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Hubert von Goisern
 

S'NIX

Hubert von Goisern
S'NIX >> Liedtexte

Showtime

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

es gibt kein deutsches wort für showtime

Sie kemman, sie rennan
Familien mit kindern
Verwandte, bekannte
Kimm zuawa, kemmts alle her

Hinter mir da spüt a geile musi
Und de schiabt als wia de sau
Da brauch i selber neama recht vü toan
Mi' nur mehr hinstell'n vorn und schaun
He da geht de post a, he da steigt a rauch auf
Is des nit scho wieder rock & roll
Samma da net wieder wo ma alle miteinander
Eh an jeden haben woll'n?

Tobager Naga
Japaner Kubaner
Niloten Schotten
Burmesen Chinesen
Kreter Tibeter
Katholen Triolen

Geh bitte gib ma mehr von dera musi
He des kann do' no' vü' lauter werd'n
Da muass si' schon no' mehrer rühr'n in dera hütt'n
I wü' den backbeat nit nur hearn
Mir san do da nit in a kirch'n; was is los
He komm scho' des is rock & roll
Hammas da net wieder alle miteinander, de nu leb'n auf dera welt
Da, wo mas eh scho' immer haben woll'n?

Pariser Walliser
Ladiner Berliner
Afghanen Germanen
Flamen Saamen
Kirgisen Friesen
Schiiten Suniten
Jenische Dänische
Bömische Römische
Muftis Gruftis
Warme Arme
Dünne Dicke

Weltuntergang

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Gestern hab'ns g'red't davon
Und heit hab'ns se's gsagt,
Dass ins, wanns a so weitergeht
Neama lang grad't.
A hitz'n wie in da höll'
Wacheln als wia da wöll
Hohwasser all da'm lang
Weltuntergang

Aber lang, aber lang
Is schon her, dass ma
Mitanand untergeh'n
Wia sa si g'hert
Aber heit, aber heit

Schaut's aus

wann nur's wetter so bleibt
Is ge wieder amål so weit

Ja aber, lumpn san lumpn san
Lumpn san mia
Und so lang ma nu lumpn toan
San ma zum kriag'n

Den oan fehlts in kopf
Und den andern in knia
Und de mehran fehlt gar nix
Aber toan t'an s' recht schia'
Oan hats in da zechen
Den andern in finger

Da oan kann nit reden
Und da andere nit singen

D'rum lang, ja lang
Is schon her, dass ma
Mitanand untergeh'n
Wia sa si g'hert
Aber heit, aber heit
Is ge wieder so weit
Dass ins hoamgeh' nit g'freit
Wann nur's wetter so bleibt

Was ma enk g'sagt hab'n
Is was ma sag'n kinna
Und was ma nit g'sagt hab'n
Des toan ma enk singa

All heilig zeiten kemman
Oa de was moan
Dass geh d' welt mit uns untergeht
Wann ma nit wia se' toan
Bald geh'n ma in d' kirchen
Bald in a moschee
Bald naglns uns nieder
Bald sprengen s' uns me

Aber lang, aber lang
Is schon her, dass ma
Mitanand beten so
Wia sa si g'hert
Aber heit, aber heit
Schaut's aus

Wann nur's wetter so bleibt
Is ge wieder amål so weit

Auseinandertreiben

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Sag wia toan, sag wia toan ma jetzt weiter
Alle fragen, alle frag'n mi' schon
Alle sag'n, alle sag'n, dass was nit
Stimmen kann

Seit i moan, seit i moana tua, dass d' liagst tuast
Seit i moan, dass du andern a no' gern hast
Woass i gar nimmer wo vorn und hint' is
Und find a koan schlaf
Alle red'n, alle reden schon davon
Si' hab'n di' g'sehen mit an andern mann
Und i wü a gar nit wissen was
Nu a so red'n

Schau mi' an, schau ma tief in meine augen und dann
Sag mas ob's so is
Weil so weiter toan hat leider koan sinn, aber
So
Mag i nit leb'n
Ohne di'

No me damané
Frag mi' bitte nit

Füreinander bestimmt samma
Nebeneinander vorbeileb'n tamma
Aufeinander steh'n tamma
Aneinander kleb'n tamma
Miteinander liab'n tamma
Gegeneinander red'n tamma
Aufeinander los geh'n tamma
Auseinander treib'n tamma

Es gibt a zeit, da geht all's wie von selber
Es gibt a zeit, da kannst' frag'n
Es gibt a zeit, da reden alle des gleiche
Es gibt a zeit zum vertrag'n
Es gibt a zeit, da wirst'd oanfach nit g'scheiter
Es gibt a zeit, da wird g'log'n
Es gibt a zeit, da kannst mit alle nur streit'n
Es gibt a zeit, wo's die verjag'n

Die Liab

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Wohin tragen mi' meine fiaß - mhm?
Was siag i wenn i die augen schliaß - mhm?
Schau i dann in die dein' - mhm?
Kann i dann bei dir sein - mhm?

Die liab, die liab sie gibt koa ruah
Und jeden tag will s' mehr
Und weil's mir gar so guat tuat
Drum kann i mi' gar nit wehr'n.

Find i zu mir, wann i zu dir find' - mhm?
Bin i bei mir, wann i bei dir bin - mhm?
San alle deine gedanken bei mir
So wie die meinen allweil nur bei dir
I woaß, dass mir z'sam g'hör'n
Und möcht di' bald wiederseh'n.

Die liab, die liab sie gibt koa ruah
Und jeden tag will s' mehr
Und weil's uns gar so guat tuat
Darum kann i mi' a nit wehr'n.

Die liab, die liab is wundersche
Und jeden tag wird s' mehr
Und hat's mi' oamal a-ang'lacht
Siag i überall nur stern.

Warum is nit den ganzen tag - mhm?
So wie i 's mit dir am liabstn mag - mhm?
Warum bist du heut gar so fern?

Haut & Haar

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

So wie die luft und wie des wasser
So grundverschieden san mir
Und wenn ma's nu so gern anders hätten
Es führt koan weg von mir zu dir
Da hilft koan beten und koan tabletten
Da gibt's koan mittel dafür
Du bist wie pulver und i wie's feuer
Mir sollen uns gar nit berühr'n

Aber dann denk i ma des is halt so
Was kann's 'n da scho hab'n
Dann san mir zwoa halt miteinander
A feuerwerk in der nacht

I wü di' heut
I wü nit warten
I wü di' mit haut und haar
I wü di' ganz oder
I wü di' gar nit
I wü di' jetzt oder nie

In deinen augen siag i des selbe
Dir geht's genau so wie mir
So wie mir abfahr'n auf einander
Is es ja eh schon passiert
Es gibt koan zruck, es gibt nur viari oder
Da bleib'n wo ma san
Erst wenn die nacht uns wieder hergibt
Fang' i zum nachdenken an

Und dann denk i ma, des is halt so...

Wenn was so fahrt wie bei uns zwoa
Dann kann ma gar nix dageg'n toan
Da muasst d'as nehma so wie's is
Und di' bedanken bei dein'glück,
Weil so was gibt's nit alle tag
Und dass' so is, is a nit schad,
Weil irgend wann muasst ausser'n liabn
A nu zeit für was anders kriagn

Leben

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Jeden Augenblick vom leben leben, leben
In jeden tag all's einelegen, einelegen.
Nit über all's allweil nur drüber reden, drüber reden
Es geht do' da nit nur um's überleben, um's überleben

Es kann uns koana sagen was morgen kimmt
Drum tuan ma lieber wie und was und wann uns selber ziemt
Es g'hört uns eh nix und des nix is umsonst,
Drum is des ganze leben a die grösste kunst

I wü' leben...

Da gibt's a gar nix zum - überlegen
Du bist drauf oder du bist daneben
Des was ma hat des muass ma geben
Und wenns d' nit wüllst dann lasst da's eben

Es g'hört uns eh nix und des Nix is umsonst,
Drum is' des ganze Leben a de grösste Kunst.
I wü' leben...

Herschaun

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Kann i, wü i, derf i, soll i oder muaß i sowieso
Hinschaun - glei' hinschaun?
Aber siag i da nit wieder was i sowieso nit seh'n will,
Wenn i hinschau - nit hinschaun!

Wenn i scho moan't, dass i da was versam'
Dann zahlat i ma wen, der fia mi' da hin gang, weil
All's auf amal geht si eh scho' nit aus, da bleib i
Lieber wo i bin und denk ma selber was aus

Muaß i jedes Mal wenn si irgendwo was abspielt
Hinschaun - glei' hinschaun?
Kimm i wann hingeh dann a dahin wo i wü
Wenn i hinschau - wenn i hinschau

Aber wenn i scho moan, da i selber geh'n mua'
Dann gangat i da nit hin, weil da hät' i koan ruah,
All's auf amal geht si nur dann aus, wenn i
Da bin wo i denk, weil da denk i mir's aus

Samma vorbeischauer, obischauer, einischauer
Oder samma bledschauer - samma bledschauer?
Samma alle schauer, samma wegschauer
Oder samma zuschauer - samma zuschauer?

All's auf amal geht si eh scho' nit aus,
Da bleib i lieber wo i bin und denk ma selber was aus
Und i tua geh neama singa, sondern nur mehr schrein
Weil dann kemman alle her und schaun bei mir da vorbei

I wü neama singa, I wü schrein
Weil dann kemman alle bei mir da vorbei

Vorbeischaun, Herschaun, Zuaschaun, Nit wegschaun
Da brauchst di' gar nit umschaun, da musst du drauf schaun
Wer hat'n was g'sagt von einschaun?
Des sollst da anschaun nur anschaun, weil da kannst da was abschaun
Du muasst a nit aufschaun, nit mitschaun, du sollst selber schaun
Wia schaust'n du drein? nit blöd schaun
Aber verschau di' nit...

Sieger

Musik: Engel, Porto, Bechtloff, Stranzinger, Maier, Lackner, HvG
Text: Hubert von Goisern

wer wü nit die stern' vom himmel hol'n
wer wü nit gern g'winna,
dass s' in aller welt davon erfahr'n
und lieder davon singen

aber nit jeder, der amal ganz oben steht,
woass a wia's obi geht

wer sein' gegner in die augen schaut
find't allweil nur si' selber
und wer si' über seine grenzen traut
der macht a manchmal fehler

aber nur der is sieger, der, wenn er ganz oben steht,
a woaß wia's obi geht
und so manchen der amål am boden g'legen is
hebt's wieder hoch in de höh'

Siagst as

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Xavier Naidoo, Hubert von Goisern

Gute reise, gute reise
Gute reise wünsch ich dir
Und auf die eine oder andre weise
In gedanken bin ich bei dir

Siagst as, siagst as, siagst as, siagst as
G'spürst as, g'spürst as, es wird schena
Wenn's das, wenn's das, wenn's das
Wirst as, wirst as, wirst as - kenna

Nach jeder langen nacht
Kommt irgendwann wieder des licht
Wenn die d'sunn dann nu anlacht
Schaut all's glei' ganz anders aus für di'

Du wurdest weise und leise
Ich weise nur darauf hin
Du wurdest weise, doch deine familie
Deine familie sind nun wir

Bis dass, bis dass, bis dass, bis so weit is'
Miaß ma, miass ma, miass ma - warten
Aber so wie's, so wie's, so wie's ausschaut
Is's bald, is's bald, is's bald soweit

Nach jeder langen nacht...
Gute reise, gute reise durch die nacht...

Im winter in der finsternis
Wenn jeder stern a hoffnung is
Wenn's licht in deinen gedanken ausgeht

Dann hast nur mehr die erinnerung
An's leuchten von a sommer sunn'
Wenn's golden hinter die bam aufgeht
Und an die hitz', wanns ob'n am himmel steht

Wir sind nomaden auf neuen pfaden
Durch die alte welt
Wir sind nomaden auf alten pfaden
Durch die neue welt

Dann kommt aus deiner erinnerung
Des leuchten von da sommer sonn'
De golden über die bam aufgeht
Dann heast as wie des eis zerbricht
(Und spürst as wie an hoaßen stich)
Dann g'spürst as brennen und die hitz'
Wenn's hoch über dir am himmel ob'n steht

Regen

Musik: Lackner, Pohn, Schartlmüller, Trogbacher, HvG
Text: Hubert von Goisern

Es war amål
So fangen die meisten g'schichten an
Aber es gibt a g'schichten de nu gar nit passiert san,
Oder an de si zumindest koana erinnern kann
Sowie de g'schicht von der i euch jetzt erzähl will
Aber natürlich is a jede g'schicht zumindest vom gfühl
Was, was schon amål gwesen is
A wenn's nit so is

Wia des wasser is, so bin i
I treib und treib nur so dahin
Regen kommt, regen geht
Koana woaß und koana versteht's

Nur wanns das genau nimmst, zählt die fantasie
Genau soviel wie du und i
Weil in dem moment wo's da was denkst
Is schon was g'scheh'n
Drum is's g'scheit, dass d' - wanns da was denkst
Deine gedanken glei' dahin lenkst
Wo's da taugt, wo's schen is
Wo's so wie's das mechst
Nit stressig und unguat, nix traurigs und schlechts.
A wenn's draussen regn't wia no nie

Mit'n wetter is's so wia mit da liab
Du muasst as nehma wias kimmt und warten was draus wird.
So wia i auf di gwart hab, ohne dass i gwisst hab auf was oder auf wen,
I hab ja eigentlich nit amal gwisst, dass i überhaupt wart
I hab ma nur denkt, irgendwann wird scho was g'schegn
Irgendwann heart a schon auf, da reg'n
Irgendwann kimmt wieder d'sunn
Irgendwas kimmt scho daher,
Oder irgendwer.

Wasser rinnt, wasser rinnt...