Hubert von Goisern
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TRAD II

TRAD II >> The Film

TRAD II

Juni 2004
Trad: Der Film

Trad: Der Film (DVD)

  • 1. kohler
  • 2. da insrige
  • 3. hedidi
  • 4. s'büscherl
  • 5. abend spat
  • 6. eiszapfen
  • 7. schützenmarsch
  • 8. krippensteiner
  • + interview

TRAD - Der Film auf DVD: mit szenischen Umsetzungen der Volkslieder und Jodler von Trad II sowie ca. 25 Minuten bisher unveröffentlichtes Interviewmaterial.

Die DVD gibt es nur auf Bestellung per e-Mail an Blanko Musik (info@blankomusik.de) und kostet:

innerhalb von Deutschland: 12,00 € (10,00 € für die DVD und 2,00 € Porto);
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Der Regisseur und der Goiserer: Ungewöhnliches Filmprojekt in ORF 2

Presseportal 27. Mai 2004

Julian Pölsler setzte die CD "Trad II" in Bilder um

Wien (OTS) - Musik und Bilder, zu einer Einheit verschmolzen - das bietet das TV-Special Hubert von Goisern - Trad II, das am Samstag, dem 29. Mai 2004, um 22.50 Uhr in ORF 2 zu sehen ist. Julian Pölsler, Regisseur der Polt-Reihe, hat gemeinsam mit dem eigenwilligen Musiker acht Songs der CD Trad II szenisch umgesetzt und sie mit jenen Bildern unterlegt, die von Goisern beim Komponieren der Stücke vor seinem geistigen Auge gesehen hatte.

Das ungewöhnliche Filmprojekt ist nicht die erste Zusammenarbeit von Julian Pölsler und dem Goiserer. "Ich kenne Hubert von Goisern seit 1986", erzählt der Regisseur. "Ich habe ihn in der Kärntner Straße gehört, wo er als Straßenmusikant auftrat, und war so tief beeindruckt von seinem Gesang und seiner Persönlichkeit, dass ich ihn spontan gefragt habe, ob er einmal bei einem meiner Filme die Filmmusik machen wolle. Aus dieser Begegnung wurde eine langjährige, tiefe, aufregende und schwierige Freundschaft." Eine Freundschaft, die auch immer wieder in beruflichen Kooperationen der beiden kreativen Köpfe ihren Niederschlag fand - so schrieb Hubert von Goisern beispielsweise die Musik zu Pölslers Zweiteiler Die Fernsehsaga - Eine steirische Fernsehgeschichte, der im Dezember 1996 im ORF zu sehen war.

Spektakuläre Landschaft hat von Goiserns Musik geprägt

Gedreht wurde Hubert von Goisern - Trad II in Hallstatt, Bad Goisern, Bad Ischl, Altaussee, der Eishöhle von Obertraun, der Gosauer Mühle, in den Salzbergen von Ebensee und auf dem Krippenstein. Hubert von Goisern erfüllte sich damit einen lang gehegten Wunsch: der Zuneigung zu einer Landschaft und ihrer Musik, speziell den ihm besonders ans Herz gewachsenen Jodlern und Volksliedern Ausdruck zu verleihen. Damit bekommt der Zuseher einen Eindruck von der spektakulären Landschaft in der Heimat des Hubert von Goisern, die ihn und seine Musik nachhaltig geprägt hat. Ganz einfach sei es jedoch nicht gewesen, in seiner Heimat Unterstützung für das Filmprojekt zu bekommen, sagt von Goisern: "Die Einheimischen, die muss man schon umwerben - immer wieder hinfahren, reden, ein Bier trinken. Am Ende aber hat mich der z'widerste Bauer durch sein Feld fahren lassen."

Auch Julian Pölsler erinnert sich an einige Schwierigkeiten, die bei der Verwirklichung des Filmprojekts auftraten: "Leider standen wir unter ziemlichem Termindruck, und deshalb konnte nicht alles so umgesetzt werden, wie es im Drehbuch stand. Aber bei welchem Film ist das schon der Fall? Das Wichtigste ist doch, dass der Film gemacht wurde. Hubert von Goisern sagt immer zu mir 'Irrtum ist nur im Nichtgetanen!', und da stimme ich ihm voll zu."

Das sind die Stücke, die im Film Hubert von Goisern - Trad II umgesetzt werden: die Jodler Kohler und Krippensteiner sowie De Gamserln, Da Insrige, S'Bürscherl, Eiszapfen, Abend spat und Schützenmarsch. Davon, dass das Ergebnis der ungewöhnlichen Filmarbeit das Prädikat "Unbedingt anschauen!" verdient, ist Julian Pölsler überzeugt: "Hubert von Goisern ist immer interessant und eine Seelenreise wert, ob auf CD, auf Tournee oder im Fernsehen!"

Hinter den Kulissen ...

27. Januar 2004 | Fotos: © Paul Rettenbacher & Jessica Jarosch

Jodler und Landler zu Drumbeats

Abendzeitung 30. Dezember 2003 | Text: David Herting

"Hubert von Goisern Trad II" - eine Doku im Bayerischen Fernsehen

Österreich, Land der Berge, Täler und Wiesen. Und Land der Menschen, die Traditionen wahren. Sie tragen Tracht, gehen zu historischen Armbrustschützenfesten oder greifen zu Hackbrett und Ziehharmonika. Das ist sehenswert, wenn der Reiseführer durch diesen Landstrich Hubert von Goisern heisst und seine Heimat, das Salzkammergut, in idyllischen Bildern zeigt und besingt.

Zusammen mit Regisseur Julian Pölsler ist eine poetische Reisedokumentation inklusive Musikvideos entstanden (heute, 23.15 Uhr, Bayerisches Fernsehen).

Von Goisern ist mit Hund, Harley und Tirolerhut unterwegs, mal auf den Bergen, mal in seinem Heimatort Bad Goisern, mal im Kahn auf einem unterirdischen See. Er erzählt Geschichten aus der Heimat und erklärt, wo er sich wirklich zuhause fühlt: "Überall da, wo Menschen Musik machen."

Und Goisern macht überall Musik. Seine neueste CD Trad II hat er in 2100 Meter Höhe auf dem Krippenstein im Dachstein-Massiv aufgenommen. Acht dieser Lieder werden in der Dokumentation abwechslungsreich in Szene gesetzt.

Auf dem Gletscher jodelt er zu elektronischem Schlagzeug im poppigen grün-gelben Boy-Group-Outfit, als romantischer Gondoliere singt und schippert er mit der Angebeteten über den Hallstätter See. Und zwischendurch gibt es Lebensweisheiten: "Wirkliche Liebeslieder sind immer Lieder von der Sehnsucht."

So ungewöhnlich die Volksmusikclips sind, so überraschend bodenständig präsentiert sich die Musik. Aber von Goisern bedient nicht mehr das ungeliebte Klischee vom Alpenrock. Sondern für ihn gilt: zurück zur Tradition mit Landlern, Jodlern und Märschen ohne grosse Schnörkel - vor dem Hintergrund einer Bilderbuch-Landschaft.

"Die Suppe muss salzig sein!"

Unser Salz 2003 | Text: Paul Rettenbacher

Hubert von Goisern präsentierte im Oktober seine am Krippenstein aufgenommene neue CD Trad II eben dort. Wir trafen ihn bei Filmaufnahmen im November, die auch im Bergwerk von Altaussee und in der Saline Ebensee gemacht wurden und fragt ihn nach seiner persönlichen Beziehung zum Weißen Gold.

Welche Bedeutung hat das Salz für dich?

Wenn ich etwas überhaupt nicht ausstehen kann, dann ist das, wenn etwas fad und geschmacklos ist. Das betrifft nicht nur das Essen an sich, sondern das Leben grundsätzlich. Die Suppe muss salzig sein und die Lebenssuppe auch!

Wie beurteilst du den Einfluss des Salzes auf die musikalische Tradition im Salzkammergut?

Ein direkter Einfluss auf die Volksmusik fällt mir spontan nicht ein. Aber natürlich hätte sich die ganze Region ohne das Salz in eine ganz andere Richtung entwickelt. Die Bedeutung war so allumfassend, da wurden sicher auch die Musik und die Musiker nachhaltig beinflusst. Zum Beispiel der Toifl Fritz (Note: Fritz Hillbrand ist ein regional bekannter Volksmusiker) war selbst bei der Saline als Wasserer beschäftigt. Der hat regelmäßig bei den Bergfesten zur Ziehharmonika gegriffen. Wenn du jedoch jetzt von mir ein Salz-Gstanzl hören willst, muss ich leider passen.

In einem deiner älteren Lieder gibt es die Zeile "Gott erhalt's unser Salz". Ist das Salz noch eine Zutat in deiner Musik?

Darüber hinaus noch nicht, aber vielleicht entwickelt sich etwas daraus, und es bieten sich dadurch irgendwelche Möglichkeiten in der Zukunft?

***

Vielen Dank an alle Kollegen für die Hilfestellung bei den Dreharbeiten zum HvG-Film. Wenn die Marketing-Leute sagen, "das wird schon irgendwie gehen", dann heißt es anpacken. Anpacken tun dann aber meist andere. Hier sollen all jene erwähnt werden: Im Gumplwerk im Altaussee war primär Johannes Weissenbacher als "Hausherr" für die Sicherheit und das Wohl der Darsteller und des Filmteams verantwortlich, auch für die Bewältigung der logistischen Herausforderung. Ihm halfen seine Frau, sein Sohn, Jessica Jarosch und Paul Rettenbacher beim Anzünden, Löschen und Fischen der nicht weniger als 1.900 Schwimmkerzen!

Eine Woche später in der Saline Ebensee: Walter Daxner ließ einen Salzberg aufschütten und veranlasste, dass die Männer des Leitstandes die laufende Auftausalzproduktion in die neue Lagerhalle umleiteten, sodass das Filmteam - von Salzstaub ungestört - HvG in der alten Lagerhalle ins rechte Licht setzen konnte. Nochmals vielen Dank an alle.

Danke Paul

Eine kleine Übung der Demut

Dezember 2003 | Text: Sarah Marchant | Foto: Stefan Prager

Hubert von GoisernTrad II hast Du in dem Krippenstein Berghotel aufgenommen - sicherlich ein eindrucksvoll obwohl ungewöhnlich Ort. Ist es Dir wichtig, wenn Du ein Album machst, Dich jenseits der vier Wände eines gewöhnliches Studios auszustrecken?

Nein, wichtig ist es nicht. In erster Linie ergab sich die Notwendigkeit aus dem um- bzw. Neubau meines Studios. Und dann war da eben diesen entlegene, leerstehende Gebäude oben auf dem Berg. Das hat mich gereizt. Es war also eine Gelegenheit, ein Zufall, wie vieles, wenn nicht das Meiste im Leben.

Was kann diese Erforschung des österreichisches musikalisches Erbes Dich als Komponist, als Musiker, oder nur persönlich beibringen?

Ich fühle mich nicht als Forscher, dazu hab ich nicht die Geduld. Mich durch Schutt zu wühlen um ein paar Edelsteine zu finden ist meine Sache nicht. Ich bücke mich aber gerne wenn ich was sehe was am Boden liegt, es muss nicht unbedingt glitzern. Es ist vielleicht auch eine kleine Übung der Demut - ich meine das bücken an sich. In erster Linie aber glaube ich ist es die Herausforderung Volkslieder ohne Pathos einerseits aber auch ohne Zynismus zu interpretieren. Und vielleicht auch ein Stück Vergangenheitsbewältigung. In jedem Fall mache es Spass.

Ein Film, der acht Lieder von Trad II begleitet, wird am Jahresende ausgestrahlt. Was hat Dich dazu inspiriert, diesen Film zu machen?

Ich bekam vom Bayrischen Rundfunk die Sendezeit, sowie die Infrastruktur für einen filmischen Beitrag zur Trad ll CD. Und Hage, mein Agent, hat mich dazu gedrängt dieses Angebot auch zu nützen. So einfach war das. Weniger einfach war es was g'scheites zu machen. Ich hoffe es ist uns gelungen.

War es ein gutes Gefühl, eine Rolle sowohl hinter der Kamera, als auch vor der Kamera zu spielen?

Leider war ich, sieht man von meiner Mitarbeit am Drehbuch ab, nur vor der Kamera. Das knappe Zeitbudget und die kurze Vorbereitungszeit fiel zudem in eine Periode wo ich kaum mehr Kapazitäten hatte und so vieles delegieren musste.

Nachdem Trad von den, von Dir so genannten österreichischen "Musik Polizisten" kritisiert wurde, bist Du, während der Dreharbeiten von Seiten der Einheimischen, auf Widerstand zu Deinem Projekt gestoßen? Oder waren in dieser Zeit die kreativen Differenzen zwischen dem "Rebell" und den "Wächtern" begraben?

Das Schönste an den Dreharbeiten war die Unterstützung der Einheimischen. Ich habe in dieser Zeit viele neue Freunde gewonnen und eine Wertschätzung der Menschen meiner Heimat erfahren von der ich vielleicht ahnte, aber nicht sicher war.

Natürlich gibt es noch immer welche für die ich ein rotes Tuch bin. Aber das ist auch ok so. Es gibt ja, bei aller Toleranz zu der ich mich selber immer wieder ermahne, auch die einen oder anderen mit denen ich nicht kann und/oder will.