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HUBERT VON GOISERN UND "BIBELWELT"
Die Heilige Schrift als Erlebnispark

PNP 6. Februar 2007

In Salzburg soll eine "Bibelwelt" dem modernen Menschen die Religion mit modernen Mitteln nahe bringen - Eröffnung 2010 geplant

Bibelwelt

Schminke, Schleudersitze, Rutschen in ungeahnte Tiefen und Tretboote. Das klingt nach Erlebnispark und Geisterbahn. Und eine gewisse Portion von alledem ist auch dabei in dem Projekt "Bibelwelt", das in Salzburg ein Bibel-Erlebnishaus errichten will.

Die Grundidee des Projektes, das gestern auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, ist schnell auf den Punkt gebracht: Die Kirche hat enorm an Bedeutung verloren, die Wurzeln der abendländischen Kultur in der Bibel sind verschütt gegangen. Stattdessen stehen heute das Erlebnis und die Unterhaltung an erster Stelle. So sehen es zumindest die Initiatoren des Projekts. "Wir wollen die Grundlagen unserer Kultur wieder lebendig machen und das auf eine Art und Weise, die der heutigen Zeit angemessen ist", sagt Projektleiter Pfarrer Heinrich Wagner. Das heißt: Die Bibel soll erlebbar werden - mit Haut und Haar. Der Besucher soll die Unterdrückung der Sklaverei erahnen können, den Geschmack von Hirsebrei selbst auf der Zunge haben, sich durch schmale dunkle Gassen des Todes und der Furcht quälen, um zum Licht und zur Hoffnung zu gelangen. Dabei verfolge das Erlebnishaus kein missionarisches Ziel. Der Besucher solle nicht das Gefühl haben, man wolle ihm etwas aufzwingen, vielmehr will mal ihn faszinieren mit den Geschichten der Bibel.

Ein Zeichen der offenen Zielsetzung dieses konfessionsübergreifenden Projekts ist auch Hubert von Goiserns Engagement als Verantwortlicher für die akustische Gestaltung des Hauses. Der Austro-Pop-Künstler definiert sich zwar als gläubiger Mensch, hat mit der Bezeichnung "Christ" aber schon seine Probleme. Sein Anliegen bei der Mitarbeit zum Bibel-Erlebnishaus ist es, musikalischen Zauber hineinzubringen und dabei nicht nur Beschönigendes und Alles-Erklärendes zu präsentieren. Irgendwo zwischen Always look on the bright side of life aus dem Leben des Brian und puristischer Klangarbeit werde das Ergebnis wohl liegen, sagte Goisern gestern in Salzburg. Festlegen wollte er sich noch nicht.

Ein großer Stab an Pädagogen, Architekten, Theologen, Wirtschaftlern und Künstlern hat sich vor mittlerweile vier Jahren dazu aufgemacht, dem Bibelerlebnishaus in Salzburg den Weg zu ebnen. 2010 soll das vier Millionen Euro teure Projekt seine Tore öffnen. Zwischen zu viel Erlebnis und zu wenig Tiefe liegt dabei sicherlich nur ein schmaler Grat. Es bleibt zu wünschen, dass dem Projekt die schwierige, aber auch äußerst reizvolle Balance gelingt.

Dorothea Feuchtgruber
© PNP

Schwierige Suche nach Geld für die Bibelwelt
HvG

Kurier 6. Februar 2007

[...] Am Montag präsentierte Pfarrer Wagner einen prominenten Unterstützer: Hubert von Goisern soll für Musik und Geräusche im Haus sorgen. Das verwundert um so mehr, als der 54-Jährige schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten ist. "Ich bin trotzdem ein gläubiger Mensch und die Bibel ist wichtiger Bestandteil unserer abendländischen Kultur."

Dabei steht der Allround-Musiker dem heiligen Buch keineswegs unkritisch gegenüber: "Immerhin ein Buch das von Männern geschrieben wurde, und damit 50 Prozent der Lebensweisheiten ausklammert."

© Kurier - Wien, 2007

 

 

Hubert von Goisern gibt "Bibelwelt" den Klang

Salzburger Nachrichten 6. Februar 2007

Das Projekt einer "Bibel-Erlebniswelt" in Salzburg soll in drei Jahren Wirklichkeit sein

Salzburg (SNI) "Ich bin da, weil mich der Heinrich gefragt hat." Kurz und bündig ist der Kommentar von Hubert von Goisern. Der "Goiserer" wird eingebunden in die akustische Planung der von Pfarrer Heinrich Wagner initiierten "Bibelwelt".

Er sehe sich als "glaubender Mensch", sei aber nicht mehr Mitglied der Katholischen Kirche, betonte bei der Präsentation des Projekts am Montag Hubert von Goisern. Das Christentum sehe er als eine Möglichkeit den Glauben zu leben. "Wenn wir wissen, woher wir kommen, ist das wie eine Psychoanalyse", sagt der Sänger und Komponist. Sein Beitrag werde "eine Klangarbeit" sein und "sich nicht auf Kompositionen beschränken." Inhaltliche Vorgaben stellen Initiator Wagner und sein Team.

Mit der Realisierung seines vier Millionen Euro teuren ökumenisch ausgerichteten Projekts rechnet Pfarrer Wagner bis zum Jahr 2010. Noch heuer soll die Finanzierung stehen. Sein Engagement dafür hat LH-Stv. Wilfried Haslauer (ÖVP) angekündigt. Er werde sich bemühen, 700.000 Euro als Anteil des Landes dafür frei zu bekommen.

Für das Projekt will das Stift St. Peter ein Grundstück von 7000 Quadratmetern im Baurecht zur Verfügung stellen.

Bernhard Strobl
© SN

Hubert von Goisern geht wieder auf Reisen

Salzkammergut Rundschau 7. Februar 2007

LINZ-TOUR 2007 / Die Vorbereitungen für die große Donaufahrt laufen auf Hochtouren

HvG
Foto: Irene Ritter-Veltmann

BAD GOISERN, SALZBURG / Im Juni geht es los, dann startet Hubert von Goisern die Linz Europa Tour, die auf einem zur Konzertbühne umgebauten Schiff zunächst die Donau abwärts bis zum Schwarzen Meer führt. Seine neue Band hat Hubert aber bereits gefunden - und auch der erste Auftritt bei der "Midem 2007" in Cannes liegt bereits hinter den Musikern. Das Publikum war jedenfalls mehr als begeistert und forderte nach Nummern wie einem siebenstimmigen Kuahmelcher, Iawaramoi, Wildschütz Rap oder Heast as nit eine Zugabe, die mit der temperamentvollen Interpretation von Goassbeitl Bauernbuam auch prompt erfüllt wurde.

Bevor es aber zurück auf die Bühne geht, widmet Hubert von Goisern sich noch dem Projekt von Pfarrer Heinrich Wagner, der im Salzburger Stadtteil Schallmoos die Errichtung eines Bibelwelt-Erlebnishauses plant.

Dieses Projekt zielt nicht nur auf ganzheitliche biblische Wissensvermittlung ab, sondern versteht sich auch als Abenteuerhaus für Kinder und Jugendliche.

Musik für die Salzburger Bibelwelt

"Meine Arbeit ist wie die Vertonung eines Filmes", betont Hubert bei der Projektpräsentation am vergangenen Montag: "Ich habe mich schon als Jugendlicher mit der Bibel beschäftigt. Es war spannend, manches war unerklärlich, einiges ist es bis heute geblieben".

Das Christentum sei ein wichtiger Bestandteil der abendländischen Kultur und eine Möglichkeit, Glauben zu leben, betont Hubert, der die Musik für die einzelnen Räume komponieren wird.

Josef H. Handlechner

www.bibelwelt.at
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