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Hubert von Goisern
 

LINZ EUROPA TOUR 2007 - 2009

Hubert von Goisern
LINZ EUROPA TOUR >> Goisern goes East & Goisern goes West

GOISERN GOES EAST & GOISERN GOES WEST

Hubert von Goisern2007 startete Hubert von Goisern sein bisher größtes und kühnstes Projekt: die Linz Europa Tour 2007 - 09. Mit einem zur Bühne umgebauten Lastschiff samt Schubschiff und Wohnschiff, Band und Crew, schipperte er die Donau stromabwärts bis zum Schwarzen Meer und zurück nach Linz. Auf seiner Reise gen Osten legte der Goiserer vielerorts an, um mit lokal bekannten Künstlern Konzerte an Bord zu spielen - Konzerte bei freiem Eintritt für ein begeistertes Publikum an Land.

2008 wurde die Reise fortgesetzt: das Schiff brachte seine musikalische Fracht gen Westen bis zur Nordsee. Zahlreiche Konzerte und Begegnungen brachten die Wasserstrassen und Flüsse Europas zwischen Linz und Rotterdam zum Klingen: Donau, Main, Rhein-Main-Donaukanal, Rhein und Neckar.

Die während der ersten Reise entstandene TV-Dokumentation Goisern goes East wurde im Sommer 2008 ausgestrahlt und 2009 folgten noch drei Episoden, die Hubert von Goiserns zweite Schiffsreise dokumentierten: Goisern goes West. Die zwei Reihen von Markus Wogrolly, Robert Lakatos und Harald Aue sind nun auf DVD erhältlich und bieten die Möglichkeit, das musikalische Stromabenteuer mit an Bord zu erleben. Erweiterte Highlights des Linz Europa Hafenfestes sind auch auf der Goisern goes West-DVD zu finden.

Goisern goes East & Goisern goes West auf DVD

Goisern goes WestGoisern goes East

GOISERN GOES EAST

ab 22. August 2008 auf DVD
Lawine / Sony BMG
BestNr: 88697346549 [Amazon]

 

 

 

GOISERN GOES WEST &
LINZ EUROPA HAFENFEST*

ab 21. Mai 2010 auf DVD
Lawine / Sony BMG
BestNr: 88697673149 [Amazon]

* Mit 5 bislang unveröffentlichten Titeln mit HvG & Band: Neuer Tag, Haut & Haar, Die Liab, Regen und Juchitzer.

GOISERN GOES EAST - Zusammenfassungen

Resetarits & GoisernTeil 1: Vom Glücksdrachen, der Sturmfee und dem guten Gefährten

Theodor Storm sagte einst "Fernweh bedeutet am Strand den Schiffen nachzusehen". So ist es nur zu verständlich, dass sich der Ausnahmekünstler Hubert von Goisern lieber auf einem dieser Schiffe befindet als ihnen nachzutrauern. In fünf Episoden schildert er seine Erlebnisse über seine Konzerttour der Donau entlang von Wien ausgehend bis zum Schwarzen Meer.

Den Beginn der zehnwöchigen Odyssee stellt das Wiener Donauinselfest 2007 dar, und zeigt der Crew erbarmungslos die Gefahren dieser Unternehmung auf.

Höhere Gewalten wie Wetterkapriolen werden ständige Begleiter sein auf dem Weg, genauso wie musikalische Kollegen, die sein Konzept der völker- und traditionsverbindenden Musik mittragen.

Im ersten Teil ist dies Willi Resetarits, österreichischer Liedermacher mit kroatischen Wurzeln, dessen Person und Musik eine virtuose Ergänzung zur Vielfalt der Goisern´schen Kunst zu musizieren darstellt. Nachdem er sein Alter Ego "Ostbahn Kurti" in Pension geschickt hatte, wandte sich Resetarits anderen Projekten wie Stubnblues zu, die Vertonung von Volksliedern in deutscher und kroatischer Sprache, die mit den verschiedenen Stilen, in denen sich Hubert von Goisern spielerisch zu bewegen scheint, in Einklang gebracht werden. Abgerundet wird Teil Eins mit Impressionen der Reisevorbereitungen und den Erwartungen der am Projekt beteiligten Mitglieder, die unweigerlich mit einer solchen Tour verknüpft sind.

Loredana & HubertTeil 2: König Decebal und die zwei Frauen aus dem Osten

Das richtige Abenteuer kann beginnen. Im zweiten Teil seines "Boat Movies" lässt Erzähler Hubert von Goisern die Heimat hinter sich und entführt den Zuseher in den mancherorts gefürchteten, weil unbekannten Osten Europas. Quer durch die Nachbarländer Slowakische Republik und Ungarn führt der Seeweg zur kroatischen Hafenstadt Osijek, wo der erste Höhepunkt auf den Hauptprotagonisten und seine Crew wartet. Die Anspannung und Vorfreude ist den Mitgliedern des Projekts anzumerken.

Tamara Obrovac, charismatische Sängerin aus Pula in Kroatien, betritt mit ihrer Band das Konzertschiff und zieht alle an Bord befindlichen Menschen mit ihrer Liebe und dem Feingefühl zur Musik in ihren Bann. Kroatische Volksmusik mit allen Facetten zwischen Leidenschaft und Melancholie ist Programm und paart sich problemlos mit den volkstümlichen Elementen der Instrumentalisierung des Oberösterreichers.

Nach dem gemeinsamen Konzert führt die weitere Route die Abenteurer mit musikalischer Botschaft weiter durch die kroatische Küstenlandschaft Richtung Rumänien, wo eine weitere Künstlerin auf einen gemeinsamen Auftritt wartet. In der Hafenstadt Orsova steht Goisern vor seiner nächsten Herausforderung und trifft die bekannte rumänische Sängerin Loredana Groza - zu Recht mit dem Prädikat "Madonna des Balkans" versehen.

War die Musik mit Tamara Obrovac noch ein Ausflug in die kroatische Volksmusik mit Jazz- und Rockelementen, so ist die Zusammenarbeit mit Groza eine komplett unterschiedliche Erfahrung, jedoch nicht minder musikalisch beeindruckend. Rumänische Folklore erfährt eine tonale Symbiose mit Popmusik und orientalischen Elementen, wie es Madonna selbst nicht besser machen konnte. Durch von Goiserns Zutun wird der Musikmix zu einer ungewöhnlichen, aber stimmigen Einheit.

Und die Reise geht weiter.

KarandilaTeil 3: Karandila und der Kampf gegen die Bösen

Den Traum vieler Menschen von unbegrenzter Freiheit lebt Hubert von Goisern auch im dritten Teil der TV-Serie weiter. Der Weg führt weiter quer durch die karge Landschaft des hochsommerlichen Rumäniens mit Blickrichtung Bulgarien. Auf der Fahrt lernt die Mannschaft die Lebensfreude von Land und Leute kennen: Menschen, die zwar nicht mit Reichtum, dafür jedoch mit einer gehörigen Portion Herz und Gefühl für Musik gesegnet wurden.

Den besonderen Nervenkitzel in dieser Episode stellt die fünfzehn Mann umfassende Band Karandila aus Bulgarien dar, nationale Ikonen der "Gypsy Music" und Meister der Improvisation. Ein Gebiet, auf dem die Band von Hubert von Goisern auch bestens Bescheid wissen muss, um mit der osteuropäischen Gruppe mithalten zu können. Mit ihnen an Bord gekommen ist eine gute Bekannte des Goiserers, die bulgarische Gadulka-Spielerin Darinka Tsekova, mit welcher der österreichische Künstler schon einige gemeinsame Konzerte darbieten konnte. Gemeinsam kreiert man einen Stil, der sich partout nicht in die üblichen Schemata einordnen lässt, Gypsy Music wird mit Jazz und auch Funkelementen versehen, ohne Rücksichtnahme auf musikalische Grenzen - erlaubt ist, was Spaß macht. Die Mitglieder von Karandila scheinen nicht nur musikalisch mit der Crew zu verschmelzen, die Leichtigkeit des Seins wird an Bord des Schiffes groß geschrieben und von allen gelebt, trotz mancher Widrigkeiten, die bei einem so ungewöhnlichen Konzertvorhaben geschehen können.

Doch auch in kritischen Momenten behält Hubert von Goisern die Übersicht und bleibt trotz Toleranz und Offenheit sich selbst und seinen Prinzipien treu.

Schwarze MeerTeil 4: Rote scharfe Chilischoten und Europa wächst

Teil Vier von Hubert von Goiserns Linz Europa Tour Ost führt immer weiter in das für Mitteleuropa meist mystisch klassifizierte Osteuropa. Darinka Tsekova, bereits seit der dritten Episode an Bord wurde mit ihrer Harmonie für Musik und dem Umgang mit den Anderen zum Teil der Mannschaft.

Die Donau als Grenzgebiet zwischen Bulgarien und Rumänien bis hin zur Mündung im Schwarzen Meer, erweist sich wettertechnisch als Bewährungsprobe - mit einer Palette von dauerhaften Regengüssen bis zur tropischen Hitzewelle.

Dabei ist jedoch auch festzustellen, dass dieses Gebiet den bekannteren und höher frequentierten Küsten- und Seenlandschaften an Schönheit und Weite um nichts nachsteht.

Die Gastband Zdob Si Zdub aus Moldawien bringt für das Projekt einen neuen musikalischen Aspekt. Die Folklore begibt sich ebenfalls auf die Reise in ein Grenzgebiet zwischen Ethno, Punk und Rock - und fühlt sich dort hörbar wohl. Dazu gesellt sich, mittlerweile in der Ukraine angekommen, die von dort stammende Band Haydamaky, die ihren moldawischen Kollegen puncto Energie und Kreativität auf Augenhöhe begegnen. An der Schnittstelle aller drei an Bord befindlichen Bands entsteht eine bisher unbekannte, aber umso reizvollere neue Art des Crossover.

Hubert von Goisern erreicht gleichermaßen erschöpft wie zufrieden das Ziel der Reise, das Schwarze Meer, und man bereitet sich schweren Herzens auf den Rückweg vor.
Der Weg endet und beginnt von Neuem.

HvGTeil 5: Mister Extravaganza und das glückliche Ende

Freiheit und Weite werden auf der Linz Europa Tour Ost von Hubert von Goisern neu definiert. Einsamkeit als neuer Reisebegleiter ist der Mannschaft des Schiffes herzlich willkommen nach dem Stress der vorangegangenen Wochen. Der Weg stromaufwärts zurück zum Anfang ist geprägt von Ruhe und Gelassenheit, wie es die Landschaft rundherum immer wieder aufs Neue vermittelt.

Diese Ruhe endet jedoch mit dem Erreichen der serbischen Gewässer. Der national beliebte Brachialkünstler Rambo Amadeus gibt sich die Ehre und stellt im fünften und letzten Teil des Projekts den musikalischen Höhepunkt dar. Mit seiner extrovertierten offenen Art vermittelt er der Band immer wieder ein wenig Feuer nach dem ruhigen Teil der Heimreise.

Als politische Stimme für Toleranz und Kämpfer gegen das Regime von Expräsident Slobodan Milosevic ist es Rambo Amadeus gewohnt, als Musiker mit Ecken und Kanten gesehen zu werden, der konsequent seinen eigenen Weg geht. Der rhythmische Sound seiner Musik scheint alle Richtungen zu vereinen, mit denen die Band auf ihrer Reise konfrontiert wurde und ist - so gesehen - der perfekte Abschluss der Gastmusiker.

Die Donau als einziger dauerhafter Wegbegleiter bringt die Schiffscrew nach zwölf Wochen wieder in heimische Gefilde. Das Resümee Hubert von Goiserns fällt zwiespältig aus, jedoch im positiven Sinn. Einerseits steht die Zufriedenheit über ein gelungenes Projekt im Vordergrund, andererseits macht sich Melancholie unter der Besatzung breit. Die Reise dauerte eine kleine Ewigkeit und ist doch viel zu schnell zu Ende.

GOISERN GOES WEST - Zusammenfassungen

Wecker & GoisernTeil 1: Richtung Meer oder Die Freiheit ist das Paradies

Diesmal zieht der Wind westwärts für Hubert von Goisern, Botschafter der Vereinigung unterschiedlicher kultureller Musik.

Noch immer geprägt von den Eindrücken, welche die Länder und Leute auf der Linz Europa Tour Ost 2007 bei der Band hinterlassen haben, starten der Liedermacher und seine Musiker auf der zweiten Donauodyssee mit Konzerten in der Heimat Oberösterreich, bevor sie der Weg stromaufwärts in das nördliche Nachbarland Deutschland führt.

Nach anfänglichen Problemen mit den dortigen Behörden und Wetterbedingungen kommt man im bayrischen Deggendorf musikalisch endlich zur Sache. Wie schon auf der ersten Reise, welche die Gruppe bis zum Schwarzen Meer führte, sind auch diesmal Gäste erwünscht und willkommen, die den Mut zum künstlerischen Crossover mit Hubert von Goisern teilen.

Als erster Besucher gibt sich Konstantin Wecker die Ehre, bayrisches Urgestein der akustischen Kunst und ein Bruder im musikalischen Geiste. Zusammen trotzt man den erneuten Diskrepanzen mit Ämtern und Wettergöttern. Wecker und Goisern vereinen auf der Bühne die gemeinsam verinnerlichte Kreativität und Melancholie zu einem einzigartigen Ganzen.

Naidoo & HvGTeil 2: Influenza und die hilfsbereiten Söhne Mannheims

Der zweite Abschnitt der Linz Europa Tour West 2008 führt die gesamte Crew weiter in den Nordwesten Deutschlands. Die anfänglich noch gering vorhandenen Steine, welche diesem Projekt vom Schicksal in den Weg gelegt werden, sind zahlreicher und größer geworden. Frontmann Hubert von Goisern ist körperlich angeschlagen und versäumt größtenteils den neuen Besucher an Bord, Mannheims bekanntesten Sohn, das Musikuniversalgenie Xavier Naidoo, der sich als weiterer Höhepunkt in die Gästeliste des Schiffes einreiht.

Soul, Funk und Folk geben sich ein Stelldichein, verfeinert mit Naidoo's unvergleichlichem Gesang. Die Band des Goiserers sieht sich der bis dato größten Herausforderung gegenübergestellt, nimmt jedoch den neuen Mann am Mikrophon ohne erkennbare Abstimmungsprobleme in ihrer Mitte auf. Einmal mehr zeigt die Gruppe ihre Anpassungsfähigkeit innerhalb der Schnittstelle verschiedener Musikstile.

Die Zusammenarbeit mündet in ein gemeinsames Konzert mit dem wieder zur Crew gestoßenen Bandleader vor tausenden begeisterten Zusehern. Als jedoch klar wird, dass dieser Husarenritt die letzten Kräfte Goiserns gekostet hat, erklärt sich Naidoo bereit, das nächste Konzert allein mit der Band zu bestreiten. Eine Gratwanderung vor zunächst skeptischen Fans des Oberösterreichers, die dank der Klasse und Professionalität des Mannheimers zu einem versöhnlichen Ende führt.

Marie Daulne & HvGTeil 3: Die schwarze Göttin und die heiligen drei Könige

Teil Drei der Linz Europa Tour West 2008 und der Schwarzwald kommt unaufhörlich näher. Wieder zurück nach endgültig überstandener Krankheit und dem Abschied von Xavier Naidoo geht es für die Crew auf zu neuen Ufern. Diese befinden sich zunächst in Heilbronn, wo man sich mit dem nicht nur von Hubert von Goisern hochverehrten Saxophonisten der Spitzenklasse Klaus Doldinger für ein Konzert auf eine Zusammenarbeit einlässt.

Neue Ufer bedeuten auch neue Gewässer und somit führt die weitere Route via Niederrhein Richtung Niederlande. In Amsterdam betritt Marie Daulne, afrobelgische Sängerin der Gruppe Zap Mama das Schiff und verzaubert die Band mit ihrer ausdrucksstarken und einfühlsamen Ausstrahlung. Das Programm heißt Funk in conclusio mit dem afrikanischen Lebensgefühl, voll mit Lust und Leidenschaft für das Leben und die Musik. Eine weitere Herausforderung, welche die Band rund um Hubert von Goisern erwartungsvoll annimmt und an den Ufern Amsterdams mit Leichtigkeit meistert.

Der weitere Weg führt über Belgien zurück nach Deutschland, genauer gesagt zu Wolfgang Niedecken, Sänger der kölnischen Band BAP. Soul und Funk werden somit abgelöst von ehrlicher, direkter Rockpoesie mit Herz und Seele dargebracht. Beim abendlichen Heimspiel Niedeckens in Köln bilden dessen "Kölsch" mit Goiserns Dialekt auf eigenen Wegen eine Einheit, der man sich unmöglich entziehen kann.