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25. August 2009
Fotos © Oskar Neubauer www.neubauerphotos.com | Klick zum Vergrößern
Rundschau 16. August 2009
Bad Ischl – "Damit was Neues entstehen kann, muss auch etwas zu Ende gehen können", bringt es der weitgereiste Sound-Sammler und Multi-Instrumentalist Hubert von Goisern anlässlich seiner dreitägigen Abschiedskonzerte der Europa-Tournee in Bad Ischl auf den Punkt. Es war seine Vision, Menschen unterschiedlichster Kulturen und Generationen mit Musik zu verbinden, als er im Rahmen einer zweijährigen Europatournee als Linz09-Botschafter die Donau flußauf- und flußabwärts bereiste. In Bad Ischl zeigte er noch einmal sein ganzes Repertoire: Mal laut, mal leise, aber immer voller Leben und Leidenschaft. Hubert von Goisern und seine Band begeisterten die Fans, die zu den drei Konzerten ins Ischler Lehartheater kamen. Und nun nimmt sich Hubert von Goisern erst einmal eine Auszeit. "So Gott will, wollen wir 2011 in der gleichen Besetzung wieder auf Tour zu gehen." Text: mii | Foto: Hörmandinger
19. August 2009
Fotos © Elli Christl | Klick zum Vergrößern
OÖN 17. August 2009
BAD ISCHL. Im Bad Ischler Lehártheater, wo Hubert von Goisern vor drei Jahren seine Tournee S'nix gestartet hatte, setzte der Salzkammergut-Barde am Freitag auch den Schlusspunkt. Der Saal war zum Bersten gefüllt, und Hubert und seine Band gaben bis um Mitternacht alles. "Damit etwas Neues entstehen kann, muss auch etwas zu Ende gehen können", sagte der musikalische Goiserer Weltenbummler, der nun eine zweijährige Livepause einlegen will. Foto: Hörmandinger
18. August 2009
Fotos © Elli Christl | Klick zum Vergrößern
Gelnhäuser Neue Zeitung 10. August 2009 Hubert von Goisern konzertiert im Hanauer Amphitheater
Hanau. "Es gibt koa deutsches Wort für Showtime!" So
beginnt Hubert von Goisern – der Oberösterreicher, dessen Entsprechend vielfältige Töne kommen aus Akkordeon, Trompete,
E-Gitarre und vor allem von den Lippen der Sängerinnen und von seinen
eigenen.
Zwischen Liedern wie Regen, Juchitzer oder Siagst as – die österreichische Sprache bleibt immer – erzählt Hubert von Goisern von seiner Tour, von seinen früheren Erlebnissen am Tanganjika-See oder in Ruanda, Burundi, im Kongo; in Flüchtlingslagern des bürgerkriegsgeschüttelten Afrikas: "Auf fast magische Weise findest du immer Musiker, egal, wo du hinkommst". Dann schildert er, wie er zum "Regenmacher" wurde in Burkina Faso: "Vier Takte mit der Ziehharmonika, und prompt hat’s angefangen zu schütten". Regen folgt, Sprechgesang und lyrische Refrains, eine tragende akustische Gitarre von Severin Trogbacher, Klangteppiche aus David Lackners Keyboard und feiner Backgroundgesang der drei Damen im Orchester, Maria Moling, Elisabeth und Marlene Schuen. Von Goisern beschreibt aber auch die Angst vor dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens, im Lied "Herschaun". Nicht die der "Alteuropäer", sondern die der Neubürger. Denn deren Furcht vor dem "Moloch" Europa und dessen wirtschaftlicher Großmacht war sehr spürbar. "Ihr nehmt’s uns das Wenige a noch weg, das mir hamn", übersetzt er das, was er damals, vor knapp drei Jahren, zu hören bekam. "Die Angst voreinander ist der gemeinsame Nenner", analysiert er und nimmt mit seiner Musik einen Teil dieser Furcht. Es bleibt aber nicht ganz so ernst und politisch während des Konzerts, denn schließlich wollen die Leute ja auch Spaß haben. Den bekommen sie, und nicht zu knapp: einen Jodelkurs á la Goisern, deftigen Alpenrock und die bekannten Stücke des Trompeters, Ziehharmonikaspielers, Gitarristen, Sängers und Entertainers. Rund drei Stunden Konzert des Österreichers begeistern sogar die Hessen, wie von Goisern augenzwinkernd feststellt. "Maria fragte vorher: Wie san’s, die Hessen? – So san’s, die Hessen!" Das Publikum tobte; und die Veranstalter, die Frankfurter "Shooter", bewiesen einmal mehr ihr Händchen für eine exzellente Belegung eines Hanauer Kleinods: des Amphitheaters am Mainufer. Text und Fotos: Rainer Habermann
17. August 2009
Fotos © Elli Christl | Klick zum Vergrößern
Frankfurter Neue Presse 10. August 2009 Der österreichische Volksmusik-Rocker Hubert von Goisern sang, wimmerte und jauchzte im Amphitheater in Hanau. Angefangen hat alles im österreichischen Bad Goisern. Der idyllische Kurort im Salzkammergut verfügt über sieben Blaskapellen, und in einer davon hat auch der jugendliche Hubert Achleitner das Trompetespielen gelernt. Doch seine Haare waren zu lang, seine Gedanken zu revolutionär – beides inkompatibel mit einer durchschnittlichen Blaskapelle, die österreichische Volksmusik spielt: Hubert wurde rausgeschmissen. Vielleicht hat er sich damals schon gedacht: "Euch werd ich schon noch zeigen, wie man Volksmusik auch anders spielen kann!" Und aus Rache oder Jux, vielleicht aber auch aus Heimatliebe, hat sich Hubert Achleitner dann den Künstlernamen Hubert von Goisern zugelegt und im Laufe der Jahre eine Musik kreiert, die mit dem Begriff "Alpenrock" zwar ein Etikett verpasst bekommen hat, jedoch nur unzulänglich beschrieben ist. Zwar bildet Volksmusik die Inspirationsquelle für Hubert von Goisern; aber keineswegs nur die österreichische. Südafrika, Kanada, Tibet und Tansania sind nur einige wenige Länder, deren musikalische Traditionen in seiner Musik Niederschlag finden. Im Amphitheater in Hanau steht Hubert von Goisern mit einer exzellenten
Band auf der Bühne. Verstärkt werden die Österreicher
durch drei singende, jodelnde und geigende junge Damen aus der kleinen
Hochlandregion Ladinien südlich des Brenners. Fetzigen Rock und
getragene Balladen bekommen die Zuhörer in Hanau geboten, und teilweise
dürfen sie sogar mitjodeln. "Denn um zu jodeln", wie Hubert
von Goisern ausführt, "muss man weder aus dem alpinen Innenland
kommen, noch gar Japaner sein. Das können auch die Hessen!" Und
eigentlich sei Jodeln ja wie Fahrradfahren: "einfach fesch!" Die
Hessen in Hanau hörten auf ihn und jodelten munter mit. Seinen ersten und größten Hit Koa Hiatamadl hatte von Goisern zwar nicht im Programm, dafür aber das lyrische Heast as nit und Weit, weit weg. Das begeisterte Publikum im Amphitheater Hanau bedankte sich für ein erstklassiges Konzert mit Ovationen im Stehen. Walter Fischer
14. August 2009
Fotos © Josef H. Handlechner | Klick zum Vergrößern
Ostthüringer
Zeitung 10. August 2009 Hubert von Goisern rockt die ausverkaufte Kulturarena Jena
Eine Dame im besten Alter und eine blutjunge erscheinen im Dirndl, ein halbwüchsiger Burschi in krachlederner Hose. Eine nett gemeinte Ehrerbietung an den österreichischen Arena-Gast vom Sonnabend. Doch wenn Hubert von Goisern auf die Bühne tritt, das ist hinlänglich bekannt, ist mit allem zu rechnen - außer schunkelseligen Heile-Welt-Melodien tümelnder Stadl-Events. Der Meister selbst ist in legeres Sommerleinen gewandet und gibt gleich volles Rohr. E-Gitarren jaulen, der Schlagzeuger drischt auf die Felle, Synthi-Sounds flirren. Es ist Showtime in Jena und die dauert dann volle drei Stunden. Hat aber keiner gemerkt, von Goiserns bombastische Klanglawine reißt jeden mit - unausweichlich. Von Goisern, einst als Erfinder des Alpenrocks gefeiert, bietet weit mehr, als dass man ihn ruhigen Gewissens in diese Schublade stecken könnte. Eigentlich kann man ihn musikalisch nirgendwo eindeutig dingfest machen. Der Weitgereiste erkundet begierig fremdartige tonale Pfade, und die dort gefundenen Schätze mixt der künstlerische Solitär unkonventionell mit heimatlicher Tonkunst und stampfendem Rock zu satt groovender Weltmusik. Das klingt dann einfach irre, dieses virtous-eigenwillige Konglomerat aus knackigen Roots, jazzigen Einsprengseln, wuchtigem Balkan-Brass, alpinen Jodlern und balladesker Melancholie. Hier und da nimmt er sogar Anleihen aus der klassischen Sinfonik. Und manchmal entwickelt sich dann wie aus dem Nichts ein seelenvoller Klangteppich, auf dem sich die ganze Arena ergriffen niederlässt. Mit seiner jungen Band sowie drei richtig feschen, vielseitig talentierten Madeln im Background hat von Goisern bei seiner bis ins kleinste Detail perfekt durchkomponierten, aber niemals angestrengt wirkenden Performance, verlässliche Partner im Boot. Die Mannschaft wird am 14. August von Bord gehen und eineinhalb Jahre Pause machen. Danach aber will von Goisern gern wiederkommen nach Jena. Bis dahin muss die Arena-Gemeinde von der Erinnerung an einen außergewöhnlichen Konzert-Abend und seinen charismatischen Protagonisten zehren. Doch die wird locker über die Zeit tragen. Bärbel Roick
Der
Westen 11. August 2009 Wattenscheid. Der Österreicher Hubert von Goisern hält auf seiner Tour in NRW und begeistert noch einmal sein Publikum. Danach ist erstmal Schluß mit Musik aus allen Stilrichtungen - bis 2011. Solange ist das Mannsbild mit der Ziehharmonika, der weitere 186 Instrumente beherrscht, auf Reisen.
Das Liedgut der Bergvölker war uns lange fremd. Wer zurückkehrte von einer Expedition nach Bayern oder Österreich, berichtete von wundersamen Kieksern, auch "Jodeln" genannt, vorgetragen von "Mannsbildern" mit Ziehharmonika und "Dirndln" mit Mieder. Oha, dachten wir, wenn wir das Liedgut der Bergvölker hörten. Schunkeln mit Lederhose. Irgendwann in den Achtzigern kletterte dann ein Mannsbild mit Krachlederner auf die Bühne einer Rock-Arena. Pumpte nicht nur Luft in seine Ziehharmonika, sondern setzte auch eine Fender-Gitarre unter Strom. Rappte zum Beat, als ob das Salzkammergut in der Bronx läge, und besang im nächsten Atemzug den Frieden der Alm, gern auch dreistimmig mit Engelschor in lichter Sphäre. Es nannte sich Hubert von Goisern, das Mannsbild, und am Sonntag war es in Wattenscheid. Lappland, Tibet, Afrika Die dortige Freilichtbühne ist ein unterschätztes Kleinod.
Wie geschaffen für einen wie Hubert von Goisern, der eigentlich
Hubert Achleitner heißt und sich den Künstlernamen als Tribut
an seinen Heimatort Bad Goisern gab. Was im Nachhinein vielleicht nicht
ganz glücklich war, wenn man bedenkt, dass auch Jörg Haider
aus Goisern stammt, und dem Haider steht der Hubert nun wirklich nicht
nah. 187 Instrumente Für die jetzt zu Ende gehende S'Nix-Tour
hat der Mann, der Volksmusik und Weltmusik und Rock und Reggae und Rap
aufs Müheloseste vereint, der 187 Instrumente beherrscht, wieder
mal eine neue Band zusammengestellt. Die Musiker waren großartig
wie die legendären Alpinkatzen und
der Sound bei Klassikern wie Weit weit weg oder Heast
as net, was, wie wir aus zuverlässiger Quelle erfuhren, "Hörst
Du es nicht" bedeutet, genial. Auch wenn man sich in Wattenscheid
gewissen Lärmauflagen fügen muss. Text: Ulrich Schilling-Strack | Foto: Alex Völkel
Thüringische
Landeszeitung 9. August 2009 Jena. (tlz) Recht steife Brisen aus Süd, Süd-West verfangen sich pünktlich von Sonnabend, 19 Uhr an immer wieder im Kulturarena-Rund. Sie lassen den Bühnennebel wild tanzen, und denen, die sich in ihm bewegen - Hubert von Goisern, seine Musiker, seine drei Sängerinnen -, ihnen gibt das etwas Luftgeistartiges, etwas Erd-Entrücktes. - Das mag den Status dieses Konzerts poesievoll untermalen: Man darf es getrost als den Höhepunkt der Kulturarena '09 empfinden! Wer so ganz für sich im Hinterkopf von Goiserns Alpenrocker-Image zum Konzert mitgebracht hatte, der musste so ganz für sich rasch konstatieren: Hast ihm ja auch Ewigkeiten lang nicht nachgeforscht. Alpenrocker - was für eine Untertreibung! Gegenüber dem Programmheftbild erschien das wahre Von-Goisern-Gesicht denn auch um einige Jahre weitergegerbt; der Österreicher erinnerte mit seinem Anderthalb-Tage-Bart sehr stark an Anthony Quinn in der Rolle des "Alexis Sorbas". Und wie der Griechen große Literaturfigur hat von Goisern - allein die letzten drei, vier Jahre betrachtet - ein Leben im Intensivgang geführt: Zauberhaft-verrückt diese Bootsverbund-Konzerttour auf Europas Flüssen zwischen Schwarzem Meer und Nordsee, um der Donau-Stadt Linz als Europas Kulturhauptstadt 2009 zu huldigen. - Von Goisern, der Mann für die vollständige Entgrenzung aller Musik, wozu nicht nur der Balkan beigetragen hat, sondern schier jeder Winkel des Erdballs, dessen Klänge von Goisern assimiliert zu haben scheint. Von wegen also, Jodeln sei "inneralpin"! Beim Besuch der Primatenforscherin Jane Goodall in Afrika fiel auch die Beobachtung ab, dass die Einheimischen ein Treibjagd-Jodeln pflegen. An der Bootsanlegestelle Jena allerdings lud von Goisern die Einheimischen ein, nicht "so treibjagdmäßig", sondern mal ganz sanft mitzujodeln: dibiri, dibiru, dibiro - und jetzt kommt's: Ahhhhuuuhhh! Was für eine Weltmusikreise! Bei einem ganz anderen Stück ist von Goisern mit den stimmlich großartig ausgebildeten Südtiroler Sängerinnen Elisabeth und Marlene Schuen sowie Maria Moling im Satzgesang vereint; das Aneinanderreihen der Silben birgt zwar ebenfalls den jodeltypischen Wechsel zwischen Brust- und Falsettstimme. Doch mutet das Ganze wie eine gar fremde Sprache an. Suaheli etwa? Oder als von Goisern mal nicht zur Ziehharmonika, zu Trompete oder Horn, sondern zur Akustik-Gitarre greift: Er streichelt sanft die Saiten, dass ihr Flageolettöne entfliehen und zwingend an die Klingklangmusik im chinesischen Teehaus erinnern. Und wer in den letzten Jahren einen Goisern-fernen Musikkonsum pflegte, wurde an anderer Stelle wieder ganz anders überrascht: Von wegen nur Mitbringsel aus aller Welt! Maestro und Band stimmen mit Weit, weit weg eines der bekanntesten Von-Goisern-Lieder an. Und 80 Prozent des "Ü 40"-dominierten Publikums samt Süd-Süd-West-Brise stimmen mit ein. Bliebe dies zu klären: Von Goisern berichtete von einem abenteuerlichen
Auftritt in Burkina Faso. Als es "vier Takte" nach Beginn des
Songs "Regen, Regen ..." über dem Dorf zu regnen begonnen
habe, seien er und seine Band der afrikanischen Wetterbeschwörungsrolle
von Musik zauberhaft gerecht geworden. Trotz "Regen, Regen ..." auch
in der Kulturarena - das dreistündige Konzert blieb trocken. Erst
als Zuhörer - längst daheim im Garten - gegen elf zum Himmel
schauten, fielen Tropfen in den guten Sommernachtswein. Thomas Stridde
Offenbach
Post 10. August 2009
Hanau - Es ist schwierig, die Stimmung, die bei einem Hubert von Goisern Konzert herrscht, gebührend zu beschreiben: Da wird getanzt und gejodelt, ohne dass dabei irgendwelche lächerlichen Lederhosen-Klischees, wie man sie aus manchen grellen Volksmusiksendungen kennt, erfüllt werden. Es wird gerockt, mindestens ebenso oft aber auch von Gefühlen gesungen, kitschig wird es dabei jedoch nie. Ein Konzert des Österreichers ist ein Erlebnis. Kein Wunder also, dass das Amphitheater Hanau am vergangenen Freitag komplett ausverkauft war und am Eingang trotzdem noch ein paar Hoffnungsvolle auf Restkarten warteten. Gleich mit dem Eröffnungstitel ließen es Hubert von Goisern und seine Band richtig krachen und bewiesen dann im Laufe des Abends Ausdauer: Knapp drei Stunden lang bekamen die Zuschauer eine Mischung aus älteren und neuen Liedern geboten. Rockiges wechselte sich mit Ruhigem ab. Dabei muss das Publikum bei Hubert von Goisern nicht mal jedes Wort verstehen, um von der Stimmung der Musik mitgerissen zu werden. Im Laufe des Konzerts stellte der Sänger seine instrumentale Vielseitigkeit an Gitarre, Akkordeon und Blechblasinstrumenten unter Beweis. Dabei konnte er sich jedoch stets auf das sichere Fundament seiner vier Musiker sowie auf drei Mit-Sängerinnen verlassen. Zwischen den einzelnen Liedern berichtete der weit gereiste Hubert von Goisern, der die letzten Jahre mit einem zur Bühne umgebauten Lastschiff auf musikalischer Entdeckungsreise war, immer wieder von Erlebnissen und Erfahrungen von unterwegs. Gegen Ende des Abends gelang es ihm dann sogar, die Hessen zum Jodeln zu bringen: Allein mit der Gitarre auf der Bühne sang Hubert von Goisern gemeinsam mit dem Publikum. Bei den mehrfach geforderten Zugaben hielt es dann niemanden mehr auf den Plätzen und die Zuschauer bedankten sich mit stehendem Beifall bei Band und Sängern für einen großartigen Konzertabend, der bei vielen noch lange nachklingen wird.
MDR 9. August 2009
Hubert von Goisern ist als Musiker, Sänger und Mensch
in absolut keine Schublade zu pressen.
Der Westen 9. August 2009 1300 Gäste besuchten die Freilichtbühne
Do wirst narrisch: Mit rund 1300 Fans feierte Alpenrocker Hubert von Goisern einen Besucherrekord in der bisherigen Freilichtbühnensaison. Der gestrige Auftritt markierte die letzte Station seiner aktuellen Tournee S'Nix. Claudia Saerbeck von Kulturimpuls, gemeinsam mit dem Bahnhof Langendreer und dem städtischen Kulturbüro Ausrichter des Konzertes, überraschte der Zuspruch nicht: "Ich habe in der Region schon mehrere Konzerte mit Hubert von Goisern ausgerichtet und er zieht immer gut eintausend Leute." Zumal er in den vergangenen Monaten als Kulturbotschafter von Linz oft im Fernsehen präsent gewesen sei. "Damit passt er mit Blick auf das kommende Jahr natürlich gut in unser Programm", freute sich Bertram Frewer (Kulturbüro). Glasklarer Sound Der aus Bad Goisern stammende Musiker war zum ersten Mal in der Alten Freiheit zu Gast. Mit einem einfachen "Servus, Showtime" eröffnete von Goisern das Konzert und sogleich bildete sich eine kleine Menschentraube vor der Bühne. Insbesondere der glasklare Sound fiel schon beim ersten Song positiv auf. Der Weltenbummler, der unter anderem in Toronto studierte und in Südafrika sowie auf den Philippinen lebte, hatte 1992 seinen Durchbruch mit dem Album Aufgeigen statt niederschiassen. In der Freilichtbühne bot von Goisern nach eigenen Angaben ein "sanftes" Programm, aus Rücksicht auf die Lärmschutzbestimmungen. Koa Problem, die Besucher waren dennoch vom ersten Song an begeistert. Lars Karsten
Jena News 9. August 2009 Rockmusik mit Ziehharmonika und Trompete geht nicht? Denkste – geht doch! Hubert von Goisern präsentierte am Samstagabend vor 3.000 Zuschauern in der Jenaer KulturArena drei Stunden Alpenrock vom Feinsten. Ganz in weiß betritt Hubert von Goisern die Bühne der Jenaer KulturArena. Drei Worte von ihm genügen: "Servus Jena – Showtime!" ...und sofort geht das Publikum mit, ist bereit für Rock’n Roll. Oder eben für Alpenrock – was aber im Grunde völlig nebensächlich ist. Musik ist Musik ist Musik. Vor allem, wenn sie gut ist. "Es gibt ka deitsches Wort füar Showtime...", ruft er
zu Beginn des zweiten Titels ins Mikrophon. Zu diesem Zeitpunkt hat das
Publikum bereits mit dem Feiern einer riesigen Party begonnen. Kein Wunder – der
Funke von den Musikern auf der Bühne springt schnell über auf
die Zuschauer. Wenn von Goisern musiziert, so scheint es, ist er das
Lachen in Person, so unglaublich frisch wirkt er. Lächelt gewinnend
in die Menge, spielt konzentriert seine Lieder mal mit Horn, Ziehharmonika
oder Trompete und verströmt gute Laune vom ersten Takt an. Showtime
eben. Im November feiert von Goisern seinen 57. Geburtstag – aus einem entsprechend großen Fundus Lebens- und Welterfahrung formt er seine Lieder. Musikkritiker ordnen die dem Genre Weltmusik zu. Dabei kann von Goisern soviel mehr als nur zur E-Gitarre zu jodeln. Elemente des Jazz, des Blues und Rock’n Roll verschmelzen in Verbindung mit den Texten in deutscher Sprache (na gut, das ist schon Österreichisch, falls es das überhaupt gibt...) zu originärer Musik, die in dieser Form wohl nur aus der Feder des Hubert von Goisern stammen kann und gipfelt in einer neuen Definition des Wortes Volksmusik: Fernab der Schunkelromantik hat von Goisern mit seinen Songs stets auch Botschaften zu vermitteln. Nach drei Stunden Showtime verlässt Hubert von Goisern mit seinen Mitstreitern die Bühne und nicht wenige Zuschauer werden gedacht haben: Mein Gott, muss es schön sein da oben in den Alpen, wenn es zu derart guter Musik inspiriert.
Thüringer Allgemeine 9. August 2009 Hubert von Goisern konnte den Regen bannen und verzauberte mehr als 3000 Zuschauer in der Kulturarena. JENA. In der Mitte des Konzerts ziehen dunkle Wolken auf, und er singt vom Regen. Vielleicht hat der Bühnenmagier das drohende Nass nach Burkina Faso gezaubert, wie er es vor ausverkauftem Arena-Rund am Samstagabend wünscht. Jedenfalls fällt in Jena kein Tropfen, und der stimmungsvolle Sommerabend kann ungehindert fortgesetzt werden. Hubert von Goisern ist wiederholter Arena-Gast und mittlerweile eine
Marke für alpine Weltkultur. Er hat da viele Brüder im Geiste
wie Wolfgang Niedecken von BAP oder Biermösl
Blosn. Ganz in Weiß eröffnet der Sänger und Kosmopolit
mit seinen vier jungen österreichischen Bandkollegen und einem weiblichen
Backgroundtrio seine stilistische Rundfahrt in die Weiten des Pop, Rock,
Jazz und Folk. Sein Konzert speist sich vor allem aus der aktuellen Live-CD Haut
und Haar, welches wiederum durch viele Neuinterpretationen alter
Hits wie Auseinandertreiben oder Mercedes
Benz glänzt. Matthias Huth
Burghausen Anzeiger 8. August 2009 Hubert von Goisern beschickt die Burg mit deftigem Alpenrock
Burghausen. Er hat manch süßlichen Kitsch aus dem alpenländischen Ton- und Textgut herausgefiltert. Er hat den Jodler zum aussagekräftigen Stilelement abseits des Musikantenstadels gemacht. Er hat Texte mit teils philosophischem Hintergrund geschrieben und vorgeführt, dass alpine Schönklänge kompatibel sein können mit Rock und Pop. Für viele, die das eine und das andere mögen, den Juchitzer und den Jodler, Rock, Show, Spaß und Mundarttexte, ist Hubert von Goisern der Messias schlechthin. Drum drängten sich am Donnerstag die Fans massenweise auf den Waffenplatz vor der Hauptburg. Die erste Phase des insgesamt ohne Pause durchgezogenen zweieinhalbstündigen Konzerts dient der Eingewöhnung. Als dann die drei "Mentscha" (so nennt Goisern seine drei Grazien) mit bunten aufblasbaren Gitarren auf die Bühne hüpfen, stellt man sich auf eine Show ein, die vor allem der Erfreuung des Auges dient. Die "Menscher" entpuppen sich als Sängerinnen und Instrumentalistinnen von hohen Graden, eine Operndiva ist dabei, die sie spielend zum höchsten Gipfelton hinaufjodelt und seinen mystischen Klang wie ein Monument im Nachthimmel stehen lässt. Die Geigerin zeigt eine virtuose Musikantenseele und die Dritte im Bunde beschäftigt sich grazil mit Perkussionsinstrumenten. Auch die sich in Polka, Ska, Raggae und balkanesischen und orientalischen Elementen ergehende Rockband hat so manche Überraschung parat. Eine Gitarre, die durchdachte Soli und schnellste Riffs ins Publikum katapultiert, ein polyrhythmisch agierender Schlagzeuger, ein Keyboarder, der mit Klangteppichen das ganze Geschehen einzuhüllen versteht. Er ist auch dafür zuständig, so manchem auffrisierten Jodler eine esoterisch anmutende Kulisse zu bereiten. Das alles steht Hubert von Goisern als Klangkulisse zur Verfügung. Allmählich entstehen die schönen Momente, die Glanzpunkte, bei denen der Sänger poetisch und nachdenklich wird. Auch baut er seine Ziach, ein Horn oder eine Trompete ein, nur des Klanggeschehens wegen, nicht um virtuos zu brillieren. Die entschleunigten Phasen gewinnen schließlich die Oberhand. In einer solchen kommt auch der Kontakt zum Publikum zustande, das der mit einer witzig verpackten Aufforderung zum Jodlersingen beim Lied Wann i durchgeh durchs Tal bewegen kann. Er würde, wenn er im Publikum säße, nicht mitsingen, sagt er, aber sich dann hinterher ärgern, dass er nicht mitgesungen hat. Einige Botschaften bringt Goisern gewandt unter die Leute: Eine davon betrifft den Abbau von Grenzen, Misstrauen und Ängsten. Auch das "Regenlied" hat Bedeutungsvolles zu bieten. Damit hat die Goisern-Band bei einem Konzert in Obervolta den lange erhofften Regen und sich damit Anerkennung als Musiker herbeigespielt. Text und Foto: Bernhard Furtner
Jenapolis 9. August 2009 Fast hätte man die Kulisse des Eröffnungsspektakels Tell noch einmal aufgebaut wissen wollen. Aber zumindest musikalisch versetzte der Österreicher Hubert von Goisern sein Publikum zünftig ins Alpenländle. Der durch seinen zu E-Gitarre und Ziehharmonika gejodelten Liedern berühmt gewordene Musiker, gibt auf der Bühne der Kulturarena alles: vom burschikosen Alpenrocker, zum Frauencharmeur, sensiblen Weltmusiker und folklorigen Geschichtenerzähler. Und das alles ganze drei Stunden lang. Dabei ist kein Lied wie das andere. Von Goisern beeindruckt die rund 3000 Besucher mit einer absolut vielseitigen Stimme, die er – unterstützt von seiner Band sowie dem weiblichen Trio Maria Moling, Elisabeth und Marlene Schuen – abwechselnd in jazzige Passagen, klassischen Gesang und alpinen Jodel taucht.
PNP 8. August 2009
Alpine Klänge gehen beim Open Air in Burghausen in deftigen Rhythmen auf Härter als gewohnt präsentierte sich Alpenrockstar und Liedermacher Hubert von Goisern am Donnerstagabend auf der Burg von Burghausen vor gut 2000 Zuhörern. Eine deftig aufspielende Rockband mit einem flexiblen Hintergrund von Rock, Ska, Techno, Reggae und Pop, eine tonmäßig in höchste Bergeshöhen aufsteigende Opern-Jodlerin, eine Geigenvirtuosin und eine Perkussionistin - diese Melange der Möglichkeiten gaben Goisern neue Impulse bei der Aufbereitung alter und neuer Titel. Lag die Betonung in der ersten Phase des ohne Pause durchgezogenen Konzerts auf deftigem Rock, so überwogen in der zweiten die entschleunigten philosophisch-lyrischen Töne. Text & Foto: Bernhard Furtner
Dolomiten 6. August 2009 Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Seebühne Kaltern, als Dienstagabend Hubert von Goisern gemeinsam mit den drei Gadertaler Mädls Maria Moling, Elisabeth und Marlene Schuen sein zweites Südtirol-Konzert gab.
Schwäbische Zeitung 5. August 2009
FRIEDRICHSHAFEN - Mal laut, mal leise, aber immer voller Leben und Leidenschaft: Hubert von Goisern und seine Band haben am Montagabend auf dem Kulturufer in Friedrichshafen begeistert. Das große Zelt war seit Wochen ausverkauft. Manchmal passt‘s einfach. Eben haben Hubert von Goisern und seine Band Regen gespielt, nein zelebriert, da mischt sich jemand von ganz oben ein – und lässt dicke Tropfen aufs Zeltdach prasseln. Wer so einen Regisseur zur Seite hat, kann nicht mehr viel falsch machen. Und so erleben die Zuhörer im großen Kulturuferzelt einen wunderschönen, stimmungsvollen, beeindruckenden Auftritt des 56-Jährigen aus dem Salzkammergut. Dass Hubert von Goisern, der in den letzten Jahren mit einem Schiff und vielen Gastmusikern an Bord unter anderem Rhein und Donau befuhr, schon viel von der Welt gesehen hat, ist seiner Musik anzuhören. Da erklingt zusammen, was erst mal nicht zusammengehört, aber doch irgendwie passt. Jodler, Stromgitarre, afrikanische Rhythmen und Klänge vom Balkan, Akkordeon und klassischer Gesang, zum Beispiel. Was Hubert von Goisern und seine siebenköpfige, junge Band auf die Bühne zaubern, sind keine Lieder, sondern Klangbilder, die an ihren lauten Stellen mitreißen und an den leisen unter die Haut gehen. All das würde wohl sogar mit schwachsinnigem Text funktionieren. Muss es aber nicht, denn der Oberösterreicher ist ein feiner Beobachter des Lebens, der seine großen und kleinen Botschaften in eingängige, kluge Worte verpackt. Ein Beispiel: Weit weit weg – eines der wenigen Stücke an diesem Abend aus seiner Anfangs-, der Alpinkatzen-Zeit, sicher das schönste aller österreichischen Liebeslieder. Ansonsten greifen Sänger und Band auf vor allem neueres Material zurück, spielen bei ihrem knapp zweieinhalbstündigen Auftritt fast alle Lieder der aktuellen Live-Doppel-CD Haut und Haar und ernten viel Beifall und reichlich Juchitzer aus dem Publikum. Der Held des Abends allerdings ist Hannes, Backliner der Band, also für die Instrumente auf der Bühne zuständiger Roadie. Der Mann, den der Herrgott eigentlich nicht als Tänzer auf die Welt geschickt hat, steht am Rande des Geschehens und gibt alles. Hannes hüpft, wackelt und wedelt mit den Armen – "Showtime" halt. Seinen großen Auftritt hat er aber gegen Schluss, als ihn Hubert von Goisern als Vortänzer mitten auf die Bühne holt. Jetzt klatschen, jetzt schreien, jetzt springen – Hannes macht’s vor, das Zelt folgt. Sagenhaft. Selten zuvor hat jemand bei einem Konzert die Menge so außer Atem gebracht, ohne einen einzigen Ton fabriziert zu haben. Martin Hennings
Schwäbische Zeitung 4. August 2009 Alpenrocker auf dem Kulturufer
Er bringt zusammen, was nicht zusammen gehört: Hubert von Goisern. Mit seiner Band hat der Alpenrockmusiker gestern Abend auf dem Kulturufer Hunderte Fans begeistert. Das Große Zelt war zum Bersten voll, als Hubert von Goisern alt Bekanntes, aber auch und vor allem viel Neues aus seinem aktuellen Album S’NIX spielte. Von Beginn an ließ der Alpenrocker es krachen, er jodelte und rappte. Text: lix | Foto: Felix Kästle |
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