"Ich kann mir nur ein paar Schuhe leisten"
Er ist der Erfinder des Alpen-Rock, rappt zu Akkordeon
und Kuhglocke, tanzt Pogo unterm Matterhorn:
Pop-Jodler Hubert von Goisern
(41) und seine Alpinkatzen.
BamS-Interview mit dem eigenwilligen "Volksmusiker" Wenn
Hubert von Goisern auf der Bühne loslegt, zittern die Berge. Er
schrieb gerade eine Filmmusik für "Herbstmilch-Regisseur" Vilsmeier.
Ihr habt gerade euer Abschiedskonzert gegeben und noch die Live-CD Wia die Zeit vergeht rausgebracht. Ist das das Ende der Alpinkatzen?
Nein. Nur eine längere Pause. Ich möchte einfach mal ein halbes Jahr ohne Termine leben. Vier Jahre Tour - das schafft.
Wie sah der Tagesablauf aus?
Hotelzimmer, ab in den Bus, zur nächsten Tour-Station. Soundcheck, drei Stunden Auftritt, danach Interviews und ins Bett. Und am nächsten Tag ging's wieder von vorn los. Ich hab' eine 18 Monate alte Tochter, die mich Gott sei Dank erkennt und auch mag. Oft war ich ja nicht zu Hause.
Wann haben Sie zuletzt Urlaub gemacht?
Vor einem Jahr, sechs Tage Griechenland. Oder war's vor zwei Jahren?
Gibt's neue Pläne?
Nach dem Relaxen ein Kinofilm. Ich habe das Drehbuch und die Musik dazu geschrieben und stehe auch als Schauspieler vor der Kamera. Dann mache ich noch eine Modekollektion, die - genau wie meine Musik - Traditionelles mit Zeitgemäßem verbindet.
Ihr Markenzeichen sind die Bergschuhe ohne Schnürsenkel. Was hats damit auf sich?
Das sind die einzigen Schuhe, die ich habe. Ich kann mir kein neues Paar leisten. Diese echt Goiserer Bergschuhe kosten 1000 Mark das Paar. Die haben vier Jahre Tour überstanden und sollen noch mindestens ein Jahr halten.



