Hubert von Goisern
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LANGE NACHT DER KIRCHEN

Vermischtes: 2014

So bin ich - Hubert von Goisern im Gespräch mit Prof. Heinz Nussbaumer

6. Mai 2014 | Foto: © Franz Neumayr

Heinz Nussbaumer und Hubert von GoisernAm 23. Mai feiern Diözesen quer durch Österreich und in den Nachbarländern die "Lange Nacht der Kirchen" mit Musik und verschiedenen Kulturprogrammen. Die Pfarrkirche Hinterbrühl lädt zu einem besonderen Abend und begrüßt als Stargast Hubert von Goisern zum Gespräch über sein Leben, seine Musik – und seine spirituellen Sehnsüchte und Begegnungen mit großen Weltreligionen.

Der Hinterbrühler Gospelchor Voice Rejoice unter der Leitung von Christian Riegelsperger umrahmt das Gespräch zwischen Hubert von Goisern und Heinz Nußbaumer mit amerikanischen Spirituals, afrikanischen Gospelsongs und Hymnen der Ostkirche − drei Kulturkreise, die Hubert von Goisern in besonderer Weise kennt und schätzt.

Heinz Nußbaumer, seit Jahren der Organisator der "Langen Nacht" in Hinterbrühl, sagt über Hubert von Goisern, mit dem ihn seit Jahren eine tiefe Freundschaft verbindet: "Für mich ist Hubert der einzige lebende österreichische Musiker, der mit seinen Liedern und Kompositionen immer wieder Kontinente und Generationen, aber auch unterschiedlichste Kulturen verbindet. Von seinen großen Tourneen kennt er die Not in vielen Teilen der Welt aus unmittelbarer Nähe. Seine Musik, seine Wortmeldungen und sein konkretes Tun − unter anderem auch für SOS­ Kinderdorf − sind ein Spiegel seines besonderen sozialen Engagements. Ein spannender Abend erwartet uns!"

Lange Nacht der Kirchen 2014

Freitag, 23. Mai in der Pfarrkirche Hinterbrühl - Eintritt frei

19.30: Begrüßung durch Pfarrer P. Mag. Elmar Pitterle SVD
19.40: Festlicher Auftakt: Trommelgruppe Robert Kern, Johannes Riegelsperger und Rainer Gartner
19.50: Hubert von Goisern - "So bin ich": Der Weltmusiker im Gespräch mit Heinz Nussbaumer
21.00: Gospelchor "Voice Rejoice": Lieder und Spirituals aus drei Kontinenten. Leitung: Christian Riegelsperger
21.30: In-die-Nacht-Singen mit Helga Löschnig

Hubert von Goisern und Prof. Heinz Nußbaumer beim Langen Nacht der Kirchen

26. Mai 2014
Hubert von Goisern und Prof. Heinz Nußbaumer

Musiker Hubert von Goisern: "Ich bin ein religiöser Mensch"

Kathpress 23. Mai 2014

Der Weltmusiker Hubert von Goisern in der "Langen Nacht der Kirchen" im "Kathpress"-Interview über seine persönliche Religiosität, seine katholische Sozialisierung, seine Liebe zum Berg Athos und seine Freude
über Papst Franziskus und den neuen Salzburger Erzbischof

"Religion spielt in meinem Leben eine große Rolle": Das hat der Musiker Hubert von Goisern im Gespräch mit "Kathpress" anlässlich der "Langen Nacht der Kirchen" unterstrichen. Er fühle sich stets religiösen Menschen näher als areligiösen Menschen und suche auch gezielt Kirchen als "Kraftorte" auf, so von Goisern. Im Salzkammergut habe er eine "katholische Sozialisierung" insbesondere durch seine Großmutter erlebt und dadurch den christlichen Glauben kennengelernt.

Heute empfinde er die christlichen Kirchen in ihren institutionellen Ausprägungen jedoch eher als "notwendiges Übel". So ecke er etwa bei "manchen Gebetsformen und -formulierungen" an, aber auch bei Predigten sowie dem "Exklusivitätsanspruch", den die Kirchen in Heilsfragen erheben. Dennoch bleibe nicht zuletzt aufgrund seiner christlichen Sozialisierung eine Verbundenheit bestehen, die sich etwa auch darin zeige, dass ihn ein Element des Hochgebetes bis heute besonders berühre und als Gebet anspreche: "Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter meinem Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."

Positiv sieht von Goisern das Pontifikat von Papst Franziskus. "Es ist großartig, wie der Papst seine Berufung lebt. Und ich bin auch sehr glücklich über die Wahl von Franz Lackner zum neuen Salzburger Erzbischof", so von Goisern.

Ein besonderer "Kraftort" sei für ihn der Berg Athos, den er schon zweimal in Begleitung des katholischen Publizisten Heinz Nußbaumer erwandert habe. Über das Nußbaumer-Buch Der Mönch in mir sei das Interesse daran geweckt worden. Besonders bewege ihn am Athos, dass dieser Berg "durch die Gebete, die hier seit Jahrhunderten gesprochen werden, aufgeladen wird, zu einem Heiligen Ort wird".

Angesprochen auf den Eurovision Song Contest betonte von Goisern, dass er es bedaure, dass dieser zu einem "reinen Spektakel" geworden sei. Er selbst habe sich schon einmal mit seinem Lied Heast as net beworben, sei aber bei der Vorauswahl nicht einmal unter die besten 100 in Österreich gekommen. "Ich befürchte, ich bin mit dem Song Contest nicht kompatibel", beantwortete der Musiker die Frage, ob er selbst im kommenden Jahr für Österreich antreten wolle. Den österreichischen Siegersong Rise like a Phoenix sage ihm zu, die Künstlerin Conchita Wurst habe ihn jedoch als Kunstfigur, so von Goisern, "an die Grenzen seiner Toleranz" geführt.

In der Pfarre Hinterbrühl bei Wien stellte sich Hubert von Goisern im Rahmen der "Langen Nacht der Kirchen" dem Gespräch mit seinem Freund Heinz Nußbaumer. Kaleidoskopartig beleuchteten sie dabei das wechselvolle Leben des Musikers, seine Auslandsaufenthalte und -erfahrungen.