Hubert von Goisern
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AUSTRO-POP-SHOW

Vermischtes: 2004

Hubert von Goisern's "Rache" am ORF

Salzkammergut Internet Zeitung 21. Dezember 2004 | Text: Herbert Greunz | Foto: ORF
Hubert von Goisern und Arabella Kiesbauer

Die Austro Pop-Show 2004

Die angekündigte "Ultimative Austro Pop-Show" war wohl vom ORF als Gewissensbereinigung gegenüber der heimischen Austro-Popszene konzipiert, wobei man beim Begriff "ultimativ" zwischen den Begriffen bedrohlich, unmissverständlich, drastisch und nachdrücklich wählen kann. Nachdrücklich verschaffte sich Hubert von Goisern bei der Verleihung des "Amadeus Austrian Music Award 2001" Gehör, als er bei seiner Dankesrede als bester Solokünstler national mit scharfen Worten die geringe Präsenz heimischer Musiker in den ORF-Programmen kritisierte. In der damaligen TV-Ausstrahlung der Gala fiel diese Kritik der Schere zum Opfer, worauf die österreichischen Musiker völlig zu recht Protest einlegten. Auch im Jahre 2003 wurde Hubert wieder nominiert (mit der CD Iwasig), er zog es aber vor, der Gala fernzubleiben, weil sich an der Programmpolitik bis zu diesem Zeitpunkt nichts geändert hatte.

Sensationeller 2. Platz für Heast as net

Die angesprochene Rache ist Hubert von Goisern beim Finale der Austro-Popshow wohl in Form von Genugtuung und unbändiger Freude gelungen, als er sich hinter Rainhard Fendrich's heimlicher Hymne I am from Austria mit seiner wunderschönen und subtilen Ballade Heast as net als zweiter Sieger platzierte und damit Falco's Rock me Amadeus auf den dritten Platz verwies. Diesmal hatten die ORF-Zensoren keine Chance Hubert von Goisern vom Bildschirm zu verbannen, weil das Endergebnis mittels Telefon und SMS-Abstimmungen ausschließlich durch das Fernsehpublikum entschieden wurde.

Die Marktgemeinde Bad Goisern gratuliert Ehrenbürger Hubert von Goisern zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und wünscht ihm für die Zukunft viel Ehrgeiz, Standfestigkeit und Durchsetzungsvermögen bei der Verwirklichung seiner humanen Projekte und musikalischen Ziele.

Handys, Piercings, Millennium-Crash

ORF 2004 | Fotos: ORF

Arabella Kiesbauer präsentiert die Hits und das Lebensgefühl der vergangenen 15 Jahre

Hubert von GoisernEineinhalb Jahrzehnte und 40 Hits: Dem Zeitraum von 1990 bis heute widmet sich Arabella Kiesbauer in der dritten Folge der Austro-Pop-Show, die am Freitag, dem 10. Dezember 2004, um 21.15 Uhr zu sehen ist. Es war die Epoche der technischen Revolutionen: Das Handy mutierte vom Statussymbol zum Gebrauchsgegenstand, die DVD löste die Videocassette ab und Begriffe wie SMS und World Wide Web waren plötzlich in aller Munde.

Auch optisch waren die Neunziger eine revolutionäre Zeit: Tätowierungen wurden salonfähig, Piercings waren schon fast ein modisches Muss - und bauchnabelfreie Tops trug nicht nur jener kleine Prozentsatz der weiblichen Bevölkerung, der es sich leisten konnte.

Die Hits und das Lebensgefühl dieser Epoche fängt Arabella Kiesbauer im dritten Teil ihrer Austro-Pop-Show ein. Zu hören ist die gesamte Bandbreite der Musik made in Austria von E.A.V.s Ding Dong aus dem Jahr 1990 bis zu Verenas Addiction von 2004. "Der Austropop lebt, das zeigt diese Show ganz deutlich!" sagt Arabella. "Die 40 Musiktitel, die am 10. Dezember präsentiert werden, beweisen, dass das Publikum österreichische Popmusik von österreichischen Künstlern und vor allem in österreichischer Mundart mag und akzeptiert. Natürlich plaudere ich auch in dieser Folge mit meinen Gästen über Ereignisse, die vielfach schon fast in Vergessenheit geraten sind und an die man sich gern wieder erinnert."

Rapids Einzug ins Europacupfinale 1996, Hermann Maiers triumphaler Aufstieg zum "Herminator" und sein sensationelles Comeback, der Unfalltod des Austroidols Falco, die Angst vor dem "Millennium-Crash", dem weltweiten Computercrash zur Jahrtausendwende: Es gab vieles in den Jahren seit 1990, das die Nation erregte, begeisterte, bewegte oder erschütterte.

Hubert von Goisern und die AlpinkatzenVon den 40 in der dritten Folge vorgestellten Songs werden vier ein weiteres Mal in der Austro-Pop-Show zu hören sein, und zwar in der großen Finalshow am Freitag, dem 17. Dezember, um 21.15 Uhr in ORF 1. Denn im Vorfeld war eine Fachjury aus Musik- und Medienexperten aufgerufen, ihre Favoriten aus den Siebzigern, aus den Achtzigern und aus der Zeit von 1990 bis heute zu bestimmen.

Aus dieser Jurywertung sowie den Verkaufs- und Hörercharts, dem durch den jeweiligen Song hervorgerufene Medienecho und dem Ausmaß, in dem ein Titel für Gesprächsstoff sorgte und sich im kollektiven Bewusstsein als Hit verankern konnte, ergaben sich die "Top 10" des Austropop. Diese zehn Titel (drei aus den Siebzigern, drei aus den Achtzigern und vier von 1990 bis heute) stellen sich in der großen Finalshow dem Publikumsvoting. Und allein das ORF-Publikum entscheidet, welcher Titel das Zeug zum ultimativen Austropophit hat!

Die 40 Titel der dritten Folge beinhalten: Heast as net: Hubert von Goisern, 1992; Koa Hiatamadl: Hubert von Goisern, 1992; Rund umd Weut: Zabine, 2000