Hubert von Goisern
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STILLE NACHT, HEILIGE NACHT

Vermischtes: 2005

Stille Nacht, Heilige Nacht

Minedition 14. Juli 2005

24. 12. 1818. Eine kleine Ortschaft in Österreich. Hunger herrscht, Armut greift um sich. Ein Hilfspriester, Joseph Mohr, und ein Lehrer, Franz Xaver Gruber, wollen den Menschen ein Geschenk zum Heiligen Abend machen, wollen trotz der niederdrückenden Stimmung Freude bringen. Das Lied Stille Nacht - Heilige Nacht entsteht und wird am selben Abend in einer Kirche uraufgeführt. Tief ergriffen, mit einem wahren Geschenk, gehen die Menschen an diesem Abend nach Hause. Und dieses Gefühl wird sich noch viele, viele Male wiederholen, überall dort, wo das Lied erklingt, überall dort wo Menschen über Grenzen hinweg sich durch diese Zeilen und Melodie miteinander verbunden fühlen. Inzwischen wird es in über 140 Sprachen gesungen. Die Geschichte ist faszinierend für Jung und Alt, das Resultat ist ein echtes Familienbuch.

Exklusiv für diese Ausgabe interpretiert Hubert von Goisern das Lied in der Urfassung.

Familienbuch

Salzburger Nachrichten 29. November 2005 | Text: Bernhard Flieher

Die stillste Nacht

Die Geschichte des Liedes Stille Nacht, Heilige Nacht ist tausendfach erzählt worden. Der ehemalige SN-Kulturressortleiter Werner Thuswaldner (Text) und der Illustrator Robert Ingpen (Bilder) erzählen sie für die "minedition" des Michael Neugebauer Verlages noch einmal - und zwar kindgerecht in einem "Familienbuch", das sich als Vorlesebuch bestens für kalte Winterabende eignet.

Die Geschichte vom einfachen Lied, das Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber binnen weniger Stunden für die Christmette des Jahres 1818 in der Oberndorfer Pfarrkirche erschaffen haben, ist reich und schön bebildert. Der Text ist voller Fakten, einfühlsam, aber niemals naiv. Dabei wird nicht nur ein Blick auf die Geschichte des Liedes geworfen. Erörtert werden auch soziale Begleitumstände. Es herrschte Not nach dem Krieg zwischen Österreich und Frankreich. In dieser Not wurde das Lied von der Bevölkerung als Geschenk, als Trost empfunden.

Besonderes Extra neben Erzählung und Bildern ist die nur als Buchbeilage zu erhaltende CD. Thuswaldner erzählt die Geschichte von den beiden Schöpfern, der kaputten Orgel und der bescheidenen, aber weltbewegenden Melodie. Hubert von Goisern singt das in rund 140 Sprachen übersetzte Lied in der Originalfassung: Stimme und Gitarre.