Hubert von Goisern
DE
EN
 

ÄGYPTEN 2002

GRENZENLOS >> Ägypten: 1 2

Wüstenlandler

WOM 5/2002 | Text: Stefan Krulle

An der Schwelle vom Mittelalter zur Moderne ist das Volk Ägyptens dankbar für jeden Fingerzeig. Hubert von Goisern hat nun mutig alpine Weltmusik bis in die Hochburg der Islamisten fern von Kairo getragen

Deine Spuren im Sand...

Das Politikum macht erst mal stumm. Reisen nach Arabien sind im Moment so spannend wie wenig oppurtun. Wenn man ankommt, zwingt man sich in die Rolle des unauffälligen Beobachters, womit sich sofort lächerlich macht, weil es bestenfalls zwei Minuten lang funktioniert. Der blasse Blonde ist hier nie unauffällig aber er fällt immer wieder als was anderes auf. In Kairo als Tourist.

"Very good car, german good car", versichert der Taxifahrer, sein 66er Heckflosser habe noch keine zwei Millionen Kilometer runter. Fast neu, der Wagen. Dann tauscht er die Cassette mit arabischem Plastikpop gegen eine mit deutschem Plastikpop und stellt elend laut. Kann die Kolonialzeit weit schlimmer gewesen sein, ist sie überhaupt schon zu Ende oder sind nur die Mittel andere? Auf jeden Fall ist die Fahrt im Mercedes auch hier ein bisschen teurer, trotz dieser Musik.

Mit 70 durch die östliche Sahara, schneller mag das Militär nicht fahren, und ohne das Militär dürfen wir nicht fahren. Seit den Anschlägen der Islamisten auf Touristengruppen in Luxor 1997 ist. man offiziell in organisierte Panik geraten, also fahren schwer bewaffnete Quartette im Jeep voran, die an jeder zweiten Straßensperre gegen frisches Personal getauscht werden. Überhaupt nicht einzuschätzen, was hier Sinn macht und was nicht. Und was vielleicht am Ende nur die Ägypter provoziert.

Teepause in der Oase Al-Fayyum. Wo wir aussteigen, werden wir angestarrt. Der Hubert von Goisern, den wir alle hier zu seinem ersten Konzert nach Arabien begleiten, ist schon ganz still und schüchtern geworden. Noch 40 Stunden bis zum Auftritt. Das Goethe-Institut Kairo hat ihn eingeladen, er soll vor - Mohamed Mounir, Ägyptens Superstar, spielen.
Auf dem Campus von Assiut, der Metropole der Fundamentalisten am Nil, wo man den Nil aus Gründen der Sicherheit nicht mehr mit Kreuzschiffen befahren darf. Sogar Hercule Poirot müsste die Bahn nehmen, die ja auch nicht mehr sicher ist.

Enzio Wetzel und Hubert von Goisern

Es hat aber Gründe, daß die Kulturtage 2002, von Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam veranstaltet, in der Diaspora und nicht in Kairo stattfinden. "Die Hauptstadt zieht alle Gelder und Leute an, da muß es Gegengewichte geben!" sagte Enzio Wenzel, der das Goethe-Institut in Kairo leitet. Im Moment allerdings verteilt er überaus leckere Bananen an die Fahrgäste.

34 Grad im Schatten, irgendwie stört die Klimaanlage im Bus trotzdem. Seit Stunden Sand links und rechts, staubige Luft. Das nervt zuerst, bevor Beruhigung einsetzt. Das Land verschluckt dich wie Morast, bis die Minuten länger zu werden scheinen. Eine halbe Stunde an der nächsten Sperre, zwei Mal hat sich der Mann im Ausguck dabei bewegt. Das ist plötzlich aufregend. Wo kommen all die Tomaten her, die sie in abenteuerlich verrotteten Autos tonnenweise nach Norden fahren? Und wann kommt Assiut? Die ersten Bäume, mit staubgrauen Blättern. Ein Tor, grün und aus Eisen, schwer bewacht.

Die Universität, so ein Gebäude, wie es früher die Sowjets den Ägyptern schenkten. Keiner sonst in Assiut wohnt so gediegen, aber keiner auch so streng bewacht. Verlassen, so empfiehlt man uns mit Nachdruck, sollten wir den Quadratkilometer Universität auf keinen Fall. Es gibt Lunchpakete, mit viel Fleisch, das ist hier guter Ton den Gästen gegenüber. Das Fleisch ist furchtbar trocken, wir dürfen unhöflich sein. Das geht nur in der Gruppe, allein hätten wir tapfer bleiben und aufessen müssen. Draußen beäugen uns Studenten - und Studentinnen. 7000 frönen hier der Lehre, fast die Hälfte weiblich. Kopftuch reicht im "liberalen" Ägypten. Frauen ohne eines gehören zu den Kopten. Christen, deren einzige "Freiheit" das fehlende Tuch der Frauen ist.

Jetzt ein kühles Bier! Gibt es aber nicht. Irgendwo soll hier in Assiut ein Hotel mit dunkler Bar und echtem Pils sein, aber mehr weiß komischerweise niemand. Wo die Innenstadt liegt, wollen sie auch nicht wissen. Wir finden sie trotzdem, gleich nebenan. Sie ist nicht sehr schön, aber herrlich verwirrend und fremder als alles, was mir bisher gesehen haben. In diesen Städten riecht es noch. Manchmal duftet es, manchmal stinkt es. Hühner werden an der Straße geschlachtet, Kleider genäht, Früchte abgewogen, Lammkeulen mit feuchten Tüchern behängt.

Und Europäer sind wie Marsianer im Kölner Karneval. "Welcome to Egypt", rufen sie uns tausendfach entgegen, sie wollen unsere Hände schütteln, uns ein Taxi rufen, fotografiert werden. Das ganz besonders oft.

"Auf einen Film gebannt zu werden", steht in unserem Reiseführer "raubt den Mohamedanern das Gesicht!" Ein bisschen stimmt das wohl, "aber Ihr tragt danach ein Stück unserer Seele in Eurem Herzen!" erklärt uns eine junge, mutige Assiuterin. Poeten sind sie her fast alle.

Das Konzert rückt näher. Nach europäischen Maßstäben ist die Technik nachmittags so weit, dass man zwei Tage später spielen könnte. Es werden aber schon für diesen Abend 5000 Besucher erwartet, ungefähr. Man weiß es nicht, es gibt ja keine Karten, alles ist umsonst. Noch mal in die Stadt, man kann nicht widerstehen. Kinder scharen sich um uns, man hebt hier körperliche Nähe. Wir nehmen eine Kollegin mit ins Teehaus, man lässt uns, aber manche Gäste gehen lieber. Die Stadt ist aufgeregt, das erste Konzert hier überhaupt. Wir schaffen kaum den Weg zurück zur Uni, aus den 5000 ist das Doppelte geworden. Es gibt ganz vorne Plätze für die Ehrengäste, hinter uns drücken sie gegen die Absperrgitter. In Europa würde man jetzt flüchten, hier aber riecht es nicht nach Schwierigkeiten, auch wenn keiner weiß, warum.

Hubert steht im Rampenlicht und hat zwei Sätze Arabisch gepaukt. "So weiche Knie hatte ich noch nie", sagt er am nächsten Tag. Sie werden noch ein bisschen weicher, als nach dem ersten Lied niemand klatscht und trotzdem alle gut gelaunt sind. irgendwer steckt dem Hubert, dass man in Ägypten zwischen Songs nicht applaudiert, der Hubert sieht gleich wohler aus. Sie mögen seine Musik, sie tanzen, lachen, klettern auf die Balkone und in den Fassaden der fünfstöckigen Uni herum. In Europa hätte es da Tote gegeben, aber hier gibt es ja kein Bier. Nach einer guten Stunde kommt Mohamed Mounir. Man sagte uns, er sei ein Star hier. Das war untertrieben: er ist eher der Messias. Trinkt Bier auf dem Zimmer, sah mehr als eine Frau ohne Kopftuch, hat an der Freiheit gerochen und könnte gehen, wenn er wollte. Aber das wissen sie ja alles schon, sogar in Assiut, wo kaum einer von zehn vorher ein Konzert gesehen hat.

Ergo sind wir interessanter und kommen kaum mehr die Treppe hoch zum Hotel, gleich neben der Bühne. Dreißig neue Freunde in fünf Minuten, kein Problem. "Which Football Club do you like?" "Please, take a photo", "Are you Christian?" - "Nein, ich habe keinen Gott." Kurzes Schweigen, "No God?" - "Nein, ganz sicher nicht." - "We love you. No God is freedom!" Man kommt sich hier so oft ganz schlimm naiv vor. Aber gut möglich, dass sie solches ehrlich meinen. Die jungen Frauen fragten ja in der Stadt auch "unsere" Frauen, was Leben ohne große Hürden heißt.

Es ist schon tiefe Nacht, ich denke noch darüber nach, was einem Ägypter in Assiut wohl Huberts heiteres Jodeln hat bedeuten können. Die Ahnung von einer vagen Möglichkeit vielleicht. Natürlich hassen sie ihr Leben hier nicht selten. Ohne Freunde und Familie und mit etwas Geld wären viele längst weg. Und Konfessionen wie die der Muslime und Kopten werden mehr und mehr zur Geißel. Mit Kulturmissionen wie dieser, davon ist nicht bloß Enzio Wetzel überzeugt, kann "vermittelnd eingegriffen werden" Und vorbeugend.

Wer den anderen kennt, hasst ihn nicht mehr so leicht. Eine Binse, aber eine von Bedeutung. "Wenn die Situation in Israel sich nicht ändert", sagt Wetzel noch sehr diplomatisch", wird hier mühsam gewonnenes Terrain leichtfertig schnell wieder verspielt. Und wenn die USA womöglich den Irak angreifen, geht hier ein Pulverfass hoch." Das hört sich dramatisch an, und das ist auch dramatisch. Als Hubert von Goisern und Mohamed Mounir gemeinsam für die unbedarften Seelen von Assiut sangen, war die Welt am vergessenen Nil für einen Abend in Ordnung. Am nächsten Tag verhießen die Nachrichten indes erneut nichts Gutes. Den Vergeltungspredigern Scharon und Arafat scheint daran gelegen, besagtes Pulverfass allein zur Explosion zu bringen. Kein Lied wird sie hindern, und das Politikum macht uns stumm.

Hubert von Goisern & Band in Ägypten

2002 | Fotos: © Alex Schütz

Hubert von Goisern und Mohamed Mounir

WOM April 2002

Ein Jodler ist ein freundliches Geräusch und wirkt wie ein "Herein". Vielleicht deshalb stieg der Druck auf die Absperrgitter nach den ersten Versen des Hubert von Goisern bedrohlich an, als wolle jeder seiner ägyptischen Zuhörer dem Unbekannten persönlich die Hand schütteln.

In Assiut, fern von Kairo und als Hochburg der Islamisten verrufen, hätte man dem alpinen Weltmusiker vielleicht ein Waterloo, kaum aber den Triumph zugetraut. 10.000 junge Ägypter erschienen zum Konzert, sie alle waren ausgehungert, die meisten noch nie im Konzert gewesen. Dennoch: der Star des Abends war ihr Landsmann Mohamed Mounir, an dessen Ruhm und Bedeutung sich hierzulande ein Westernhagen messen kann. Weil aber der Ägypter (die Ägypterin kam auch hier nur am Rande vor) Neugier und Gastfreundschaft gleichsam ehrt, jubelt man bei Hubert nach Kräften. Und wirklich liegen die fremden Melodien, die elementar perkussive Richtung der Band dichter am Nil als an Elbe oder Spree. Was aber, wenn der Star ins turbulente Rund tritt? Gelassen bleiben, feiern wie die Pharaonensöhne, die auch ohne jeden Tropfen gottlosen Alkohols trunken dem Idol den Chor stellen. Wir haben Mounir nicht verstanden, aber er muß wichtiges zu sagen haben. Sie hoffen mit ihm, sie mögen ihre streng beäugte Jugend nicht, sie wollen lieber über Fußball als über Suren sprechen und verbeugen sich vor Religionslosen.

Mounir hatte Bier auf dem Zimmer, Hubert hatte die Ahnung von der weiten, hellen Welt in seiner Stimme, Assiut hatte den Abend des Jahres und wir glauben wieder an die Wunderwaffe Musik.

"Wir haben einen Samen gesät"

2002

Der Ägypter Mohamed Mounir und der Österreicher Hubert von Goisern im gemeinsamen Konzert

Grenzenlos

Jodeln unter Pyramiden, Holleraähdullioöh im Land der Pharaonen, Alpenrock im Orient?

Noch vor acht Jahren hätte sich die schreibende Zunft nur allzu gerne dieser Klischees bedient und den Sprung des ersten Vertreters des 'neuen Alpenrocks' über das Mittelmeer in den Nahen Osten bejubelt. Die Zeiten derartiger Oberflächlichkeit und solch einfacher Betrachtungsweise des Musikers Hubert von Goisern sind vorbei. Der Österreicher hat sich längst vom Volks- zum Weltmusiker entwickelt. Davon zeugt auch, was sich kürzlich im oberägyptischen Assiut bei einem Konzert von Hubert von Goisern und dem ägyptischen Idol Mohamed Mounir ereignet hat.

Hubert von Goisern hat bei dieser Gelegenheit sein neues Programm 'Grenzenlos 2002' vorgestellt. Bis zuletzt war allerdings nicht klar, ob das Konzept der Organisatoren aufgeht, Orient und Okzident musikalisch zu verbinden, also ein gemeinsamer Auftritt von Mounir und Goisern.

Ja, es ist gelungen: 15 000 euphorische Besucher umjubelten den Auftritt: "Es ist ein Samen gesät" sagt Goisern, oder aus Sicht von Mounir ist bewiesen, "daß das gemeinsame Musizieren stärker als Blut und Krieg ist".

Doch bis zuletzt war die Anspannung hinter der Bühne zu spüren, bis zuletzt waren weder Mounir noch Goisern überzeugt, daß 'es' gut gehen könnte.

Organisiert wurde dieses spektakuläre Zusammentreffen vom Goethe-Institut in Kairo (Fußnote: schon der alte Geheimrat war ein Verehrer der orientalsichen Dichtkunst und auch beträchtlich von ihr beeinflußt). Bewußt hat sich der Leiter der Programmabteilung, Enzio Wetzel, Assiut als Schauplatz ausgesucht. Bis 1996 fanden dort die deutschen Tage statt, ehe der Terroranschlag auf deutsche Touristen dieser gemeinsamen Initiative der deutschsprachigen Länder ein Ende gesetzt hatte.

Freilich, der 11. September machte die Ausgangssituation nicht leichter. Und dennoch bot diese Stadt, neben Kairo mit ihren 60 000 Studenten wichtigste Universitätsstadt, den richtigen Boden für dieses wagemutige Experiment.

Wer immer einen Ägypter (und sei es der ägyptische Zeitungsverkäufer im heimischen Salzkammergut) nach dieser Stadt fragt, wird eine abweisende Antwort bekommen, galt Assiut doch lange Zeit als Hochburg der Fundamentalisten und wird nach wie vor mit der Herkunft der Attentäter auf Präsident Anwar el Sadat identifiziert. Die Universität war ein Hort der Islamisten. Entsprechend radikal ist die Staatsmacht auch bei der Bekämpfung vorgegangen.

Wie angespannt die Stimmung noch immer ist (Ausnahmezustand), erfuhren Hubert von Goisern und seine Band dadurch, daß sie nur durch eine militärische Eskorte geschützt anreisen konnten. Selbst der Besuch der im übrigen ruhig und angenehm erscheinenden Stadt ohne bewaffneten Personenschutz war den Gästen aus Österreich und Deutschland nur nach wiederholten und massiven Hinweisen auf das Gebot der Gastfreundschaft möglich!

Trotzdem, gute Voraussetzungen für einen 'cultural clash' dieser Art: Die Menschen sind ausgehungert und sehnen sich nach einer kulturellen Begegnung. "Von der Angespanntheit auf und hinter der Bühne haben sie gar nichts gemerkt" ist Hubert von Goisern überzeugt. Bis zuletzt war ihm die Perspektive "glorreich zu scheitern" näher gewesen. Das Publikum nämlich drückte auf die Absperrungen und stürmte schließlich im Überschwang die Hinter- und Seitenbühne, einige hundert Schaulustige machten es sich zudem in den Festern und auf dem Dach des dahinterliegenden, halbfertigen Hotelbaus bequem. "Die Gefahr, daß etwas passiert, daß es zu Ausschreitungen gegen die Polizei kommt oder daß jemand vom Dach herunter fällt, auf dem in 30 - 40 Meter Höhe am Abgrund getanzt wurde war größer als die Chance, daß alles gut ausgeht", bilanzierte Hubert von Goisern. Und ein einziger Zwischenfall hätte angesichts des Aufgebots an Sicherheitskräften nur eine Konsequenz gehabt: "Daß so etwas wie dieses Konzert auf absehbare Zeit nicht mehr hätte stattfinden dürfen".

Hubert von Goisern

aß es zu den möglichen Zwischenfällen nicht gekommen ist, liegt vor allem auch am "Magier Mounir" (Goisern), dem es gelungen sei, "die Leute friedlich zu machen". Schnell erkennt Hubert von Goisern in Mounir einen "Seelenverwandten: Er kommt zwar aus einer anderen Kultur, steht aber für dasselbe, was ich gemacht habe: Er bekennt sich zu seinen regionalen Wurzeln, ist aber in seiner Umsetzung international".

Es war deshalb für den Österreicher leichter, sich mit der Musik Mounirs auseinander zusetzen als beispielsweise mit der Musik der Tibeter: "Beide Kulturen über auf mich eine Faszination seit Kindheitstagen aus. Mit seiner Musik habe ich mich allerdings leichter getan als mit der tibetischen, die sich als Bewahrung alter Taditionen versteht. Er steht mit seiner Musik im Hier und Jetzt. Mounir schöpft zum einen aus nubischen Traditionen, was vor allem die Rythmik durch seine vierköpfige Perkussionsgruppe (hier kommen vor allem die nubische Duff und die ägyptische Darabuka zum Einsatz) und die Melodien verdeutlichen. Die moderne Auffassung seines Musizierens verdeutlichen freilich die Reggaegitarre und die Jazztrompete in seiner Band. Und auch Form und Länge der Nummern deuten auf Befruchtung von außen hin."

Die nubische Moll-Pentatonik, auf die Mounir in fast allen seiner Nummern zurückgreift, macht es Hubert von Goisern schließlich leicht "ihnen mit der Ziehharmonika und in Dur ein Stück 'wegzunehmen' und eine eigene Geschichte auszubreiten".

Mounir und Goisern sind sich einig, "daß es etwas außergewöhnliches gewesen ist und nachbearbeitet werden muß". Goisern: " Es ist nicht zulässig, davon auf irgendeine andere Situation an einem anderen Ort zu schließen, aber die Hoffnung auf ein besseres interkulturelles Verständnis, und damit auf weniger Mißtrauen und Angst voreinander hat Nahrung erhalten durch diese Aktion" und bezeichnet diesen Abend als "legendär" lassen uns doch die täglichen Fernsehbilder aus den Nachbarländern dieser Region vermuten, daß diese Art der Begnung angeblich undenkbar ist.

Der Erfahrungssüchtige Goisern ist mit seiner Band schon wieder unterwegs. Kap Verde, Senegal und Burkina Faso werden drei Wochen bereist, etliche Konzerte und Musikerbegegnungen werden stattfinden.

Mit diesem Erlebnis-Input gehts anschließend ins Studio um das neue Programm aufzunehmen und ab Mai in den deutschsprachigen Ländern aufzutreten. Verblüffend, daß Hubert von Goisern offensichtlich sein Konzept schon wieder erneuert hat: viel Rhythmus und 'Party' bestimmen die Konzerte 2002.