Hubert von Goisern
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ALPINKATZEN

ALPINKATZEN >> Der Anfang

Wie alles begann ...

Wolfgang Staribacher und Hubert von Goisern

Hubert von Goisern und Wolfgang Staribacher lernten sich Ende der Achtzigerjahre kennen, als beide als Solo-Künstler in Wien arbeiteten. Zusammen haben sie komponiert, viele Konzert gespielt und sind auch beim Alpine Watzmann-Rustikal aufgetreten. Ihre CD Alpine Lawine wurde 1988 veröffentlicht. Nach Unstimmigkeiten spielten sie 1991 ihr letztes Konzert und danach trennten sich ihre Wege. Hubert setzte das Alpinkatzen-Projekt mit einer neuen Band fort.

Hubert von Goisern: ein Straßenmusiker in Wien - 1987

13. September 2005 | Text: Sarah Marchant | Foto: © Hansgert Lambers

Hubert von Goisern - Straßenmusiker in Wien

Wie oft hast Du für die Fußgänger auf der Kärntner Straße musiziert?

Ich habe nur ein paarmal auf der Strasse gespielt. In den 7 Jahren, die ich in Wien gewohnt habe, vielleicht 5-6 mal. Obwohl ich kein Geld hatte war das kein Anreiz. Der Grund war stets eine Depression, ein Isoliertsein und eine Sehnsucht nach Bergen und Naturlandschaft. Wenn ich mit geschlossenen Augen zwischen all den Menschen meine Zieharmonika spielte, war ich "Zuhause" und fühlte mich geborgen.

Strassenmusik zu machen war auch eine Herausforderung. Es kostet Überwindung, vor die Leute zu treten, und du musst schon gut spielen, um Menschen, die von hier nach da unterwegs sind, zum Innehalten zu verführen.

Es war eine gute Konzentrationsübung. Ich hatte kein Repertoire als solches, sondern habe immer improvisiert. Die Zieharmonika eignet sich für sowas ganz ausgezeichnet, weil es eigentlich ein ganzes Orchester simuliert. Und die diatonische Zieharmonika im Besonderen macht die Harmonielehre (jedenfalls die abendländische) im wahrsten Sinne greifbar.

Wie sah 1987 ein typischer Arbeitstag für Dich aus?

Ich bin meistens um 7h aufgestanden, habe mir eine grosse Tasse Tee gemacht und dann gleich zum Üben begonnen. Mein Hauptinstrument zu dieser Zeit war die Gitarre und ich habe zwischen 4 und 8 Stunden jeden Tag geübt. Zusätzlich verbrachte ich noch mindestens 2 Stunden pro Tag mit Theorie. Dazu las ich Bücher. Die Abende und Nächte habe ich komponiert oder bin durchs nächtliche Wien gewandert. Da ich wenig bis kein Geld hatte, bin ich nur selten in ein Lokal gegangen.

Ich habe jetzt schon lange nicht mehr auf der Strasse gespielt obwohl es mich manchmal danach gelüstet. Aber zur Strassenmusik gehört auch Anonymität.

Wie wurdest Du "entdeckt"?

Eines Tages, als ich mich in Wien am Graben musizierend wegträumte und nach einer Weile die Augen öffnete, stand vor mir ein Herr mit Mantel und Aktentasche. Er stellte sich als Willi Schlager von der Plattenfirma CBS vor und drückte mir seine Karte in die Hand, mit den Worten: "wenn Sie einmal eine Platte machen wollen, kommen Sie doch bitte zu mir".

Als die "Alpinkätzchen" zu schnurren begannen...

CBS 1988 | Text: Andy Zahradnik

Wo eine Ziehharmonika ist, ist Gerechtigkeit. Wo zwei Ziehharmonikas sind, sind die Alpinkatzen.

Unbeschadet vom Waldsterben, abseits der gesicherten Pisten und Klettersteige, ständig ihre Spuren verwischend, locken sie mit ihrem Schnurren Ahnungslose vom Weg ab. Alle Spuren verlieren sich im ewigen Eis. Aber aus den tiefen Quellen des Austropop sprudelt erfrischend die LP Alpine Lawine, sozusagen "mit der Kraft der Erde".

Die Alpinkatzen - Österreichs Antwort auf den Yeti. Das heißeste Duo seit "Preis und Wert".

Die österreichische Volksmusik hat viele Epochen der Geschichte überlebt. Und sie wird auch die Alpinkatzen überleben. Aber sie wird nachher nicht mehr dieselbe sein!

Kater Wolfgang Staribacher

Am 15.4.1955 erstmals in offiziellen Wiener-Urkunden erwähnt. 14 Jahre später geht's in diversen Schülerbands erstmals mit dem Verstärker an den Stromkreis. Mit 16 Jahren wird das Hobby bereits zum Beruf, Kater Wolfgang geht unter die Profimusiker...

Neben dem Studium bei Fritz Pauer, Roland Patik und Erich Kleinschuster, arbeitet "Stari" mit Wolfgang Ambros, Falco, Drahdiwaberl und der Ur-Szeneband Acid.

1981: Radikaler Ausstieg aus der Musikszene. Der Job in der Audioindustrie bringt dem Girokonto doch mehr. Doch auf der Ofenbank ist es dem Kater auf Dauer etwas zu langweilig, er beschäftigt sich deshalb mit Afro-Tanz, Therapieformen dem italienischen Fußball.

1986: neuerlicher Schritt auf die Bühne, der einige Monate nach den ersten Sologigs im zweiten Schritt seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Im Zusammenspiel mit Hubert von Goisern wird die Welt ab nun die Alpinkatzen erleben.

Wolfgang: Keyboards, Akkordeon, Posaune, Gesang

Kater Hubert von Goisern

Ins Jahr 1952 muß man zurückgehen, um die erste Eintragung im Geburtenregister des Bad Ischler Standesamtes unter Hubert von Goisern zu finden. Im zarten Alter von 13 trompetet Hubert bereits bei der örtlichen Blasmusik ebenso wie Sonntags beim Gottesdienst. Mit 15 Jahren dann der radikale Wandel: die Stromgitarre kommt ins Haus und auch die Töne ändern sich. Blues und Jazzrock werden für den Eigenbetrieb entdeckt.

1975: Dem Salzkammergut den Rücken gekehrt. Ab nach Afrika, anschließend Canada. Flamenco- und Harmoniestudium bei Juan Tomas und Robert Edwards, sowiel zahlreiche Solokonzerte.

1983: Asienreise, u.a. mehrere Monate bei phillipinischen Bergstämmen, Studium archaischer Volksmusik.

1984: Zurück in der Heimat arbeitet Kater Hubert als freischaffender Musiker und Komponist. Weiters Studium elektroakustischer und experimenteller Musik an der Hochschule für Musik, bei Dieter Kaufmann. Sowie musikalische Leitung von Performance- und Tanztheaterprojekten mit Andrea Campianu, Elio Gervasi, Clyde Joyce und Anderen. Kompositionen für Streicherquartett, Bläserensemble etc ... Gründung von Synthakus (Ensemble für zeitgen. Musik) und Solokonzerte.

Hubert: Steirische Ziehharmonika, Gitarre, Flöte, Trompete, Gesang

Die Alpinkatzen: Österreichs Antwort auf den Yeti

Popmusik mit einem saftigen Anteil österreichischer Volksmusik. Der Sound der "Steirischen", harmonische und melodische Strukturen der Volksmusik, alpine Dialekte, textlicher Bezug zu alpenländischen Themen... ...für die Alpinkatzen sind das Gewürze, denn lange genug waren unsere Tische mit Hamburgern, Steaks und Fritten beladen. Zeit wird's daß wieder einmal ein ordentlicher Sterz den Ton angibt.

So war's - (Für den US Markt: The way it happened)

Vor vielen Jahren: Wolfgang Staribachers internationale Karriere liegt in Trümmern. Sein Akkordeon hat nicht die Form einer Balalaika. Hubert von Goisern begeistert zu dieser Zeit philippinische Bergstämme für das Doppelpaschn.

Vor zwei Jahren: Beide treffen sich auf einer Verkehrsinsel im ersten Wiener Gemeindebezirk, und werden entdeckt.

Vor einem Jahr: Die Alpinkatzen in Norditalien als Straßenmusiker unterwegs, werden von den Carabinieri perlustriert
und zu Zahlung einer Geldstrafe von 4.000,- Schilling (natürlich in Landeswährung) angehalten. Aus der Unwilligkeit zu zahlen, der spontanen Solidarität der latent anarchistischen Italiener, Sprechchören, einem geschaukelten Polizeibus ... stop, denn genau das ist eine der vielen Alpinkatzengeschichten. Ja und wer die hören will, muß sich schon in ein Konzert selbiger bemühen.

Die Alpinkater

Hubert von Goisern, aus der Urheimat der Wildschützen, aus dem Salzkammergut, und Wolfgang Staribacher, Enkel des beliebtesten Tramwayschaffners der Remise Erdberg.

Stadt und Land, einer der vielen Gegensätze bei den Alpinkatzen. "Unvorstellbar, daß Ihr zwei gemeinsam Musik macht" meinten die Leute. Doch zu spät! Die erste LP war schon aufgenommen...

Alpinkatzen - 1989

23. Februar 2005 | Fotos: © Bernd Schweinar | www.allmusic.de

Haindling auf österreichisch

OÖN 25. Oktober 1988

Die Zukunft des Austropop, so entnehme ich einer Presseaussendung, soll wieder einmal gerettet sein. Als Retter berufen fühlen sich zwei Herren, die unter dem gräßlichen Namen Alpinkatzen auftreten und soeben ihr Debütalbum Alpine Lawine veröffentlicht haben. Diese Platte sprengt die Grenzen des Austropop tatsächlich.

Die Alpinkatzen bestehen aus Hubert von Goisern und Wolfgang Staribacher, zwei Naturburschen mit einer Vorliebe für Ziehharmonika. Auf dieser spielen sie zum Beispiel Dolos von Mikis Theodorakis (im alpinen Bereich ist das Lied unter dem Titel Ich hab die Liebe gesehn von Vicky Leandros bestens bekannt).

Komisch, dieses Instrumentalstück auf einer Austropop-Platte zu finden, aber es gibt noch viel ungewöhnlichere Dinge auf dieser Platte. Etwa die Weihnachtsansprache, die der damalige Kanzler Leopold Figl den Österreichern 1945 gehalten hat: "Ich kann euch nichts geben, keine Kerzen für den Christbaum, wenn ihr überhaupt einen habt, kein Brot, keine Kohle zum Heizen ..." Diese Ansprache ist gemixt mit "Es wird scho glei dumpa", zusammen heißt das Stück bei den Alpinkatzen Nachkriegsweihnacht.

Weiters gibt es englische Rocksongs, unter anderem It's All Over Now und Cocaine, Reggae und Disco, ein Stück Lehar (Gern hab ich die Frau'n geküßt) und Alpinsongs. Der Titelsong Alpine Lawine beschäftigt sich mit der Lawine, die "trachtig im Jodlerwahn" den Berg hinaufschwappt.

Solide Alm ist ein uriges Kochrezept: Sieben Speckstreifen, eine Zwiebel sowie Champignons in Kokosfett plus eine Spur Sesamöl rösten, Karfiol mit Tamari besprenkeln ... wem jetzt nichts dämmert, der wird nie ein Alpinkatzen-Fan. Was die beiden bieten, ist nichts anderes als eine hintergründige Beschreibung von Österreichs Kultur, vor allem der unechten Gebirgler-Urigkeit. Der Theodorakis-Titel ist auch deshalb auf der Platte, weil sich der Komponist geweigert hat, in einem faschistischen Regime seine Pflicht zu tun.

Alpine Lawine ist etwas zum Mitdenken, was den Erfolg hoffentlich nicht allzusehr schmälert. Aber die bayrische Gruppe Haindling hat bei uns auch ein begeistertes Publikum gefunden - und die Alpinkatzen sind nichts anderes als eine österreichische Ausgabe von Haindling.

Alpinkatzen

Musikmarkt 1. November 1989

Hubert von Goisern und Wolfgang StaribacherAlpinkatzen nennen sich zwei Musiker, die sich vorgenommen haben, die Volksmusik-Szene aufzufrischen. Der Sound ist geprägt durch die Steirische Ziehharmonika, aufgepeppt durch Synthesizer, E-Gitarre, Posaune. Tuba, Schlagzeug, Perkussion und Baß.

Die zwei Österreicher Wolfgang Staribacher und Hubert von Goisern bezeichnen ihre Werke selbst als Alpen-EthnoPop - nachzuhören einmal auf Kren und Speck und der gleichnamigen Single, zum anderen live im Konzert: Seit Mitte Oktober und noch bis zum 17. Dezember sind die Wanderer zwischen der Pop- und Volks-Welt unterwegs.

 

Volksmusikalisches im Disco- und Synthi-Look

Münchner Merkur 8. Mai 1990 | Text: Magnus Reitinger

Duo "Alpinkatzen" gastierte im "Buddy's Inn" mit einer außergewöhnlichen Kombination

Wolfgang Staribacher und Hubert von GoisernWeilheim. Hüttenzauber ist's nicht, was die Alpinkatzen auf Kleinkunst-Bühnen bringen - und Stromanschluß ist schon die Mindestvoraussetzung, will man in den Genuß ihres etwas anderen Volksliedergutes kommen. Ist "Saft" vorhanden, dann powern sie aber richtig los: Alpenländische Melodie-Tradition wird gnadenlos mit hämmernden Synthi-Tönen unterlegt, Volksmusikalisches mit Disco-Rhythmen vermengt. Und das Erstaunlichste daran: Klingt sogar ganz gut, was da bei den Lautsprechern 'rauskommt. Den Beweis lieferten sie - wenngleich vom geringen Publikumsinteresse sichtlich frustriert - jetzt im Weilheimer Musik-Lokal "Buddy's Inn" (welches man sich als Live-Bühne wohl merken sollte).

Von der "Wurzelmusik aus dem Salzkammergut" bis zum Stones-Verschnitt auf dem Akkordeon reicht das Repertoire der Alpinkater Wolfgang Staribacher (Keyboards, Akkordeon, Posaune, Gesang) und Hubert von Goisern (Steirische Ziehharmonika, Gitarre, Flöte, Trompete und Gesang).

Berührungsängste haben sie keine, die haben sie auch nicht nötig. Wenngleich es auf die Dauer nervt, daß Rhythmus und Effekte ausschließlich vom vorzüglich programmierten Synthesizer kommen, so überzeugen die Alpinkatzen musikalisch doch vollends. Zwischendrin spielen sie sogar mal Volksmusik im Original - und wir Zuhörer haben gar nichts dagegen.

Inhaltlich ist bei dem Austro Duo der neuen Art manches purer Schmäh, vor allem im zweiten Programmteil werden sie aber recht kabarettistisch. Da geht's um den Traum vom Hightech-Himmelreich und um bundesdeutsche D-Mark-Mentalität.

Philosophisches haben sie auch drauf: "Kann sein, daß lang bevor der Rubel rollt, uns allesamt der Teufel holt." Gute, witzige, Texte sind meistens dann die Rettung, wenn die Musik ein bisserl langweilig wird das machen sie recht geschickt, die Alpinkatzen. Und so geht man mit dem zufriedenen Gefühl aus dem Konzert, etwas ganz Außergewöhnliches erlebt zu haben. Und das stimmt ja irgendwie.

Der Watzmann ruft

Foto: Veronika Kub / Hot Fingers - Wien

Eine zeitlose Alpensaga - Der Berg ruft!

Wolfgang Staribacher & HvG

Vor 30 Jahren wurde die schrille Alpenshow, das Rustikal von M.O Tauchen mit Musik von Wolfgang Ambros und Liedtexten von Josie Prokopetz zum ersten Mal aufgeführt und ist seither zum Kult gereift.

Dieses erste Alpenmusical erzählt die Geschichte des grausamen Berges Watzmann, der regelmäßig die Söhne der Bergbauern zu sich ruft und sie in ihr Verderben laufen lässt. Doch dies ist eigentlich nur die Rahmenhandlung für jede Menge Spass. .. Manche Figuren, wie zum Beispiel die "Gailtalerin" sind seitdem längst Kult geworden!

Neben dem eigentlichen Rustikal Watzmann live (Aufzeichnung von der sensationellen Tournee '91) wird auch eine Dokumentationen über die Entstehung des Watzmann-Kults mit lange verloren geglaubten Raritäten aus den frühen Jahren (1972- 1982) geboten. Mit dem einem oder anderen Schuß Witz und natürlich auch mit der mal dramatisch-stimmungsvollen, mal fetzigen-schwungvollen Musik zwischen Rock und Schuhplattler- selbstverständlich live dargeboten (u.a. mit Hubert von Goisern!), erreicht das Stück hohe humoristische Klasse, ohne dabei auf das Niveau des Bierzelthumors abzusinken.

Hollaröhdulliöh - so hallte es in der Kongreßhalle

Augsburger Allgemeine 6. Mai 1991

"Der Watzmann ruft" - Konzert zweimal ausverkauft

(lim). Zünftige Trachtenhüte gibt es im Foyer, daneben Hosenträger, Feuerzeuge und Schlüsselanhänger. Auf allem steht: "Der Watzmann ruft". Das tut er bekanntlich - musikalisch gesehen - seit gut 11 Jahren, und auch seinem jetzt neu aufgelegten Ruf sind viele gefolgt. Seit Wochen waren die Vorstellungen am Freitag und Samstag ausverkauft.

Der Watzmann ruft ist ein sogenanntes Rustical des Wiener Rockbarden Wolfgang Ambros und den beiden Kabarettisten Manfred 0. Tauchen und Josy Prokopetz. Erzählt wird darin die Geschichte des Berges Watzmann, der sich seine Opfer holt. Ein bißchen Rocktheater, ein bißchen Bauernstück, die Grenzen sind absolut fließend und werden vom gut aufgelegten und teils kostümierten Publikum treffend kommentiert.

Eine naturalistische Heimatkulisse - mit Bergbauernhütte und Pappmaché-Felsen bildet das Bühnenbild. Vor rund 1400 begeisterten Zuschauern, die immer wieder in den Ruf "Hollaröhdulliöh" einfallen, läuft ein schrill- Comic ab, die Knechte sind dumm, der Bauer gewalttätig, die Mädel geschwätzig. Beim Stichwort Unwetter rumpelt eine düstere Pappwolke mit Zickzack-Blitz am Seilzug herein, und auch ein deftiger Striptease in der Walpurgisnacht wirkt 'nicht fehl am Platze'.

Erzähler, aber auch Liedsänger ist Wolfgang Ambros, mit seiner weichen Stimme zieht er das Publikum in seinen Bann. Er erzählt vom Schicksalsberg, als ob er bei Luis Trenker in die Schule gegangen wäre, Manfred 0. Tauchen agiert im Schauspiel Dreierpack, denn er ist Bauer, Knecht und sinnliche Gailtalerin - in jeder Rolle sich selbst übertreffend. Bei der letzten Tour war der Dritte im Bunde noch Mitautor Josy Prokopetz. Dem ist das Bergsteigen wahrscheinlich zu anstrengend geworden, an seine Stelle trat Christoph Fälbl, sicherlich eine der großen Entdeckungen dieser Tournee.

Alpinkatzen, aus Österreich

Wie gewohnt, hat Wolfgang Ambros, eine gute Band dabei, die vom Landler über Rock 'n' Roll ohne Wimperzucken zum Walzer, übergeht, die Alpinkatzen aus Österreich passen sich ideal an. Das Ende des Schicksalsstücks, einfach grauslig - egal, welche der angebotenen Version man sich zum Erinnern aussucht. Aber das ist alles nicht so ernstgemeint, sondern "Hollaröhdulliöh".