Hubert von Goisern
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ENTWEDERUNDODER

ENTWEDERUNDODER >> Liedtexte

Brenna tuats guat

Text: Hubert von Goisern     [VIDEO]
Musik: HvG | Arrangement: Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

wo is da platz
wo da teufel seine kinda kriagt
des is da platz
wo all's z'samm rennt
wo is des feuer
hey wo geht 'n grad a blitz nieder
wo is 'n da der stadl
wo de hütt'n de brennt

hab'n ma pech oder an lauf
fall'n ma um oder auf
samma dünn oder dick
hab'n an reim oder glück
teil ma aus, schenka ma ein
toan ma uns abi oder g'frein
war'n ma christ hätt ma gwisst
wo da teufel baut in mist

jeder woass, dass a
geld nit auf da wiesen wachst
und essen kann ma's a nit
aber brenna tat's guat
aber hoazen toan ma woazen
und de ruabn und den kukuruz*
wann ma lang so weiter hoazen
brennt da huat

wo is des geld
des was überall fehlt
ja hat denn koana an genierer
wieso kemman allweil de viara
de liagn, de die wahrheit verbieg'n
und wanns nit kriagn was woll'n
dann wird's g'stohln,
de falotten soll der teufel hol'n

Da is da platz
wo da teufel seine
kinda kriagt
wo all's z'sammrennt
und da geht a
in oana tour a blitz nieder
und de hütt'n brennt
grad in den moment

jeder woaß...

*mais

Indianer

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

umadum nix wia bama
umadum nix als wald
nur a paar indianer
und a de san schon alt,
uralt, uralt, uralt, uralt

sie hab'n pfeil' sie hab'n bogen
sie hab'n riesige hoden
und sie moanan sie müass'n
auf a jede glei' schiassen
ohne freundlich grüass'n

wissen tät'n s' ja alls
sie sind schlau wie de füx
und sie reden andauernd
nur verstehn tuat man nix.
rein gar nix, überhaupt nix

dugadaga dugadaga dugadaga dugadaga...

Hålt nit ån

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

wenn i da sitz und beim fenster aussi schau
denk i ma es is bald wieder, bald wieder zeit
für a wengerl frische luft in meiner nasen
und für a paar meter, für neue leut

i könnt nit amal sagen das mir da wo i grad bin
irgendwas abgeht - na des nit
aber es ziagt mi davon
und mit de wolken mit

de füass de gengan wia von selber und de strassen
de fangt an vor meiner tür
nur wo s' aufhört
woaß ma nia

wenn i alle meine 7 zwetschken dann beinander hab
is a koane – koane z'vü
dann setz i man den huat auf und i hol ma meine schuach
de mit'n guaten neichen profil

zum pfiaten hab i neama zeit
i bin auf und davon i muass weiter
i muass weg
bevor i ma's nuamal ganz anders überleg'

de fiass de gengan wia von selber und de strassen
de fangt an vor meiner tür
nur wo s' aufheat woass ma nie,
und wo s' hinführt woass ma nie,
und ob ma' z'ruckkommt woass ma nie

halt nit an...

I versteh di nit

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

des geht mi schon ån
des regt mi' auf
wieso zahl i jedes mal wann i mit dir
was tua allweil drauf?

Sag amal - muass'n des sein?
Heh des siag i nit ein
Des is ma nit wurscht
Was du mit mir tuast

Des kanns ja net sein
Des ganze g'schroa
Und wanns d' as nu so aussa-schreist
Es wird ja trotzdem nit wahr

Des oane sag i da glei'
So kummst bei mir nit vorbei
So kummst nit davon
Da stehst bei mir an

I vasteh di' leider net
Dafür bin i vü zu bled
Und i steh da mit dir im schülf
Wenn's irgend an heiligen oder an seeligen gibt
Der si' zuaständig fühlt: dann hülf!

I halt des nit aus
So bin i nit baut
Du woaßt genau,
Dass des nit geht jetzt kumm und stell' die nit so bled

i geh di ån ...
und du mi a ...

du kriagst mi nit ån
i renn nit davon
a wenns d' as gern hätt'st
hey da hast di' aber sauber verschätzt
na, na, na, na...
i geh sicher nit z'ruck
a wenns du nur mehr kratzt
und nur mehr spuckst

i versteh di' leider net ...

hl. dionysius, hl. christophorus, hl. maria magdalena, hl. rita, hl. erzengel raphael, hl. virgilius – bitte für uns

Heidi hålt mi

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG | Arrangement: Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

wär's nit wieder lässig
wär's nit wieder zeit füreinander
bevor der wein wird essigs
schenken man uns lieber ein

dazu a wenig a musi
am besten wär' a walzer zum tanzen
für a wenig a g'spusi
brauchts nit vü mehr

heidi ... halt mi ...

schau es wird schon finster
schau der volle mond geht schon auf
und mi' ziemt er hat an grinser
i moan weg'n uns zwoa

geh lass di' nit so bitten
komm ruck a wengal zuawa zu mir
mir san alloa in dera hütten
jetzt tua halt nit so schia

heidi ... g'freu di ...

Es is wias is

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

es is so wia's is
nur oans des is ma g'wiss,
dass all's was's jetzt obaschneibt
nit liegen bleibt

wenn d'sun wieder kimmt
und da schnee wegga rinnt
und dein schuach dann
im gatsch drin' versinkt

ja dann schwimmst so dahin
und es schwimmt all's so vorbei
z'erst da märz, da april
und dann is eh schon wieder mai
und a da summa, der is a bald umma
und de schatten werd'n scho' lang
und bald fangt's wieder
zum schneiben an

ahh... jetzt ziagts eh schon an
wusch! a eisplatt'n – es rattert am aussen schi
schen auf zug bleib'n
jawohl – doppeltor links, und – zack
jetz eini mit de staberl
kloan machen, vorbereiten auf 'n ziel sprung
juchuuu der geht - 30, 40 meter war'n des
uuuuund durch – bestzeit!
nu ja, is schon amal besser gangen
aber wurscht - i gspia scho meine knia – aber wia!
i moan i setz mi in d' hitt'n eini
auf a bernerwürstl und a bier

ja all's geht im kroas
grad war's kalt wird's wieder hoaß
und obwohls d' nur umanander sitzt
schwitzt

wenn dann d'sun wieder kimmt
und da schnee wegga rinnt
und all's in an gatsch
drin' versinkt

ja dann schwimmst so dahin
und du schwimmst so vorbei
am märz, am april
und am mai

und a da summa, der is a bald umma
und de schatten werd'n scho' lang
und bald fangt's wieder
zum schneiben an

es is so wia's is
nur oans des is ma g'wiss,
dass i sitzen bleib
solangs bis wieder obaschneibt

Nit lång her

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

is nit lang her
da hat ma tramt
dass i g'flogn bin
weit über d'welt
jeder hat all's g'habt
was er so braucht
nit oan oanzigen
hat irgendwas g'fehlt

mhh – a schena tram

is nit lang her
tief in der nacht
all's um mi' herum
war stad und still
da hör i auf oanmal
dass wer singt
und i moan i kenn
die melodie

is des a walzer
is er gar aus wean
bin i in an hollywood film
bei dem alle rean
is des in mir oder
könnan des alle hör'n
oder kommt's gar
von an andern stern

is ganz lang her
da samma g'leg'n
auf da wiesen miteinand
und von an baum der
grad hat blüaht
singt a vogel
sein ganz einfachs lied

war des der walzer
mit an viertel mehr
den i seit dem tag
allweil wieder hör
is a in mir oder
können den alle hörn
oder is a gar von an andern stern?

Lebwohl

Text & Musik: Hubert von Goisern

es gäbe so viel was da i noch sagen möcht
nur zwischen tür und angel red' es sich so schlecht
und weil i sowieso nit woaß wo i anfangen soll
sag i einfach nur - lebwohl

i siag di fort gehen und dein schritt der hat was leichts
du hast nur g'sagt, de zeit is kemma für was neues
aber i, i fallert so gern wieder z'ruck in deine arm
da war 's allweil so schön warm

die brief die i dir g'schriebn hab, lieg'n noch da bei mir
und a des bildl von dir steht noch da auf mein' klavier
und jed'smal wenn i's anschau lachst mi' an grad so als wie
an dem tag wos d' aussi bist bei meiner tür

lebwohl...

I kenn oan

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG | Arrangement: Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

i kenn oan der hat nix
weniger geht nit
lachen kann a all'weil no'
manchmal lach i mit

i kenn oan der trinkt vü
jeden tag wann's geht
grad halt, dass er nit umfallt
grad, dass er's dasteht

in der well'n
is' a halt so gern
und er reisst
dabei manchmal an stern

i kenn oane die hat all's
sie hat's nur nie mit
woaß nit wo sie's hing'legt hat
sagt sie findt's grad nit

jeden tag
is s' in ihrer well'n
und sie sagt,
sie muass regentropfen zähl'n

i kenn oan der woass all's
no' viel mehr geht nit
kennt si' aus bei jeder sach
kriegt aber nix mit

i kenn oan der raucht viel
jeden tag wann's geht
was a in die finger kriegt
was in sein' pfeifen geht

es muass von an jeden
oan zwoa geben auf der welt
a so oa' wie du und i
de haben da grad nu g'fehlt
sogar de in da dauerwell'n
de tat'n uns andauernd fehl'n
weil umsonst is koana då
a jeder einzelne gang åb

Suach da an åndern

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG/Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

über mein buckel da rinnt's ma
kalt von ganz oben zu de zechen åbi
wenn i siag wie du di' da vor mir de ganze zeit
so umanander drahst dann hab i

überhaupt koan plan mehr
i steh so was von daneben
und i schau ma selber zua und
hör mi nur mehr blödsinn reden

hey ...

wia lang soll i da no' dastehn
oder kimmi ohne di' von da ge neama weg?
Sag ma is'n da nit oana der ma helfen kann
i steh da ganz alloan i bin im eck?

aber wann du moanst du hast mi jetzt
und i hab da neama nix zum sagen
dann hast di' aber sauber gschnitt'n weil so leicht
bin i nit zum haben

hey ...
es wird do' nit wieder kemma was kemma muaß
wenn's kemma muass dann geht's daneben
hey...
jetzt schau mi nit so an, geh ma liaba aus'n weg und
suach da an andern bleden

i kann da glei' sagn
wia so was ausgeht
wenn oane so wia du vor mir da
mit'n oarsch allweil wackelt

hey da tuats geh
bald an tuscher
wia wann a wenn a wetter nieder gangat
mit an donner und an hagel

und wann des dann vorbei is'
kennst di' vorn und hint' nit aus,
d'rum lass des lieber bleiben jetzt
und hör ma mit dem blödsinn auf

hey...

Neama bång

Text: Hubert von Goisern
Musik: HvG | Arrangement: Pohn/Trogbacher/Schartlmüller

wenn sich die sun und
wenn sich der regen
drob'n auf'n himmel
manchmal begegnen
dann leuchten die wolken
die vorher grau war'n
auf einmal in alle
regenbogen farben

und dann håb i so des g'fühl
zum mein glück fehlt nit viel

die schmetterling die fliagn
zu blumen die blüan
sie fliagn a zu dir
weil du bist wia a blüah
se bleib'n über d' nacht
und schlafen mit dir ein
und se san' a no' da
wenn d'sun wieder scheint

und dann woaß i jå dann woaß i
zum mein glück fehlt nit neama viel

und jetzt is mir
ja jetzt es is mir
is mir neama bang
weil i woaß jå,
weil i woaß ja, dass des
glück kommt irgendwann

woher kummt die liab
wer hat uns die geb'n
ja wer bringt denn so was
wie unser welt z'wegn
und wer sagt, dass des oana
und nit oane war
vielleicht warn's ja gar
eanara zwoa

i muaß eh nit all's verstehn
aber a wengal was wär schon schön