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Ein Rucksack voller Lügen - Zusammenfassung

Leoganger KinderKultur

Foto: www.einhorn-film.at

Die Entstehungsgeschichte von Ein Rucksack voller Lügen begann 1994 bei der Leoganger KinderKultur. Insgesamt haben 150 Mädchen und Jungen diese modernen Lausbubengeschichten entscheidend mitgestaltet - als Autoren, Darsteller, Musiker, Beleuchtungs- und Ton-Assistenten. Bloss die Rolle des Klassenstrebers wollte niemand übernehmen...

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Wenn der Schulausflug ausgerechnet auf den Tag fällt, an dem die Lieblingsfussballmannschaft ein wichtiges Spiel bestreitet, dann gibt es im Grunde nur eine Möglichkeit - und die heisst: türmen. Genau das tun Kathi, Hannes und Joschi - allerdings nicht ohne zuvor Lehrer Schwaiger mit allerhand Unfug an den Rand des Herzinfarkts zu treiben. So kommen sie in den Genuss des Fussballspiels, lernen unglücklicherweise Diamantendieb Henry Wolke kennen und müssen zu guter Letzt die Nacht in einer Brauerei verbringen.

"Wunderbar frecher Kinderfilm vom Schulausflug nach Salzburg, in dem sich Klassenkrawallos in der Vorpubertät, Eltern im Stress und Lehrer kurz vorm Herzinfarkt allesamt wiederfinden werden: Zwei Buben und ein Mädchen, angeberisch, erfindungsreich und schlimmer als ein Sack Flöhe, auf Fussball-Abwegen und auf Gaunerfang wie einst der Emil mit den Detektiven."
Ponkie, Abendzeitung, München

Team

Hubert von GoisernRegie: Wolfram Paulus
Buch: Wolfram Paulus, Wolfgang Haberl
Kamera: Jerzy Palacz
Schnitt: Wolfram Paulus, Wolfgang Haberl
Musik: Hubert von Goisern
Produktion: SK Film
Darsteller: Philipp Prandstätter, Judith Feldner, Georg Aigner, Martin Abram, Werner Friedl, Ilse Hanel, Walter Anichhofer, Hans Nussbaumer, Rolf Zacher, Michael Bilic
Genre: Kinderfilm
Start: 6. September 1996

Rezension

www.filmladen.de

Ein Schulausflug ist geplant, - es gibt aber keinen Grund für die Schüler sich zu freuen. Ganz besonders nicht, da der Lehrer den Ausflug geplant hat: Eine Busreise nach Salzburg, ein Stadtrundgang, ein Besuch der Burg und eines Museums. Nur der geplante Kinobesuch am Nachmittag verspricht eine angenehme Abwechslung. Aber Hannes, Joschi und Kathi haben andere Pläne, weil an diesem Nachmittag spielt ihr Lieblingsfußballteam, Vorwärts Steyr, gegen Casino Salzburg im Salzburger Stadium.

Mit allerlei Tricks können die Drei entkommen und am Abend fährt der Bus ohne sie nach Hause. Der Lehrer meldet sie der Polizei als vermißt. Nach anfänglichen Blamagen, wächst die Unternehmungslust und Neugier der Drei, ganz besonders, da ihnen nichts passieren kann, weil Joschi's Großmutter in Salzburg lebt.

In einem erstklassigen Hotel, in das die drei vor der Polizei fliehen, lernen Sie einen eleganten Herren kennen, der, - genau wie sie, den Kontakt zur Polizei lieber vermeiden möchte.

Ein Sack voller Lügen CD

Es gab eine kurze CD der Filmmusik:

1. Ein Sack voller Lügen Ein Sack voller Lügen CD
2. Fiakerboarischer
3. Aquarium
4. Salzburger Fußballblues
5. On the Run
6. Lügenreprise

Chor :

Yvonne Amon, Cornelia Bürgler, Margit Bürgler, Simone Eder, Julia Haindl, Stefan Haindl, Nina Maier, Manuela, Müllauer, Marlene Shirley, Claudi Schaeransky, Daniela Thomas und Iris Unterrainer

Band:

Michael Bohanes, Christian Bojko, Simone Holzmeister, Wolfgang Höllerer und Jakob Hörl

Hubert von Goisern komponierte alle Lieder dieser CD, außer Fiakerboarischer, und produzierte sie mit seinem Tontechniker, Wolfgang Spannberger.


"Der Musik ist das Resultat dieser Zusammenarbeit. Und für mich eine Bestätigung, daß Kinder eine Quelle der Inspiration, der Hoffnung und vor allem der Freude sind." Hubert von Goisern

Taten statt Warten

Musik Datenbank

Das Lied Aquarium erschien auf dem Greenpeace Album Taten statt Warten (1996) und wurde von Hubert von Goisern und dem Leoganger Kinderchor "Greenpeace" zum 25jährigen Bestehen gewidmet.

1. Komm' doch zu uns (Udo Lindenberg) 9. When the last tree... (The Kelly Family)

Taten statt Warten

2. Mutter Erde (Wolf Maahn) 10. Sunnechünig (Patent Ochsner)
3. Sag' nicht immer nur es war'n die Andern (Jazzkantine) 11. Heile Welt (Lucilectric)
4. Alle Farben dieser Welt (Klaus Hoffmann) 12. Geld (Selig)
5. Ich hab' geträumt (Das Modul) 13. Menschenkind (Veronika Fischer)
6. Knud (Nena) 14. Aquarium (Hubert Von Goisern und der Leoganger Kinderchor)
7. Zuviel Kot (Fury In The Slaughterhouse) 15. Wer bringt den mal den Müll runter (Ulla Meinecke)
8. Als ich noch ein Kind war (Illegal 2001) 16. Die Havarie der Exxon Valdez (Achim Reichel)

Aquarium
Text: Louis Shepherd / Hubert von Goisern
Musik: Hubert von Goisern

Es sieht aus
Wie im Meer
Und die Fische
Schwimmen immer
Hin und her,
hin und her.

Doch das Meer
Ist ganz leer,
Ist nicht mehr
Und die Fische
Schwimmen auch nicht mehr
Hin und her,
Hin und her.

Meine Muscheln sind
Deine Muscheln sind
Meine Muscheln sind
Deine Muscheln sind
Alle fort, alle fort ...

Meine Krebse sind
Deine Krebse sind
Meine Krebse sind
Deine Krebse sind
Alle fort, alle fort ...

... und die Fische
Schwimmen auch nicht mehr hin und her, hin und her ...
Uaah, uuaah ...
... und die Fische
Schwimmen auch nicht mehr hin und her, hin und her ...

Nur mehr im Aquarium
Schwimmen nun die Fische
Immer um und um.

 

Hubert von Goisern und der Leoganger Kinderchor
Hubert von Goisern und der Leoganger Kinderchor
Foto: Ulrich Büker

Das Ende der KinderKultur

Salzburger Nachrichten 19. Dezember 2000

Zehn Jahre lang zählte sie zu den innovativsten und erfolgreichsten Kulturinitiativen im Land.
Nun droht der Leoganger KinderKultur das Aus.

HvG und der KinderchorEin Jahrzehnt volles Engagement. Und das bis an den Rand der Selbstausbeutung. Zehn Jahre Pionierarbeit in Sachen Kultur für und mit Kindern. Aus der Unzahl an Vorzeigeprojekten ragt eines besonders heraus: Der hinreißende, weltweit gespielte TV- und Kinofilm Ein Rucksack voller Lügen. Dieser entstand in Zusammenarbeit mit Kindern unter der Regie von Wolfram Paulus. Den Soundtrack steuerte Hubert von Goisern - gemeinsam mit Kindern - bei. Nun droht der LeogangerKinderKultur aber das Aus. Trotz einer tollen Bilanz 2000 mit 2 Mill. S Jahresbudget, über 40 Veranstaltungen, 3000 Besuchern und der Publikation eines Kinderbuches. Werner Sandner, Motor der KinderKultur, und mit ihm der dreiköpfige Vorstand entschlossen sich nach zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit ihre Aktivitäten zu beenden. Die Dauerbelastung war zu groß. Beruf, Familie und der mit dem Kultur-Engagement verbundene Zeitaufwand unvereinbar. Da der Versuch, die Weichen durch Anstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers dauerhaft in Richtung Zukunft zu stellen, scheiterte, scheint das Ende der KinderKulturTage unabwendbar. Der Geschäftsführer hätte durch Bund und Land finanziert werden sollen. Werner Sandner: "Das Land wollte nur die Hälfte der Bundeszuwendungen geben. Das war zu wenig. Unser Interessent sagte deshalb leider ab."

Heinz Bayer

LeogangerKinderKultur

Offizielle Homepage des Teams:

www.lkk.at

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