Hubert von Goisern
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GRENZENLOS TOUR 2003

GRENZENLOS 2003 >> Mohamed Mounir

Hubert von Goisern und Mohamed Mounir

ÄgyptenEiner Einladung des Goethe-Instituts Kairo folgend, tourte Hubert von Goisern 2002 mit Band durch Afrika. Mit dem nubischen Popstar Mohamed Mounir spielte er im mittelägyptischen Assiut ein gemeinsames Konzert vor mehr als 15.000 Zuschauern. 2003 folgte die Gegeneinladung nach Europa und die beiden Musiker tourten drei Wochen gemeinsam durch Deutschland. Das Publikum bestätigte, was die beiden Künstler schon für sich entdeckt hatten: Die Musik ist eine Sprache, die kulturelle Unterschiede überwinden hilft.

Superstar aus Ägypten on Tour mit Hubert von Goisern!

Virgin 16. Juni 2003

Mohamed Mounir ist mehr als die schillerndste Gestalt des ägyptischen Pophimmels. Mit seinen durchdachten und damit zwangsläufig auch provokanten Texten gibt er seine oftmals kontroversen Ansichten zur Politik und Philosophie wieder. Seine Karriere begann der ehemalige Kunststudent im Kairo der 70er und avancierte rasch, doch nicht ohne anzuecken, zum geachteten Künstler. Mit seiner Musik und deren Inhalten wurde er zum Synonym für eine liberale Denkweise und der Sehnsucht nach Reform. Und auch hierzulande ist Mohamed Mounir liberal denkende Muslime und linke Intellektuelle schon längst ein Begriff und zugleich Inbegriff für den Dialog zwischen den Kulturen.

Vom 19. Juni bis 6. Juli tourt der populäre Nubier mit Hubert von Goisern. Gemeinsam - im besten Sinn des Wortes - und nicht wie gemeinhin üblich ausschließlich "nacheinander" - werden Goisern / Mounir ihren Beitrag zum Thema "Interkultureller Dialog" vorstellen. Die Entscheidung zu dieser gemeinsamen Tournee fiel vor rund einem Jahr, unmittelbar nach einem vom Goethe Institut initiierten Konzert der beiden in der ehemaligen Fundamentalisten-Hochburg Assuit. Nun, mehr als ein Jahr später und aktueller denn je, treten die beiden Grenzgänger zur Verständigung zwischen Orient und Okzident an. Anspruchsvoll und wichtiger denn je! - Die Presse sieht's genauso reagiert mit massiver Publicity auf Tournee und Tonträger.

Mohamed Mounir

www.hr-online.de | Foto: Zymner

Mohamed MounirMohamed Mounir ist in Aswan aufgewachsen. Seine poporientierte Musik hat unverkennbar ihre Wurzeln in den verschiedensten Genres arabischer und afrikanischer Musik. Und seine Texte sind durchweg gesellschaftsbezogen und politisch, wobei sich Mounir als Sprachrohr der kulturellen und religiösen Gemeinsamkeiten von Orient und Okzident sieht. Zu seiner Musik lässt es sich auch prima tanzen: Seine Songs werden in Ägypten gern bei Hochzeiten oder zu anderen Feiern eingesetzt, und so ist Mounir der Liebling der ägyptischen, säkulär orientierten Jugend.

Mounir hat, wie Hubert von Goisern, auch Erfahrungen beim Film gesammelt: Der Film Das Schicksal von Youssef Chahine, prominenter Außenseiter des ägyptischen Kinos und zugleich dessen international bekanntester Repräsentant, ist eine Abrechnung mit dem anwachsenden Fundamentalismus seines Landes. Mounir spielt den im 12. Jahrhundert lebenden Sänger Marwan, der einem Mordanschlag verhetzter Fanatiker beim ersten Mal noch entgeht, beim zweiten Mal erliegt - ein Verweis auf das Schicksal algerischer Rai-Sänger, aber auch ägyptischer Literaten wie Nagib Mahlus oder Farag Foda.

Nach dem Anschlag vom 11. September brachte er das Album Earth... Peace heraus. Das Video zu dem Titelsong Give Me Strength, O Messenger of God durfte lange Zeit nicht im ägyptischen Fernsehen übertragen werden. Vor ein paar Tagen gab Mohamed Mounir in Berlin ein Konzert. "Es sind traurige Tage für die gesamte Menschheit", sagte er in bezug auf den Irak-Krieg. "Aber wir sind die Mehrheit. Wir sind diejenigen, die Frieden, Gerechtigkeit und die Musik lieben."

Mohamed Mounir: www.mohamedmounir.me


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