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www.tuttlingen.de 16. Juli 2003
Er ist fraglos einer der interessanteten Wandler zwischen den musikalischen Welten. Das bewies Hubert von Goisern am Mittwoch den BesucherInnen im restlos ausverkauften Honberg-Sommer-Zelt. Breiten Raum nahm die Reminiszenz an die Tage der Alpinkatzen ein, mit denen der Steirer seinen Ruf als Begründer des Alpenrocks schaffte. Spielend schaffen Hubert von Goisern und seine phantastischen Musiker den Sprung zur Weltmusik, verweben karibische, afrikanische und eben volkstümliche Klänge, jodeln und singen und ziehen das erstaunte Publikum in ihren Bann. Der Österreicher zeigt sich auch als vielseitiger Instrumentalist, wechselt lässig zwischen E-Gitarre, Diatonischer, Flöte und Trompete. Goiserns ehrliches "Dank'schee, Duttlingen" steht am Ende eines fast dreistündigen Konzertabends, der kaum Wünsche offen ließ.
Schwäbische Zeitung 17. Juli 2003 Tuttlingen - Von gefährlichen Heiligen und vom Schädelweh, von afrikanischen Post-Mundharmonika-Zeiten und vom braunen Bier singt, gurrt und jodelt Hubert von Goisern -- und das Honberg-Publikum tobt. "Wer bin i und wer bist du, und ist des überhaupt so wichtig?" Hubert von Goisern weiß, was seine zahllosen Fans wollen. Und so bringt er zuerst den Alpenrock, mit dem er bekannt wurde. Wenn er jodelt, flattert das Zeltdach, wenn er seine gradlinigen Liebeslieder singt, läuft es den Damen selbst bei der Saunatemperatur im Zelt eiskalt den Rücken hinunter. "Mensch, ist der gut!" Flott wechselt der Weltenbummler zwischen E-Gitarre und seiner Diatonischen, zwischen afrikanischer Flöte und Trompete , tanzt selbstvergessen über die Bühne, zieht seine ausdrucksvollen Augenbrauen hoch und strahlt seine Zuhörer an. "Dankscheh" kommentiert er den ohrenbetäubenden Beifall. Ein faszinierendes Instrumentarium hat auch Bernd Bechtloff, der leichtathletische Perkussionist, und so springt das Programm zwischen Reggae und Schottischem, zwischen Karibik und Dachsteingebirge. Schnaderhüpferl über die missliche Lage nach dem Biergenuss kommen genauso gut an wie der Hyperchonder-Song, bei dem von Goisern wie von Furien geplagt stöhnt und kreischt. Beim Jodeln gurrt er wie ein Tauber auf der Balz, zieht die Töne so lang, atemlose Stille herrscht im Zelt. In Tuttlingen war er noch nie, meint er, aber an einen Besuch in Trossingen kann er sich erinnern. Da hatte man ihm eine Diatonische angeboten. "Die warn total liab, aber das mit dem Instrument war nix, die hat sich angehört wie ein Akkordeon. Dafür sind alle Mundharmonikas, die wir spielen, von Hohner. Da sind sie Spitze!" Und das stellt er auch mit einem Stück unter Beweis. Seine ganze Band ist perfekt auf ihn eingestimmt und Toni Porto bekommt Extra-Beifall, als er zur akkustischen Gitarre greift. Auch Geigerin und Sängerin Marlene passt sich wunderbar ein - und welche Frau im Zelt wäre nicht liebend gerne an ihrer Stelle, wenn Hubert ihr abgrundtief in die Augen schaut? Cornelia Addicks Danke Kirsten
Ka-News 18. Juli 2003 Hubert von Goisern beim Zeltival
Karlsruhe - Eine musikalische Weltreise versprach Tollhaus-Leiter Bernd Belschner am 24. Juni bei der Eröffnungsveranstaltung des "Zeltivals": Von deutschen Stationen wie etwa Götz Alsmann über die jamaikanischen Skatalites bis hin zu Lucky Peterson, Jane Birkin oder Calexico reichte die Route bislang. Am gestrigen Donnerstag Abend machte das "Zeltival" in der Alpenrepublik halt. "Wir machen ja eine große Weltreise beim "Zeltival" - und da gehört Österreich nun mal auch dazu", kündigte Belschner den Protagonisten des Abends neckisch an: Hubert von Goisern war mit seiner sechsköpfigen Formation zu Gast - präsentiert von ka-news. Und der konterte sogleich mit einem herzlichen "Griaß eich!". Der Steirer aus Bad Goisern, der mit bürgerlichem Namen Hubert Achleitner heißt, hatte nicht nur Stücke aus seinem aktuellen Album Iwasig im Gepäck, sondern auch zahlreiches Liedgut aus früheren Schaffenszeiten mit seiner ehemaligen Band, den Alpinkatzen, mit denen er Anfang der 90er seine großen Erfolge feierte - wenngleich er das wohl bekannteste Werk dieser Ära, Koa Hiatamadl, dem Karlsruher Publikum vorenthielt. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch: Der Funke zwischen Publikum und Künstler sprang sofort über und entwickelte sich zu einem wahren Freudenfeuerwerk. Jauchzende Rufe schallten durchs Zelt als Hubert von Goisern seiner Quetsche die ersten langgezogenen Töne entlockte. Doch nicht nur Alpinrock wurde den Fans geboten, sondern auch exotische Klangwelten - eine Mischung aus unterschiedlichsten folkloristischen Einflüssen: Afrikanische, karibische und sogar tibetanische Klänge wurden von den sieben Künstlern eindrucksvoll mit Rockmusik, österreichischer Folklore und den obligatorischen Jodlern vermischt. Allein der Hauptakteur wechselte munter zwischen E-Gitarre, Akkordeon, Querflöte und Trompete - und das Publikum kochte wie wohl selten in dieser "Zeltival"-Saison. Bei den Zugaben fuhr der Österreicher das Tempo dann sehr geschickt herunter, nicht zuletzt mit dem viel erwarteten Hit Heast as nit. Ein drittes und letztes Mal vermochte ihn Klatschen und Stampfen der Masse wieder auf die Bühne zu holen. Die Band hatte derweil ihre Schuldigkeit getan und von Goisern spielte sein letztes Stück solo auf der Akustikgitarre, um seine durchweg begeisterten Karlsruher Fans hernach mit einem österreichischen "Kommts olle guat hoam!", in die Nacht zu entlassen - der Grenzgänger verbindet eben. (pat/kati)
17. Juli 2003
Fotos © E & H Christl | Klick zum Vergrößern
Grazer 19. Juni 2003 Standing Ovations, die Fans waren begeistert und auch Hubert von Goisern war vom Ambiente der Grazer Schloßberg-Kasemattenbühne angetan. Er möchte auf jeden Fall wiederkommen. Vor dem Konzert zog er sich in einen stillen Winkel des Schloßberg-Restaurants von Erich Wegscheidler zurück, meditierte ein wenig und genoss den Blick über Graz. Mit Veranstalter Vojo Radkovic trank Hubert von Goisern dann kurz vor seinem Auftritt noch zwei Fernet. Auch das ist ein Ritual, das sein muss. Wenn's keinen Fernet gibt, dann etwas anderes Bitteres ...
Westfalenpost 10. Juni 2003 Lützel (dh) Einen grandiosen Schlusspunkt setzte der Österreicher Hubert von Goisern unter das KulturPur-Festival 2003. Der vielseitige Musiker riss mit Akkordeon, Gitarre, Kuhhorn oder Mundharmonika und begleitet von einer hervorragenden Band die Gäste mit in eine Musikwelt, in der es keine Grenzen zwischen Rock und Volksmusik-Melodien gibt. Dirk Herrmann
Fotos © Westfalenpost - Dirk Herrmann | Klick zum Vergrößern
Krone 15. Juni 2003 Tolle Stimmung auf den Grazer Kasematten Unter den romantischen Schatten seiner welterfahrenen Musik stellte Hubert von Goisern die Schlossbergkasematten bei seinem sechsten Graz-Konzert. Grenzenlos - so auch der Titel der Tour - ist die Mixtur traditioneller Wurzeln und zeitgenössischer Einflüsse, die der oberösterreichische Musiker mit seiner Band zusammengetragen hat. Auf der Suche nach dem Eigenen streifte Goisern auf seiner musikalischen Reise zwischen Abendsonne und Regengüssen die Ferne genauso wie die Heimat. Vom Ausseer Landler bis zum jamaikanischen Reggae, von tibetischen Meditationsklängen hin zum afrikanischen Spiritual suchten die Musiker über zwei Stunden lang den einenden höheren Geist der Musik. Das Publikum dankte mit Begeisterungsstürmen und zeigte sich zu den eingängigen Rhythmen befreit und tanzlustig. Ein schöner Abend voller Zuversicht und Energie! MA Danke Sibylle
Blanko Musik 12. Juni 2003 Das erste Konzert der Hubert von Goisern - Tournee in Hilchenbach bei Siegen war ein voller Erfolg: ausverkauft mit 2500 Zuschauern!! Als Extra-"Zuckerl" gab es für Huberts Publikum nicht nur einige Stücke der noch nicht veröffentlichten CD Trad II, sondern - man höre und staune! - auch ein wunderbares Revival der Alpinkatzenzeit! Jawohl, er spielt sie wieder: den Wildschütz Rap, Schleininger, Iawaramoi, Heast as net, Goaßbeitl Bauernbuam, Solide Alm und Benni. Das rockt - ebenso wie die Tatsache, dass man sich auch bei den Konzerten mit Mohamed Mounir auf ein energiegeladenes "Solo"-Programm von Hubert freuen darf, bevor die beiden gemeinsam auf der Bühne stehen. Das ist für jedes Publikum greifbar - und die Besucher
der Konzerte mit Mohamed Mounir dürfen sich auf die doppelte Ladung
Konzertgenuß einstellen: erst für ca. 30-45 Minuten Mohamed
Mounir, der ägyptische Superstar, neu für westliche Ohren und
doch nach Minuten völlig vertraut. Dann ein komplettes Konzert (ca.
90-120 Minuten) von Hubert von Goisern und Band. Und danach eine "Zugabe" mit
gemeinsam gespielten Stücken.
Westfälische Rundschau 10. Juni 2003 Der Österreicher aus Bad Goisern ist kein Mensch der großen, aber der deutlichen Worte. Sein "Es war total schön" ist da schon ein Gefühlsausbruch. "Hubert, Hubert, Hubert..." Das Zelttheater ist aus dem Häuschen. Wer da alles gekommen ist, um den letzten TopAct von KulturPur mitzufeiern: die ganz Jungen, die auf die sozusagen weltmusikalische Verknüpfung von Polka und Blues, Ländler und Salsa, Alpen und Tibet gespannt waren. Die etwas Reiferen, die noch vor zehn Jahren einen ganz anderen Alpenrocker gefeiert hatten und eigentlich doch gern noch mehr von den alten Stücken gehört hätten. Und die in den Lederhosen, die womöglich auch sonst alpine Traditionen aller Art im flachen Mittelgebirge feiern. Hoi... Die Post geht ab. Hubert von Goisern, nach lange Pause erstmals wieder in Deutschland, zuerst am Akkordeon - "zum Andruckn", wie er sagt, also um Gas zu geben. Dann an der Gitarre, später am Horn, mal an der Mundharmonika. Die Band rockt ab, manchmal kommen in ein und demselben Stück Free-Jazz, Folk und nahezu sphärisch-östliche Klänge zusammen. In entfesseltem Tempo auf den Gipfel des Bühnennebels, dann wieder runter zu einer Ballade, Raum für die fantastische Band (virtuos: Geigerin und Sängerin Marlene Schuen, Perkussionist Bernd Bechtloff), und immer und überall die Jodler in allen Lagen und Geschwindigkeiten. Hubert von Goisern fasziniert darüberhinaus mit stellenweise zungenakrobatischem Sprechgesang, kann nichts dafür, dass er den Geburtsort mit Jörg Haider gemeinsam hat, und gibt ein wenig Nachhilfe in Österreichisch: "I bin an", das heißt: Mir gehts gut, ich brauch nix - von dir, der du mir gerade irgendeine Ware aufdrängen willst. Und wieder zurück zur Weltmusik: "Gemma nach Afrika." © Westfälische Rundschau
www.hallodoku.de 11. Juni 2003
Fotos © Jens Helmstedt - jaypicture
Siegener Zeitung 11. Juni 2003 Hubert von Goisern beendete mit "alpiner Weltmusik" das 13. KulturPur-Festival
"Wanderer zwischen den Welten": So oft gehört diese Wendung auch sein mag, auf Hubert von Goisern trifft sie zu. Seine Musik lebt aus der volkstümlichen Tradition, kommt aber zum Glück ohne das breite Grinsen der Fernseh-Volksmusik aus. Der Österreicher hat sich stattdessen lieber mit Augen und Ohren auf die ganze Welt eingelassen, die beileibe keine heile ist, und sammelt Rhythmen und Töne aus aller Herren Länder. Zusammen mit den Rhythmen und Tönen seiner Heimat hat er etwas geschaffen, das sich "alpine Weltmusik" nennt. Rund 2400 Zuhörer gingen am Montagabend mit auf die Reise, als Hubert von Goisern und Band den letzten TopAct bei KulturPur 2003 im großen Zelt bestritten. Musiker und Publikum hatten sichtlich ihren Spaß. Ob alt oder jung, ob in Jeans und T-Shirt oder im kompletten Trachten-Outfit: Die von Goisern-Fangemeinde passt in keine Schublade. Genauso wenig wie das, was sie in knapp zweieinhalb Stunden ohne Pause zu hören bekam. Von Goisern und seine sechsköpfige Band ließen es zunächst langsam angehen. Blues und Balladen mit österreichischen Texten, versetzt mit "Slow-Jodlern", klangen durch das Zelt. Als Band und Publikum miteinander warm geworden waren, wurde der musikalische Horizont weiter: "Gemma nach Afrika". Aber im Gepäck hamma immer den österreichischen Landler, die Polka, den mehrstimmigen Gesang, das Akkordeon, die Mundharmonika. Unerhörte Mischung, so ein Jodel-Reggae. Da jauchzten die Siegerländer. "Music makes the people come together": Madonna hat sich nicht geirrt, als sie von der völkerverbindenden Kraft der Musik sang. Man kann sich gut vorstellen, dass Hubert von Goisern auf dem Weltmusikmarkt nicht nur ein Importeur ist. Er hat auch etwas zu geben. Nicht umsonst hat er noch vor kurzem bei einem Weltmusikfestival auf den Kapverden gespielt und auf seinen Reisen nach Afrika, Asien und in die Karibik nicht nur gesammelt, sondern auch "ausgeteilt". Hört's her: Traditionals aus Österreich! Von Goiserns Band scheint von dem Konzept komplett überzeugt: Antonio Porto (Bass), Burkhard Frauenlob (Keyboard), Bernd Bechtloff (Percussion), Bernhard Wimmer (Schlagzeug) und Gerhard Überbacher (Gitarre) gehen mit dem Frontmann überall hin. Als charmante Reisebegleiterin haben sie Marlene Schuen an Bord, die lupenrein mitjodelt und die Violine spielt, wo sie gebraucht wird. So lieferten die Musiker ein erstklassiges funky Acid-Jazz-Stück ab, dann ging es off-beat-mäßig los wie einst bei den Pogues, dann wieder Alpenrock wie damals mit den Alpinkatzen. Ein bisschen Salsa, ein bisschen Meditationsmusik, I bin an zum Mitsingen: Weniger ist mehr? - Mehr ist mehr! Wenn es musikalisch zusammen passt, und es passte. Hubert von Goiserns Iwasig-Tourstart ist geglückt. Als der letzte Jodler überm Giller verklungen war, machten sich die begeisterten Fans wieder auf den Weg in ihre Heimat, vielleicht mit ein bisschen Fernweh im Herzen. Auf den Hit vom Hiatamadl mussten sie zwar verzichten, aber das ist logisch. Zu viele alte Klamotten im Gepäck sind auf weiten Reisen einfach unpraktisch. © Siegener Zeitung
Westfalenpost 10. Juni 2003 Hilchenbach. Der Pfingstmontag versöhnte mit viel Sonne Veranstalter und Besucher, die am Sonntag noch vor dem Unwetter flüchteten, das sich über der Zeltstadt von KulturPur auf dem Giller entlud. Am Festival-Ende, das Hubert von Goisern mit alpiner Weltmusik vor 2500 begeisterten Fans gestern Abend setzte, waren es 48 000 Menschen, die seit Donnerstag zu den südwestfälischen Kulturfeiertagen auf den Rothaarkamm pilgerten. [...] Wolfgang Krause |
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