Hubert von Goisern
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FUTURE LECTURE

Vermischtes: 2014

Future Lecture: Warum ändert sich nichts? Nachhaltigkeit effektiv kommunizieren

20. November 2014

Vortrag mit Hubert von Goisern und Astrid Rössler in Salzburg

Der Klimawandel und seine negativen Folgen können nicht mehr länger geleugnet werden. Es scheint jedoch, als würden die Schreckensmeldungen über Umweltschäden und drastische Klimaänderungen viele Menschen weitgehend unberührt lassen. Doch woran liegt das? Was ist notwendig, um den Veränderungsprozess zu beschleunigen?

Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich die Salzburger FUTURE LECTURE am 25. November 2014. Unter dem Titel "Warum ändert sich nichts? Nachhaltigkeit effektiv kommunizieren" wurde im Rahmen der österreichweiten Vortragsreihe der Dennis Meadows FUTURE LECTURE die Kommunikation von Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Blickwinkel interaktiv beleuchtet. Welchen Beitrag können Wissenschaft, Musik und Politik leisten um Nachhaltigkeit wirkungsvoller zu kommunizieren, sodass sich jede/r Einzelne von uns ermutigt fühlt im Sinne der Umwelt zu handeln und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Dazu sprachen und diskutierten:

  • der Musiker Hubert von Goisern: Die Rolle der Musik auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft.
  • die Landeshauptmann Stellvertreterin Dr.in Astrid Rössler: Kommunikation von Nachhaltigkeit durch die Politik, wirksames Instrument zum Bewusstseinswandel?
  • die Psychologin Mag.a Isabella Uhl: Kommunikation von Nachhaltigkeit am Beispiel von Klimawandel.
  • der Leiter des Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit an der WU Dr. Fred Luks: Die Rolle der Wissenschaft in der Kommunikation von Nachhaltigkeit.

Darüber hinaus zeigte der Salzburger Student Florian Spitzer in Interaktion mit dem Publikum überraschende, menschliche Reaktionen auf Nachhaltigkeitsbotschaften auf.

FUTURE LECTURE II in Salzburg

Future Lectures 2. Dezember 2014 | Foto: © Marc Stickler

HvGUnter dem Titel "Warum ändert sich nichts? Nachhaltigkeiten effektiv kommunizieren" fanden sich am 25. November hochkarätige Vortragende, sowie ein interessiertes Publikum im prall gefüllten Hörsaal der Universität Salzburg zur zweiten FUTURE LECTURE zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie man Menschen für Nachhaltigkeit sensibilisieren kann, und was nötig ist, um einen Veränderungsprozess hervorzurufen.

"What the world needs is a group hug!"

Ausgehend von der Fragestellung "Warum ändert sich nichts?" beleuchteten die Psychologin Isabella Uhl und der Student Florian Spitzer die Kommunikation von Nachhaltigkeit aus psychologischer Sicht. Beide kamen zum Schluss, dass eine Verbindung zwischen Menschen und soziale Nähe das Verantwortungsgefühl für einander und für die eigene Umgebung stärken und letztlich zu einer realistischen Risikoeinschätzung führen.

"Nachhaltigkeit kann und soll lustvoll sein"

Dann hatte der Musiker Hubert von Goisern seinen Auftritt: Er meinte, dass Nachhaltigkeit lustvoll sein soll und auch sein kann. Die Musik spiele im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle und könne sowohl die Welt als auch das Denken verändern. Musik bringe Menschen zusammen und mache sie sensibler und achtsamer für das, was um sie herum geschehe, so Hubert von Goisern.

Fred Luks vom Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit der WU verdeutlichte, dass sich die Problembereiche der Welt nicht mit den wissenschaftlichen Disziplinen decken würden und forderte deshalb zu mehr Inter- und Transzdisziplinarität auf. Die Wissenschaft spiele eine bedeutende Rolle bei der Kommunikation von Nachhaltigkeit und habe die Aufgabe nicht nur Modelle zu basteln, sondern auch mitreißende "Geschichten des Wandels" zu erzählen, die für einen Großteil der Menschen begreifbar sein sollten. Abschließend verdeutlichte die grüne Landesrätin Astrid Rössler mit eindrucksvollen Fotos und Bildern, die Verletzlichkeit des Ökosystems, und betonte wie wichtig es sei, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an der Erhaltung unserer natürlichen Umwelt zu beteiligen.

Publikumsvoting als interaktives Element

Die rund 200 BesucherInnen hatten mittels Abstimmgerät - ähnlich wie bei der Millionenshow - die Möglichkeit, sich an den spannenden Inputs der Vortragenden bzw. der Diskussion zu beteiligen. Die Ergebnisse der Fragen wurden direkt mittels eines Beamers visuell wiedergegeben. So konnte bereits zu Beginn der Veranstaltung veröffentlicht werden, welche Motive die BesucherInnen zur FUTURE LECTURE geführt hatten, und woher und wie sie angereist waren. Das Voting System fand beim Publikum großen Anklang und unterstütze auf unterhaltsame Weise die Interaktion zwischen ZuhörerInnen und Vortragenden.

Das Zusammenspiel aus vielfältigen, anregenden Inputs und der Mitwirkung des engagierten Publikums machten die FUTURE LECTURE zu einer gelungenen Veranstaltung, die zu guter Letzt bei einem veganen Buffet einen gemütlichen Ausklang fand.