Hubert von Goisern
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September 2016

21. September 2016 | Text: Hubert von Goisern

liebe freunde,

der sommer geht zu ende. Ich habe ihn zu hause genossen – bin übers salzkammergut so gut wie nie hinausgekommen. wozu auch? es ist ein wunderbarer platz, sich von den inneren und äusseren unruhen freizugehen, freizuschwimmen, freizusegeln, freizupaddeln, freizuradln und (in der hängematte) freizuschaukeln.

aber seit ein paar tagen spüre ich schon das adrenalin zurückkommen.
die herbsttournee steht unmittelbar bevor.
grosse vorfreude! gemischt mit ein bisschen wehmut. es werden meine letzten konzerte für längere zeit sein. nein, ich bin der bühne und des tourlebens nicht müde geworden, aber das programm ist schon in die jahre gekommen, und um was neues zu schreiben, muss es erst einmal wieder still in mir und um mich herum werden.  damit ich hören kann, ob da noch was zwingend nach draussen will.
damit geht eine 10 jährige, durchgehend phänomenale zusammenarbeit mit alex, sevi und hel zu ende. (zu ende…?) ich habe im kalender nachgeschaut. unsere erste probe war am 25. november 2006. eine unglaublich schöne zeit folgte. zu wasser, zu lande und zur luft. Eine spannende und befruchtende zeit, die sich auf drei studioalben und in fast 400 konzerte sowie zwei live doppel cd's nachhörbar niedergeschlagen hat.
eigentlich hätte unsere usa-konzertreise im vergangenen märz der abschluss sein sollen. aber dann hab ich doch nicht widerstehen können und ein paar konzerte in europa angehängt. oder hat mich stefan dazu überredet, noch das eine oder andere sommer-openair zu spielen und zu guter letzt eine kleine hallentour? egal - die flasche, nein, in dem fall ist es treffender von einem fass zu sprechen, will bis zum letzten tropfen geleert werden :)) der inhalt ist zu gut.

zwei jahre hab ich mir vorgenommen auszusetzen – naja, der bühne fernzubleiben. das hab ich 94 auch gesagt, werden sich einige erinnern - und dann sind doch (sehr spannende, begegnungsvolle, richtungsweisende) sieben jahre daraus geworden. solang wirds diesmal nicht dauern (ich wiederhole mich nicht gern - also eher acht ;).

möge es gelingen, die wehmut in grenzen zu halten und einen abschluss hinzulegen, der lange nachklingt, auf dass wir einander verbunden bleiben, auch wenn wir uns aus den augen verlieren. und - möge es gelingen, neue träume freizusetzen.

servus, euer hvg

salzburg, den 21. september 2016