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Hubert von Goisern
 

GRENZENLOS TOUR 2002

GRENZENLOS >> BAND >> Bernd Bechtloff

Bernd Bechtloff

Bernd Bechtloff

Bernd Bechtloff, Seven Ages, Alpinkatzen, Hubert von Goisern - und wie alles zusammenpasst ...

Bernd Bechtloff und Dieter Nemetz, beide der Rockgruppe Bates Unlimited machen 1993 eigene Songs und nehmen im Zuge von Bates Albumaufnahmen eine eigene CD mit drei Stücken auf: Neuland. Danach werden für die Overdubs Musiker eingeladen.

Die Proben machen so viel Spaß, daß es auf der Hand liegt, auch live zu spielen. Da es sieben Musiker sind, einigt man sich auf den Namen Seven Ages (Untertitel: Modern ensemble for drum, voice 'n' violin). Ein kleine Wiener Label (Gash Records) möchte Neuland veröffentlichen, was aber nie wirklich passiert. Es werden jedoch 500 Stück auf eigene Kosten gepresst.

Sandra Dorner, eine Mitarbeiterin von Gash-Records, schickt Neuland nach Amerika, zu den Veranstaltern eines der größten internationalen Musik-Festivals, das South by Southwest Festival in Austin/Texas. Prompt wird die Band eingeladen!

Die österreichischen Medien werden auf Seven Ages aufmerksam. Fernsehauftritt Warlitzer und Treffpunkt Ö3 stellt die Band und die einzig halbwegs "radiotaugliche" (was für ein Wort!) Nummer She's never shy vor. Eckhard Mützner (Cello) verläßt die Band gleich wieder. Ihm, der sonst nur Klassik spielt ist dieses Projekt zu "hippie"!

Sann, Anfang März, zum ersten vierten Gig, fliegt die Gruppe nach Texas. Der Kameramann Hans Walsberger - später WN-TV Chef, dokumentiert für den ORF (X-Large) die Reise. Umjubeltes Konzert im Club Catfish Station in Austin. Zufällig schlendern Hubert von Goisern's Alpinkatzen während des Konzertes in den Club, freuen sich endlich neue, eigenständige Musik zu hören, und sind natürlich überrascht, eine österreichische Band vor sich zu haben. Mann trifft sich eine Stunde danach im Club gegenüber bei Hubert's Auftritt, und dann, - alle gemeinsam, in der Unterkunft der Seven Ages.

Eine lange, denkwürdige Nacht, die noch Folgen haben wird. Zurück in Österreich avanciert der Neuland-Song She's Never Shy zum Treffpunkt Ö3-Hit der Woche, Plattenfirmen interessieren sich. 7A-Manager Nik Puschek zieht einen "major"-Plattenvertrag mit BMG Ariola an Land. Beflügelt von dem raschen Erfolg, nimmt das Ensemble eine Maxi-Single auf - On The Lake, die tatsächlich zwei Monate später der nächste Treffpunkt Ö3-Hit der Woche wird.

Wolfgang Spannberger, Tontechniker und Co-Produzent von HvG, wird für's erste Seven Ages Album engagiert. Davor dreht die Band noch einen Videoclip zu On The Lake am Keutschachersee in Kärnten, wo die Akteure als Wassermann, Nixe, Farn-, Schlamm- und Sumpfwesen zu sehen sind. Das Video kostet jedoch das 3-fache des vorveranschlagten Preises und das unbekümmerte Drauflosprodzieren kommt daraufhin ins Wanken. Zudem erweist sich die Zusammenarbeit mit dem sogenannten Manager Nik Puschek als nicht mehr zielführend und wird beendet. Er nimmt der Band aber noch viel Geld ab, was die finanzielle Lage noch prekärer macht.

1995: Nachdem unzählige Demobänder keinen Gefallen bei BMG finden (zu unkommerziell, zu experimentell...) beginnen die Ages mit W. Spannberger nach eigenem Gutdünken aufzunehmen. Gemeinsam wird über ein Jahr an diesem Projekt gearbeitet. Die Aufnahmen finden an akustisch interessanten oder einfach nur stimmungsvollen Orten statt, wie zB 3 Tage in einer steinzeitlichen Höhle bei Wiener Neustadt, im Wald, am Miesenbacher Bauernhof, in Fabrikshallen aber auch in großen und kleinen Tonstudios. Außerdem werden fleißig Konzerte gespielt.

Im Herbst 1996 ist es endlich soweit: Das erste Album mit dem schlichten Titel Seven Ages kann im Amphietheater Lindabrunn (südl. von Wien) präsentiert bzw "getauft" werden, wie es in Einladung heißt. Alpine Sabine (später "Zabine") - auch nicht mehr bei HvG, spricht die Eröffnungsworte "es beginnt". Der bekannte Religionsphilosoph Arnold Keyserling tritt auf die Bühne und "tauft" Band und Album mit prophetischen Worten. An die 500 Menschen stehen bei Fackellicht im Nebel und erleben ein Konzert an das man sich lange erinnert.

Zu diesem Zeitpunkt ist bereits Schlagzeuggewitter Wolfgang Maier - auch von der so erfolgreichen HvG - Alpinkatzen Band, zu Seven Ages hingestoßen. Das Album wird ein Achtungserfolg, hochgelobt bleibt es aber doch eher ein Geheimtip für Musikfreaks. Immerhin über 3000 Stück gehen über den Ladentisch und Bühnenrand.

Bald muß sich aber auch Dieter Nemetz, das zweite Gründungsmitglied aus beruflichen Gründen von der Band trennen (er übernimmt die Gießerei seines Vaters). Der Gitarrist Paul Hochreiner aus Salzburg kommt bald nach der Präsentation an Dieter's Stelle dazu. Kurze Zeit spielt auch Stefan Engel (ebenfalls Ex-Alpinkatze) als Keyboarder mit, verschwindet aber nach einer kurzen Tournee von der Bildfluache. Das Ausscheiden von Dieter Nemetz zieht auch indirekt Archie Lang, den zweiten Geiger aus der Gruppe.

Da Seven Ages immer sehr von der Individualität der einzelnen Musiker gelebt hat, kann es nicht ohne grobe Folgen bleiben, wenn zwei von sechs Musikern die Band verlassen. Eine Auflösungs- und Zusammenfügungsphase sind die Folge. Trotzdem spielt die Band 1995 und 1996 viele Einzelkonzerte, und Festivals. Unter anderem mit den Levellers, Oysterband, Selig, Crash Test Dummies, Fleshquartett, HvG, Sisters of Mercy, David Bowie, ..., sowie zwei Polentourneen.

1997: Eine intensive Probezeit, aus der eine neue Band, und automatisch auch eine neue Musik und eine neues Programm entsteht. Der Neuzugang des Multiinstrumentalisten und Fackeljongleurs Heinz Wolfsbauer (Adebar) aus dem Burgenland, macht Seven Ages wieder komplett. Als starkes Team spielt die Band 1997 bis 1999 um die 70 Konzerte in Österreich, Polen, Tschechien und Deutschland. Vor allem 1998 - die Across the Land Tour ist sehr erfolgreich.

Aufnahmen für ein zweites Album stehen dann aber unter keinem guten Stern.

Kurz zurück: Schon 1997 wurde Bernd Bechtloff (Seven Ages Sänger, Treibkraft, Text- und Songwriter) von Hubert von Goisern, - dem Bernd's Schlagzeugspiel auf dem Album Seven Ages gefiel und Wolfgang Spannberger eingeladen bei HvG's Tibet Projekt mitzumachen. Die CD Inexil - ein gelunger Versuch einer musikalischen Annäherung zweier Kulturen verkaufte sich nicht weniger als 40.000 mal und wurde sogar vom Dalai Lama gelobt. Hubert fragte also Bernd Anfang 1998 ob er bei einer neuen HvG- Live Band, neuem Album und anschließenden Tourneen mitmachen wolle. Bernd sagte ohne zu Zögern Ja, was in weiterer Folge bei den Ages einen Motivationsknick hervorrief, und zur Auflösung der erfolgreichen Formation führte. Als Erster steigt Drummer Wolfgang Maier aus, der ja als Ex-Alpinkatzen Zeugler doppelt involviert ist. Eine Schlagzeugersuche beginnt.

Fernando Paiva, ein brasilianischer Meisterdrummer steigt ein, kann aber aus Termingründen nur ein (!) Konzert (beim Wiener Stadtfest) spielen. Die übrigen '99er Termine spielt dann noch der Maier Wolfi und wird damit freundschaftlich und feierlich aus der Band verabschiedet.

Am 14. August des Jahres steht die "98er Band" von Seven Ages das letzte Mal auf der Bühne. Es war klar, - diese Konstellation hat sich überlebt. Aber was nun?

Gemeinsam wird beschlossen, sich auf die Basis rückzubesinnen (=Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang = Paul Hochrainer, Wolfgang Wackerlig, Bernd Bechtloff) Gesagt - getan, nur bekommen die drei dann Lust das halbfertige Album fertigzumachen.

In Paul's Tonstudio in Salzburg wird also bis ins Frühjahr 2000 an dem neuen Album Otherland gebastelt.

Seven Ages2000: Die anderen Ages fühlen sich aber nun ausgeschlossen und verlassen einer nach dem anderen das sinkende Schiff (wie sie meinen). Ines Bialonczyk, für die diese Band zur zweiten familie geworden ist, tut das mit schwerem Herzen. Didgeridoo Mann Otto Trapp nimmt der Band mit seinem Weggang eines ihrer Markenzeichen, und Heiz Wolfsbauer kann sich trotz wiederholter Einladung weder für's Weitermachen, noch für's Aussteigen entscheiden.

Im August ist es dann wieder soweit. Bei einer 3-Tages Probe im schon legendären Ambiente des südbürgenländischen Seminar - Bauernhofes von Eduardo und Birgit Bayer (- legendär deshalb, weil Seven Ages dort schon seit ihrer Gründung 1993 immer wieder in all den verschiedenen Besetzungen proben und der gute Geist des Ortes immer wieder geholfen hat, neue Grundsteine zu legen und eine neue Ära einzuleiten, - so nach dem Motto "fahren wir nach Eltendorf und alles wird gut..."), - bei dieser Probe also findet die Gruppe endlich wieder eine funktionierende Konstellation. Zu den drei "alten" Ages gesellen sich der bayrsche Pianist, Keyboarder und Saxophonist Hein Kraller, sowie die deutsche Wahl-Wienerin Ulli Goltermann an den Perkussionen (vornehmlich Congas, aber auch Berimbao, Violine, Klavier, Stimme und einen "Klangständer", der vom Sound her an drum-loops erinnert).

Inzwischen nimmt Bernd Bechtloff mit der neuen HvG-Band das Album Fön auf, welches bereits kurz nach seiner Veröffentlichung im November Gold einspielt.

Im Jänner 2001 - spielen die neuen Seven Ages ein Video Live in the Studio ein. Zu sehen und zu hören ist die Band live spielend in Paul's neuem Tonstudio "Bingo" in Surheim, Niederbayern, nahe Salzburg. Drei neuen Nummern und eine Bearbeitung des Neuland Stückes Cold Outside geben eindrucksvoll darüber Auskunft, daß diese Gruppe ganz und gar nicht tot ist.

Ab Mai 2001 sind Seven Ages wieder live unterwegs!

Das jüngste Seven Ages album, Otherland, wurde im September veröffentlicht und wird auf den Konzerten von Hubert von Goisern zu kaufen sein.

Alle, außer einem der Tracks, enthalten Lyrik, geschrieben von Bernd Bechtloff und einige der Tracks wurden in Hubert von Goisern's Studio in Salzburg aufgenommen. Huberts Freund und Produzent, Wolfgang Spannberger, hatte ebenfalls Anteil an den Aufnahmen dieser Basis-Tracks.

Die ehemaligen Alpinkatzen-Mitglieder Wolfgang Maier und Stefan Engel haben an vier Tracks mitgewirkt, Wolfgang am Schlagzeug und Stefan am Klavier.