Hubert von Goisern
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50. GEBURTSTAG

Vermischtes: 2002

Wia die Zeit vergeht

Bad Ischler Rundschau 14. November 2002 | Text & Foto: Josef Handlechner

Hubert von Goisern feiert am 17. November seinen "Fünfziger"

Ich verschwende keine Gedanken daran, das Rad der Zeit zurückzudrehen. Was vorbei ist, ist vorbei.
Hubert von Goisern

Hubert von GoisernBad Goisern - Grenzenlos heißt seine aktuelle Tour und das ist ist natürlich kein Zufall: Denn Grenzen stehen natürlich auch für Enge, und die hat Hubert von Goisern schon von klein auf nicht gemocht. Hubert Achleitner, am 17. November 1952 geboren, treibt es gleich einmal nach Abschluss der Lehre als Chemielaborant in die Welt hinaus - nach Südafrika zunächst, dann nach Kanada.

Aber auch da wird es ihm zu eng, nach einer ausgedehnten Asienreise entdeckt er auf den Philippinen das Musizieren mit Einheimischen und sein Interesse für die Volksmusik - und die Heimat. Zurück in Österreich, sucht und findet er seine eigene Auffassung: "Würde sich die Volksmusik nicht wandeln, dann wär's tote Musik!" Er trifft in Wien Wolfgang Staribacher und mit ihm veröffentlicht er 1988 das erste Alpinkatzen Album Alpine Lawine. Und auch wenn es noch ein paar Jährchen dauern sollte - die "Neue Volksmusik" wird bald einmal wirklich zur Lawine.

Fast genau zehn Jahre ist es her, seit Hubert von Goisern den ersten Auftritt mit neuer Band (den Original Alpinkatzen) absolvierte. Hiatamadl, Heast as nit & Co werden zu Hits: "Die Zeit war einfach reif" resümiert Hubert: "Bis dahin war alles, was nur im entferntesten mit Heimat zu tun hatte, suspekt oder tabu. Auf einmal haben die Leute sich getraut, zuzugeben, dass es ihnen gefällt."

1994 kommt Omunduntn auf den Markt, Hubert und die Alpinkatzen fahren nach New York und Paris - doch der Entschluss, das Projekt Alpinkatzen mit dieser Tour zu beenden, der steht fest.

Süßes Nichtstun ist freilich auch in der Folge nicht angesagt: Die Live-CD Wia die Zeit vergeht erscheint, Hubert schreibt die Filmmusik zu Schlafes Bruder und debutiert als Schauspieler in der Hölleisengretl. Die nächsten CDs Gombe und InExil nach Aftika- bzw. Tibet-Reisen sind ein ganz klares Bekenntnis zur Solidarität mit den Schwachen und Schwächsten dieser Welt übrigens ein Bekenntnis, das sich wie ein Leitfaden durch das Leben und die Arbeit des Goiserers zieht.

Nach sechs Jahren Abwesenheit von der Bühne meldet Hubert sich 2000 mit Fön wieder zurück und startet seine Tour mit einem "Warm up" im Bad Ischler Lehártheater - und ebenda war dann auch das Finale der Grenzenlos-Tour zu erleben, sozusagen noch taufrisch wie auch die bisher letzte CD (lwasig).

Und wenn alles glatt geht, könnte der Hubert im nächsten Jahr wieder einmal in seiner Heimat Bad Goisern auf der Bühne stehen ...