Hubert von Goisern Kulturpreis
DE
EN
 

KULTURPREIS

Hubert von Goisern Kulturpreis

Der Hubert von Goisern Kulturpreis

zur Förderung von Talent und Beharrlichkeit wird vergeben für außerordentliches Engagement und Leistungen im Bereich Kunst und Kultur im Allgemeinen, insbesondere aber der Musik. Zur Unterstützung inspirierter und inspirierender Menschen sowie zur Förderung innovativer Lösungen und Ideen die dem Gemeinwohl zu gute kommen.

~

Gemeinsam mit einer dreiköpfigen Jury, deren Mitglieder auf verschiedenste Art im kulturellen Leben verankert sind, wählt Hubert von Goisern KünstlerInnen aus, deren Schaffen und Streben Förderung verdient und nötig hat. Die finanzielle Unterstützung durch den Kulturpreis soll die Preisträger ermutigen, ihre Arbeit fortzusetzen, ihre Kreativität auszuleben, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen und Anderen eine Inspiration zu sein.  Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro pro Jahr dotiert und wird über die folgenden zehn Jahre an jeweils bis zu fünf KünstlerInnen vergeben.

"Ich selbst wurde in meinen mittellosen Anfangszeiten von vielen Leuten unterstützt. Und diese Leute taten das, weil sie an das glaubten, was ich mache. So will ich das auch halten: Mit dem Preis will ich Menschen unterstützen, die sich künstlerisch auf eine Art und Weise mit der Welt auseinandersetzen, die ich für spannend und wichtig halte. Ich bin in der privilegierten Lage, so etwas tun zu können." – Hubert von Goisern

Gewinner des Hubert von Goisern Kulturpreises 2018

Irene TroiIrene Troi - Musikpädagogin, Brixen

Irene Troi wurde 1964 in Brixen geboren; Diplom im Konzertfach Violine bei Günter Pichler, seit 1992 Mitglied des Concentus Musicus. Davor Europäisches Jugendorchester, Wiener Akademie, Ensemble Baroque de Limoges, Il Giardino Armonico u. v. a. Seit 1992 organisiert und hält Irene Troi Music Camps für 4 – 14 jährige und gründete mehrere Streichorchester für Kinder und Jugendliche, u. A. das Jugendsinfonieorchester Südtirol. Für dieses Engagement und zur Unterstützung ihrer musikpädagogischen Arbeit erhält sie 2018 den Hauptpreis.

Mike RamsauerMike Ramsauer - Dokumentarfilmer, Abtenau

Geboren 1981 in Abtenau. Architekturstudium in Graz, danach Ausbildung zum Dokumentarfilm-Kameramann in Bozen. Heute ist Mike Ramsauer freischaffender Dokumentarfilm-Kameramann und Regisseur. In seinem Dokumentarfilm Quellmalz erzählt er die Geschichte des SS-Musikwissenschaftlers Alfred Quellmalz, der im Südtirol der 1930er und 40er Jahre Volkslieder der im Auswandern begriffenen "Volksdeutschen" archivierte. Für dieses Porträt von Brauchtum im Spannungsfeld zweier Diktaturen erhält er den Hubert von Goisern Kulturpreis. Erfahren Sie mehr über Mike Ramsauer: www.21mbfilm.com/blog/

Margarethe HlawaMargarethe Hlawa - Kulturveranstalterin, Hallein

Margarethe Hlawa-Grundner, geboren 1980, schloss das Studium im Geigenkonzertfach am Salzburger Mozarteum ab. Derzeit tritt sie vor allem mit dem Kammerorchester Salzburg Chamber Soloists auf und engagiert sich in zahlreichen anderen Formationen. Im Sommer 2015 eröffnete sie mit ihrem Ehemann in Hallein das Café Kurkuma. Von Beginn an war die kleine Bühne im Café auch Schauplatz für Kunst – für Charity-Konzerte, für Profis, aber auch für jene, die sonst keinen Raum bekommen, sich auszuprobieren. Sie erhält den Hubert von Goisern Kulturpreis für das eigene musikalische Können ebenso wie für ein ruheloses Engagement, in dem sich Liebe zur Kunst ebenso spiegelt, wie ein selten gewordenes soziales Gewissen. Erfahren Sie mehr über Margarethe Hlawa: www.cafe-kurkuma.at

Christoph SietzenChristoph Sietzen - Schlagwerker, Salzburg

Der 1992 in Salzburg geborene Luxemburger Christoph Sietzen wurde seit seinem sechsten Lebensjahr am Schlagwerk unterrichtet und studierte später Marimba bei Bogdan Bacanu und Schlagwerk bei Leonhard Schmidinger und Josef Gumpinger an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz, wo er mit Auszeichnung abschloss. Im Laufe seiner Studien widmete sich Christoph Sietzen darüber hinaus seinem Zweitinstrument Kontrabass, sowie dem Cembalo-Spiel, um sich intensiv mit der Musik des Barock auseinander zu setzen. Seit 2014 unterrichtet Christoph Sietzen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Für sein musikalisches Schaffen erhält Christoph Sietzen den Hubert von Goisern Kulturpreis. Erfahren Sie mehr über Christoph Sietzen: www.christophsietzen.com 

Die Verleihung

Juni 2018 | Fotos: © Horst Viertbauer
Irene Troi, Margarethe Hlawa, Hubert von Goisern, Christoph Sietzen und Mike Ramsauer

Am 11. Juni 2018 wurde der Hubert von Goisern Kulturpreis zum ersten Mal verliehen. Im historischen Marmorsaal von Schloss Mirabell in Salzburg begrüßte Bürgermeister Harald Preuner die Gäste, darunter Vertreter der Kulturszene und Politik aus Salzburg und sowie Familie und Freunde der Preisträger. Durch den Abend führte Hage Hein, Huberts langjähriger Manager, der mit dem Künstler über seine Gründe für die Stiftung des Preises sprach. Goisern dazu: "Weil ich ein Zeichen setzen und Mut machen will. Natürlich ist der monetäre Aspekt des Preises auch wichtig, aber es geht dabei vor allem um Aufmerksamkeit und Anerkennung."

Mit persönlichen Laudationes der Jurymitglieder wurden den Gewinnerinnen und Gewinnern Irene Troi, Mike Ramsauer, Margarethe Hlawa und Christoph Sietzen die Urkunden und Buchenhölzer überreicht, die Hubert von Goisern selber gestaltet hatte.

Zum Abschluss gab es noch einen musikalischen Genuss, als Schlagwerker Christoph Sietzen auf dem Marimbaphon zuerst ein Stück von J. S. Bach spielte und dann zusammen mit Hubert von Goisern einen gefühlvollen Jodler interpretierte.

Die Vergabe

Die Vergabe des Hubert von Goisern Kulturpreises erfolgt einmal jährlich an eine/n bis maximal fünf Preisträger/innen. Es gibt keine Altersbegrenzung und auch keine geografischen Einschränkungen. Ein besonderes Augenmerk gilt aber jungen Menschen aus dem Raum Salzburg und Oberösterreich.

Aus den eingereichten Ansuchen wählt eine Jury bestehend aus 3 Personen unter dem Vorsitz Hubert von Goiserns die Preisträger/innen aus.

Die Höhe der gesamten jährlichen Fördersumme beträgt € 10 000. Die Aufteilung auf den oder die Preisträger/innen bestimmt eine Jury.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei der Vergabe ist die Jury an keine bestimmten Vorgaben gebunden und kann den Preis völlig frei vergeben oder mit Auflagen an den oder die Preisträger/innen verbinden.

Der vorläufige Förderrahmen wird mit € 100 000 besichert; womit die Förderung für zehn Jahre garantiert werden soll.

Die Jury

Bernhard FlieherBernhard Flieher

Kulturjournalist Seit 1992 ist Bernhard Kulturredakteur und Kolumnist der Salzburger Nachrichten. Er ist in der Redaktion für Popkultur/Popmusik zuständig. Neben Publikationen zum Thema Popkultur und Popmusik in verschiedenen in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften, hat er auch zwei Bücher veröffentlicht. Als Musikplattenaufleger ist er auch tätig, unterwegs mit DJ-Abenden gepaart mit Lesungen. www.sn.at/autor/bernhard-flieher

Elisabeth FuchsElisabeth Fuchs

Dirigentin Chefdirigentin der Philharmonie Salzburg, mit der sie in den großen Sälen Salzburgs ein breit gefächertes Repertoire zur Aufführung bringt. Seit 2012 verbindet Elisabeth eine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Philharmonikern, seit 2014 dirigiert sie nahezu jede Saison das Zagreb Philharmonic Orchestra. Ein großes Anliegen ist ihr die Kinder- und Jugendarbeit. Sie ist die Gründerin der Salzburger Kinderfestspiele, der Salzburger Teeniekonzerte und der Salzburger Lehrlingskonzerte. www.elisabethfuchs.com

Elisabeth SchneiderElisabeth Schneider

Kulturmanagerin und -vermittlerin Geschäftsführerin bei dem in 1981 gegründeten Kulturverein "Das Zentrum" in Radstadt, der zu den bedeutendsten Kulturinstitutionen des Landes Salzburg gehört. Als künstlerische Leiterin ist Elisabeth für Programm- und Projektentwicklung sowie für die Umsetzung zuständig. Seit Jahren hat sie überregionale Tätigkeit u.a. im Landeskulturbeirat der Salzburger Landesregierung, Leader Pongau, usw. www.daszentrum.at

Hubert von GoisernHubert von Goisern - Vorsitz

Musiker Komponist und Produzent im Spannungsfeld zwischen Welt- und Volksmusik, zwischen Tradition und Moderne. www.hubertvongoisern.com

Ansuchen um den Hubert von Goisern Kulturpreis 2019

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Tun den im ersten Absatz definierten Kriterien entspricht, werden Sie Ihre Bewerbung zwischen 1. Oktober 2018 und 31. März 2019 über diese Homepage einreichen können.

Die Beschreibung der jeweiligen Leistung bzw. des Projektes sollte maximal 1000 Wörter umfassen. Es können auch Audio-, Film- oder andere Dateien eingereicht werden. Ein kurzer Lebenslauf ist obligatorisch.

Zeitraum der Bewerbungen ist alljährlich vom 1. Oktober bis 31. März. Die Verleihung findet im darauffolgenden Juni statt.

Die einreichenden Personen erklären sich einverstanden, dass die von ihnen zur Verfügung gestellten Informationen von der Jury eingesehen, diskutiert und im Falle einer Preiswürdigung auch veröffentlicht werden dürfen. Ausgenommen von der Veröffentlichung sind die persönliche Kontaktdaten (Email, Wohnadresse, Telefon).

Wenn Sie inzwischen Fragen haben, bitte wenden Sie sich an: kulturpreis@hubertvongoisern.com