Reisen der Band nach Frankreich zum "Les Eurofolies Festival" sowie nach Amerika, um in Austin/Texas zu spielen. Obwohl viele im Publikum vielleicht nur wenig von den Texten verstanden, wurde die Musik begeistert empfangen. Nach Standing Ovations und Zugaben in Austin flog die Band nach New York weiter, um dort in einem Club zu spielen, bevor sie wieder nach Österreich zurückkehrte.

Es gab allerdings keine Ruhezeit. Hubert und die Band machten mit der Omunduntn-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz weiter. Jedoch wurde bald bekannt, dass diese Tour die Letzte sein würde und Hubert von Goisern am 1. November 1994 sein letztes Konzert spielen wird. Eines der letzten Konzerte im Münchner Circus Krone wurde als der Film Wia die Zeit vergeht für die Nachwelt aufgenommen. Er wurde am 1. Juli 1995 beim Münchner Film-Festival präsentiert. Im selben Jahr wurde die Live-CD von der Omunduntn-Tour veröffentlicht: auch Wia die Zeit vergeht genannt.

Obwohl eine Ära für Hubert endete, war er keineswegs untätig. Gemeinsam mit seinem Freund Klaus Höller, der als Schneider arbeitete, hat er zwei Mode-Kollektionen entworfen, die vom Modehaus Meindl hergestellt wurden. Ebenso gab er sein Schauspieldebut in dem Fernsehfilm Hölleisengretl. Er spielte eine der Hauptrollen als Matthias, der böse Ehemann der buckligen Gretl (Martina Gedeck).

Ursprünglich wünschte Regisseur Josef Vilsmaier, daß Hubert von Goisern in seinem nächsten Film, Schlafes Bruder, die Hauptrolle des Elias spielt. Durch die Zeit-Beschränkungen der letzten Tour konnte er allerdings diese Rolle nicht annehmen. Stattdessen schrieb er die Filmmusik zusammen mit Norbert J. Schneider und arbeitete dafür zwei Nächte im Dom zu Salzburg mit Musiker Harald Fellner an der großen Orgel. Einige weitere Soundtracks wurden geschrieben, darunter auch eine Zusammenarbeit mit den Kindern vom Leoganger Kinder-Kulturprogramm zusammen, um den Soundtrack zu dem Kinderfilm Ein Rucksack voller Lügen zu schreiben.

Tseten Zöchbauer, Obfrau der Organisation "Save Tibet" fragte im März 1996, ob Hubert eine Tour von tibetischen Künstlern des Tibetan Institute of Performing Arts (TIPA) durch Österreich unterstützen würde. Unter der Bedingung, daß er die Tour auch präsentieren wird, sagte er zu. Da sein Interesse für Tibet und das tibetische Volk geweckt wurde, fragte er Tseten, die ihre Heimat verließ als sie zwei Jahre alt war, ob sie ihn auf eine Reise nach Tibet begleiten würde.

Sie verbrachten sechs Wochen in Tibet und Hubert stellte bald fest, daß all die Geschichten der Unterdrückung in Tibet leider der Wahrheit entsprachen: es gab keine Freiheit. Die Reise ließ viele Impressionen hinter sich und es gab viele Geschichte zu erzählen. Für Hubert war Musik aber schon immer sein natürlichstes Ausdrucksmittel und die Idee war schon da, frischen Wind in die tibetischen Volkslieder zu bringen.

Hubert trat noch eine andere Reise an - diesmal nach Dharamsala. Bei einer Audienz mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama, bat Hubert um die Genehmigung, alte tibetische Lieder zu bearbeiten. Die Antwort: Hubert und die im Exil lebende tibetischen Musiker sollen mit der Musik machen, was sie wollen. Die ersten Aufnahmen wurden in Huberts mobilem Tonstudio in Indien gemacht und danach lud er vier der Künstler - Pasang Lhamo, Sherab Wangmo, Jamjang Chönden und Sonam Püntsok - nach Salzburg ein. Das Resultat der entstandenen Aufnahmen war die CD Inexil.

Es war während der Abmischung von Wia die Zeit vergeht, als Hubert von Goisern Jane Goodall, die britische Schimpansenforscherin, zum ersten Mal traf. Ihr gemeinsamer Freund, Verleger Michael Neugebauer, hat beide eines abends in Bad Goisern bekannt gemacht. Hubert war von Janes Geschichten über Afrika begeistert und sie unterhielten sich stundenlang. Jane hatte Hubert in den National Park Gombe in Tansania eingeladen und Anfang 1996 reiste Hubert zum ersten Mal nach Ostafrika. Er entwickelte die Idee einer Dokumentation über Janes Arbeit. Von Goisern nach Gombe war das Resultat und der Soundtrack des Films wurde 1998 auf dem Gombe-Album veröffentlicht.

Im Sommer 1999 erwachte in Hubert von Goisern der Wunsch, wieder etwas zu komponieren. Er begann im Oktober und komponierte den Winter hindurch. Zusammen mit seiner neuen Band ging er im Sommer 2000 ins Studio. Am 6. November 2000 war es endlich soweit: nach sechs Jahren konnten seine Fans nun wieder eine neue CD mit dem Titel Fön in die Hände bekommen - Huberts sehr erfolgreiches Comeback-Album.

Nur vier Monate später, im März 2001, veröffentlichte Hubert von Goisern noch ein Album. Mit Trad wurde Huberts langjähriger Traum, eine Sammlung österreichischer Volkslieder aufzunehmen bzw. zu veröffentlichen, erfüllt. Zusammen mit den Fön-Kompositionen, bildete diese Lieder das Programm der sehr erfolgreichen Tour, die im Frühling 2001 begann.

Im Mai 2001 wurde Hubert mit dem Amadeus Austrian Music Award für "Best National Artist Rock/Pop" ausgezeichnet. In seiner Dankesrede kritisierte Hubert die österreichische Musikbranche und Radiosender bezüglich ihrer mangelnden Unterstützung für österreichische Künstler. Am nächste Tag berichteten viele Zeitungen über seine Rede und es stellte sich heraus, daß der ORF seine Kritik um einige Passagen für die Fernsehsendung gekürzt hatte.

Mit einigen neuen Musikern dabei reiste Hubert im März 2002 nach Ägypten, wo er vor 15.000 Leute in Assiut auftrat. Er stand mit Ägyptens populärstem Star, Mohamed Mounir, gemeinsam auf der Bühne und spielte mit ihm zusammen ein Duett - der Beginn einer tiefen Freundschaft. Nach dem Aufenthalt in Ägypten tourten Hubert und seine Band drei Wochen zusammen durch Westafrika. Sie spielten Konzerte und lernten dort die lokalen Musiker kennen.

Wieder zuhause verbrachten Hubert von Goisern und seine Band den Sommer auf Tour und traten auch beim KöniXXtreffen – die große 20. Geburtstag-Party für Virgin Deutschland - in München auf.  Hubert von Goisern veröffentlichte nach acht Jahren auch seine erste Single, Poika. Die bildete den Auftakt zum neuen Album, Iwasig, das am 16. September veröffentlicht wurde und große Anerkennung fand.

Nach einer Hallen-Tour im Winter versammelte Hubert seine Musiker um sich, um die Aufnahmen für Trad II zu beginnen. Sie mieden das normale Studio in der Stadt und ließen stattdessen die Studio-Ausrüstung nach oben in das leerstehende Berghotel auf den 2100m hoch gelegenen Krippenstein bringen.

Im Februar 2003 bekam Hubert von Goisern seine dritte Amadeus Award-Nominierung. Ein Jahr zuvor gewann er den Preis für Trad, diesmal wurde er als "Künstler Pop/Rock National" für Iwasig vorgeschlagen. Aus Protest gegen die fortdauernde Vernachlässigung österreichischer Künstler der heimischen Medien blieb Hubert jedoch der Veranstaltung fern.

Nach Konzerten in Sarajevo und Kap Verde, wo Hubert von Goisern und seine Band vor rund 90.000 Leute spielten, hatte die Tour im Sommer 2003 auch noch etwas ganz Besonderes für Musikliebhaber: für drei Wochen waren Mohamed Mounir und seine Band zusammen mit Hubert von Goisern und seinen Musikern unterwegs. Die Konzerte schlossen einzelne Auftritte beider Künstlern sowie zwei großartige gemeinsame Sets ein. Jedes Konzert endete mit Madad, Mohamed Mounirs Lied für den Frieden. Dieses eindrucksvolle Beispiel des kulturellen Austausches wurde von Fans und Presse mit offenem Herzen und Aufgeschlossenheit aufgenommen. Viele begeisterte Kritiken wurden im ganzen deutschsprachigen Raum veröffentlicht.

Im Oktober lud Hubert seine Kollegen und Journalisten auf den Krippenstein ein, um dort die neue Trad II CD zu präsentieren. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete Hubert von Goisern als "Best Artist" und danach kam das Jahr 2003 mit der Ausstrahlung von dem Film Hubert von Goisern Trad II zu Ende. Dieser Film beinhaltete acht Trad II-Lieder, die Hubert von Goisern auf einer Reise durch seine Heimat, das Salzkammergut, begleiteten.

Das erste Vierteljahr 2004 war ein gutes Zeichen für den Rest des Jahres: Huberts Heimatort Bad Goisern ehrte ihn mit einer Ehrenbürgerschaft. Die nächste Ehre war eine Sondermarke: Hubert von Goisern zierte eine 0,55-Euro-Sonderbriefmarke. Eine Auflage von 10.000 Stück war innerhalb von 5 Tagen in Bad Goisern ausverkauft. Eine zweite Auflage mit einem etwas anderen Design folgte. Die Trad II-Tour war sehr erfolgreich und verzeichnete ausverkaufte Hallen. Die Tour wurde bis zum Winter fortgesetzt.

Im Januar 2005 nahm Hubert von Goisern seine Band nach Mali mit, um beim Festival au Désert aufzutreten. Außerdem spielten sie zusammen mit dem Balafon-Virtuosen Kele Tigi im Akwaba-Club in Bamako. Die Musiker wurden auf ihrer Reise von einem Kamera-Team begleitet und daraus ist der 45-minütige Film Warten auf Timbuktu entstanden, der im Oktober 2005 zusammen mit der Live-CD der Trad II-Tour in dem Doppelpack Ausland veröffentlicht wurde.

Obwohl er ankündigte, dass er für ein paar Jahren nicht auf Tournee gehen wird, beschäftigte sich Hubert von Goisern dennoch mit Musik. Im Mai stellte er seine Klanginstallation in den Dachsteineishöhlen vor und komponierte im Sommer 2005 die neue Vereinshymne für die "Red Bull Salzburg"-Fußballmannschaft.

Nachdem sein populäres Lied Heast as nit bei einer FPÖ-Veranstaltung April 2006 in Tirol gespielt wurde, veröffentlichte Hubert von Goisern einen offenen Brief an den Obmann der Partei, HC Strache, in dem er ihn um keine weitere Verwendung seiner Musik bittet und schrieb: "Ich stehe für eine offene, tolerante Gesellschaft, für den Abbau der Ängste vor dem Fremden und Neuen, und nicht das Schüren derselben. Ich stehe dafür, den Veränderungen ins Auge zu schauen und nach vorne zu blicken, nicht für den Versuch die Zeit aufzuhalten oder gar zurückzudrehen, das ist der Inhalt von Heast as nit..."

Juli 2007 wurde die Doppel-CD Derweil veröffentlicht, eine Zusammenstellung von 34 der besten Lieder aus Huberts Karriere vom Anfang bis jetzt. Die Lieder wurden von Hubert selbst ausgewählt. Alle seine musikalischen Entwicklungen sind repräsentiert und als Besonderheit sind etliche Neumischungen sowie ein bisher unveröffentlichtes Lied mit Mohamed Mounir auf dem Album zu finden.

Im Herbst 2006 stellte Hubert von Goisern sein bis jetzt größtes Projekt vor: die Linz Europa Tour 2007-2009. Ab dem Sommer 2007 würde er für drei Jahre mit einem zur Bühne umgebauten Frachtschiff auf den Strömen Europas unterwegs sein. Im ersten Jahr des Projekts erkundeten Hubert und seine Band den Osten und nahmen auf ihrer Reise bis zum Schwarzmeerdelta Musikanten an Bord, die mit ihnen spielten, probten und in mehr als 20 Häfen Konzerte gaben.

Bevor er wieder auf Tournee im Sommer 2008 ging, veröffentlichte Hubert von Goisern seine langerwartete neue Studio-CD: S'Nix. Das Album schaffte es auf Platz 2 in den österreichischen Charts und wurde von der Kritik gefeiert. Die neuen Lieder gehörten auch zum Programm der zweiten Etappe der Linz Europa Tour, als Hubert und seine Band gen Westen von Linz zur Nordsee und wieder zurück schipperten. Noch einmal spielten sie unterwegs viele Konzerte mit lokalen Musikern.

Das große Finale der Linz Europa Tour fand im Juli 2009 in Form eines dreitägigen Festivals in der Kulturhaupstadt Europas Linz statt. Künstler von den Ost- und West-Tourneen traten mit Hubert von Goisern und seiner Band auf, um die wunderbare musikalische Vielfalt, die Europa besitzt, zu erkunden.

Während der Zeit auf seinem Konzertschiff führte Hubert von Goisern ein Tagebuch. Er schrieb über die Abenteuer, Herausforderungen sowie Freuden der Tour. Diese Geschichte wurden Stromlinien: Ein Logbuch, Huberts Debüt als Autor, das im Mai 2010 erschien.

Sarah Marchant
© www.hubertvongoisern.com

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