Hubert von Goisern
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KOMM, WIR SINGEN!

Vermischtes: 2017

Hubert von Goisern und das Österreichische Volksliedwerk: Komm, wir singen!

23. November 2017
Josef Pühringer, Präsident des Österreichischen Volksliedwerks, Irene Egger, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks, Anita Frühwirth, Obfrau Vorarlberger Volksliedwerk, Hubert von Goisern, Schirmherrschaft

Hubert von Goisern übernimmt die Schirmherrschaft einer Aktion des Österreichischen Volksliedwerks

Mit seiner Leidenschaft und Hingabe, Österreichs reiche Geschichte an Volksmusik und -liedern lebendig und für ein zeitgenössisches Publikum zugänglich zu halten, ist Hubert von Goisern genau der Richtige für "Komm, wir singen!", die neue Aktion des Österreichischen Volksliedwerks.

Die Organisation mit Sitz in Wien und Niederlassungen in den Bundesländern sammelt, dokumentiert und vermittelt regionale Musikkulturen in Gegenwart und Vergangenheit. Workshops, Ausstellungen und Konzerte sowie Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen quer durch Österreich sind allesamt Teil des Angebots des 1904 gegründeten Volksliedwerks.

Der heurige Schwerpunkt des langjährigen Schulprojekts "Mit allen Sinnen" heißt "Komm, wir singen!". Es lädt Schulen ein, ein österreichweites Liedrepertoire zu erarbeiten, das einen Impuls für das gemeinsame Singen geben soll. 

Hubert von Goisern, sieht im gemeinsamen Singen "in erster Linie eine Herzensbildung", wie er bei einem Pressegespräch am Donnerstag betonte. Gemeinsames Singen schaffe Vertrauen und sorge dafür, "dass keiner auf der Strecke bleibt, der es vielleicht noch nicht so gut kann", so von Goisern. Mehr als jedes Instrument komme die Singstimme "wirklich aus der Mitte: Selbst ich, der oft auf der Bühne steht, muss mich jedes Mal ein bisschen überwinden. Da ist eine Angst. So lernt man, seinen Zuhörern und seinen Mitmusikern zu vertrauen." Und vielleicht noch wichtiger: zuzuhören. "Sich einklinken und die Harmonie oder die Spannung mit den anderen zu spüren - das kann man nirgends so gut üben wie beim miteinander Singen." Um das überhaupt tun zu können, in der Schule, in der Familie, im Bekanntenkreis, brauche es aber gemeinsames Liedgut.

"Singen verbindet", erklärt Hubert von Goisern weiter. "Auf meinen Reisen habe ich Menschen verschiedenster Kulturen kennen gelernt. Das gemeinsame Singen und Musizieren hat dabei oft eine gemeinsame innere Verbindung hergestellt. Die Leute schwingen sich aufeinander ein, sie müssen aufmachen! Wir Österreicherinnen und Österreicher gehören ebenso zu jenen Kulturen, die eine lange Tradition des Singens haben. Auch ich bin mit den Liedern und der Musik aus meiner unmittelbaren Umgebung aufgewachsen. Ich finde es immer wieder spannend zum Kern der Traditionen vorzustoßen. Gerade in einer hoch technisierten, globalen Welt sehnen sich die Menschen nach Vertrautem, die dieses innere Gleichgewicht herstellen. Doch die Menschen heute kennen kaum gemeinsame Lieder. Ich sehe meinen Auftrag im Rahmen der Aktion darin, junge Menschen zu unterstützen ihre gemeinsamen Lieder zu finden."

Im aktuellen Schuljahr 2017/18 sollen die teilnehmende Schulen Lieder auswählen und singen. Als Schirmherr des Projekts sichtet Hubert von Goisern die österreichweite Vorauswahl und wird daraus Lieder für das gemeinsame Liedrepertoire vorschlagen.

Im Schuljahr 2018/19 setzen sich dann MusikvermittlerInnen in Fortbildungen und in Schulen mit diesen Liedern kreativ auseinander.

Das Finale soll im Schuljahr 2019/20 stattfinden, wenn das kuratierte Liedrepertoire gemeinsam mit Hubert von Goisern auf der Bühne öffentlich präsentiert wird.

Ziel des Projektes ist es, zusammen mit den SchülerInnen ein gemeinsames Liedrepertoire zu finden, zu erlernen und zu etablieren, um das gemeinsame Singen über die Schule hinaus in der Familie und in unterschiedlichen Gemeinschaften zu ermöglichen. Damit soll Singen als Beitrag zum geistigen und körperlichen Wohlbefinden und als Kommunikationsmittel erlebt und als Lebensbegleiter entdeckt werden.