Hubert von Goisern
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LINZ EUROPA TOUR 2007 - 2009

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Goisern und Naidoo entern Offenbach

Offenbach 6. Juli 2008

KonzertschiffEs war die gewünschte laue Sommernacht. Das Mainufer war eine großartige Kulisse. Die schwimmende Bühne auf dem siebzig Meter langen Frachter übertraf die Erwartungen. Zutaten für ein großartiges Konzert mit Hubert von Goisern, Xavier Naidoo und seine Söhne Mannheims am Samstagabend in Offenbach. Beide Künstler präsentierten sich spielfreudig, alleine und gemeinsam. Alte Titele wie Weit, weit weg, neue Stücke aus dem Repertoire der Weltkulturen wechselten und die rund 3.000 Zuschauer dankten für einen gelungenen Abend in der Konzertarena, aber auch davor. Vom Maindamm verfolgten viele Menschen durch Gucklöcher, quasi wie in der Peep-Show das Konzert.

Der Alpenrocker von Goisern tourt seit einem Jahr als Botschafter der Kulturhauptstadt 2009 Linz mit der MS Wallsee vom Schwarzen Meer zur Nordsee. Rund 80.000 Menschen erlebten bislang seine Konzerte, die immer von heimischen Ensembles begleitet wurden. Mit ihnen probt der Künstler das gemeinsame Programm, während sein Boot im Fußgängertempo über Donau, Main und Rhein gleitet. Xavier Nadoo kam mit Musikern der Söhne Mannheims in Nürnberg an Bord. Zwei Tage Zeit um zwischen den Schleusen des Rhein-Main-Donau-Kanals um das gemeinsame Repertoire zu proben.

Eine fünfzigköpfige Crew begleitet den Künstler auf seiner Flussreise. "Es hat viel Energie und Zeit gekostet, aber es hat sich ausgezahlt. Es hat geklappt, neue Brücken zu schlagen, mit der Musik Menschen zu berühren und uns gegenseitig ein bissl kennenzulernen", so Goisern.

Hubert von Goisern meets Mühlviertel

Schweitzer 8. Juli 2008 | Foto: © Erhard Schweitzer
Hubert von Goisern & Band

Mehr Fotos unter www.schweitzer.ag

Vor Kraft nur so strotzend

Donau Kurier 4. Juli 2008 | Text: Rainer Messingschlager
Konstantin Wecker und Hubert von Goisern

Perfekter Einstand für den Nürnberger Hafen als Konzertarena: Bei zwei fulminanten Konzerten haben Hubert von Goisern und Konstantin Wecker am Dienstag und am Mittwoch über 6000 Zuschauer begeistert.

Es ist ja manchmal so, dass das, was man ganz einfach bekommt, weniger Achtung genießt als das, was nur unter Schwierigkeiten zustande gekommen ist. So war der Dienstag ein wunderschöner Sommertag, der abends nur langsam abkühlte. Ideal für ein lauschiges Konzert. Anders am Mittwoch. Drei Stunden lang tobt vor Konzertbeginn ein Gewitter über Nürnberg. Wassermassen ergießen sich, die Polizei sperrt wegen der Blitze die Tribüne, alles hängt am seidenen Faden. Umso größer ist die Begeisterung, als Wecker um 20 Uhr verkündet, dass man es nun doch versuchen werde und das Bühnendach hochfahre. "In 30 Minuten fangen wir an."

Das Konzert im Nürnberger Hafen ist Teil eines Projekts für die Kulturhauptstadt Linz 2009. Dabei schippert Hubert von Goisern mit der 77 Meter langen Barge Brandner IV, die gleichzeitig Bühne ist, quer durch Europa. Begonnen hat es 2007 in Osteuropa, nun ist der Westen an der Reihe, Ziel ist 2009 Linz. "Die Musik war schon immer ein einendes Element, das keine Grenzen kennt", sagt von Goisern. In diesem Projekt werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten einer Musik erforscht und vorgeführt, die die europäische Kultur begründet hat.

Bevor es am Mittwoch dann anfängt, bäumt sich der Himmel zwar noch ein paar Mal auf, doch am Ende siegt die bayerisch-kärntnerische Sturheit. Ein glänzend gelaunter Wecker legt passend mit Wenn der Sommer nicht mehr weit ist los und dieser scheint plötzlich wirklich nicht mehr weit. Der Münchner hat seinen kongenialen fränkischen Partner Jo Barnickel mitgebracht, beide haben keinerlei Mühe mit der spielfreudigen Goisernband Weckerklassikern wie Wieder dahoam oder Anna einen neuen Kick zu geben. Selten hat man Lang mi ned o so funky gehört. Auch aus dem neuen Projekt Gut'n Morgen Herr Fischer gab es Kostproben. Neben dem Titellied ein wunderbares altes Münchner Lied über die Zustände im Gefängnis. Mit seiner eigenen Geschichte kokettierend schrieb Wecker es auf Stadelheim um. Charmant.

Eigentlich hat sich der Abend jetzt schon gelohnt, aber nun brennt Hubert von Goisern mit Gitarrist Severin Trogbacher, Bassist Helmut Schartmüller, Keyboarder David Lackner, Drummer Alex Pohn und den drei bezaubernden Frauen, Elisabeth und Marlene Schuen sowie Maria Moling (Gesang, Violine, Percussion) ein Feuerwerk ab. Kleine Lärm-Symphonien, die sich aus dem ganzen Spektrum der Musik bedienen. Mal ist es bombastischer Progrock, mal ist es Fusion, dann wieder ein wenig HipHop, natürlich Blues und Rock, aber ebenso auch Funk und es fügt sich alles zu einem großen Ganzen. Damit die Mischung nicht zu arg abhebt, baut von Goisern immer wieder alpenländische Elemente, aber auch Weltmusik ein. Leider ist mit Darinka Tsekova nur eine Gastmusikerin dabei, ihr unprätentiöses Spiel an der Gadulka mit den für uns so fremden Melodien lässt den Goisernexpress noch ein bisschen mehr Fahrt aufnehmen. Seinen ebenso konsequenten wie logischen Abschluss findet der Abend in einer vor Kraft nur so strotzenden Version von Heast as nit, bei der auch Konstantin Wecker wieder mit auf der Bühne ist. Ein kleines Duett am Klavier ist die letzte Zugabe, um 23 Uhr muss leider der Vorhang fallen, auch im unbewohnten Hafen mit der Autobahn in Rufweite.

"Chapeau", sagt von Goisern dem Publikum, weil alle trotz des Regens ausgeharrt haben. "Chapeau", sagt das Publikum für ein fantastisches Konzert.

Gelassener Kapitän auf der Donau

Nürnberger Nachrichten 2. Juli 2008 | Text: Susanne Helmer | Fotos: Karlheinz Daut

Konstantin Wecker und Hubert von GoisernGemeinsamer Auftritt mit Konstantin Wecker auf einem Konzertschiff

Nürnberg liegt bekanntlich nicht am Meer, dafür hat die Stadt aber einen Hafen. Diese Tatsache nutzte der österreichische Weltmusiker Hubert von Goisern und legte im Rahmen seiner Linz Europatour 2007-2009 mit seinem Konzertschiff am Ufer des Kanals an. Mit an Bord: Konstantin Wecker.

Alles fließt: Das gilt fürs Wasser ebenso wie für die Musik des Hubert von Goisern. Als Alpenrocker mit dem krachledernen Hit Koa Hiatamadl eroberte er Anfang der 90er Jahre die Herzen seiner Fans. Und nun? Gerockt wird immer noch, wenn auch etwas leiser. Und das Hiatamadl wird nicht mehr zwingend gespielt. Den größten Erfolg nicht zu bringen, das traut sich auch nicht jeder Musiker.

Doch der 55-Jährige lässt sich von einer buddhistischen Gelassenheit treiben, trägt längst nicht mehr Tracht, sondern bequeme weite Baumwollkleidung und kam vor einigen Jahren auf die wahnwitzige Idee, mit einem Verband aus drei Schiffen über die Donau zu schippern, um gemeinsam mit den Menschen im Osteuropa die kulturelle Vielfalt zu zelebrieren. Finanziell endete die Aktion beinahe im Desaster. Jetzt muss das Fazit aber lauten: Havarie abgewendet.

Hubert von GoisernDen Auftakt auf der 77 Meter langen Barge, einem zur Bühne samt Videoleinwänden umgebauten alten, bunt und mit Noten bemalten Frachter, macht Konstantin Wecker. Gemeinsam mit dem Nürnberger Pianisten Jo Barnikel ("Der beste Musiker, mit dem ich je gespielt hab'") bricht er zu einem einstündigen, launigen Rundgang durch seine Karriere auf.

Und dann trifft Ziehharmonika auf E-Gitarre: Hubert von Goisern ruft gemeinsam mit seiner tollen jungen Band die "Showtime" aus, ein Stück von seinem letzten Album S'Nix. Was folgt, ist dann eher getragen von der schon erwähnten Gelassenheit. Chillig geht es zu, würde man wohl neudeutsch sagen. Es passt aber auch alles: Das ideale Wetter, die Hafenkulisse, der Sound; auch die zahlreich erschienenen kleinen Mücken, Käfer und Spinnen scheinen vor Freude zu tanzen.

Angst in Ost und West

Der Meister bewegt sich eher langsam und spricht nicht viel, aber was er sagt, das sitzt. Kleinster gemeinsamer Nenner der Menschen im Westen und der in Osteuropa sei die Angst: "Wir hier denken, die nehmen uns den Wohlstand weg. Und die denken, wir rauben ihnen noch das letzte Hemd."

Das macht ihn aus, den Goisern: Er hat eine Mission, aber er ist nicht missionarisch und lässt auch nicht den Gutmenschen raushängen. Mit dem traumhaft schönen Heast as nit entlassen Goisern, Wecker, Barnikel und all die anderen Musiker das Publikum in die Nacht. Richtig nett wär's , wenn er das Konzertschiff einfach hierlassen würde. Als neue Open-Air-Stätte wäre der Hafen wirklich famos.

Kreuzfahrt eines Alpenrockers

Nürnberger Zeitung 3. Juli 2008 | Text: Clemens Helldörfer | Fotos: Karlheinz Daut

Hubert von Goisern im Nürnberger Hafen

Hubert von Goisern & BandAn der Schiffsanlegestelle im Nürnberger Hafen kommen vorzugsweise amerikanische Touristen ans fränkische Festland, um sich an einem Vormittag die Sehenswürdigkeiten Nürnbergs zu Gemüte zu führen. Für zwei Tage verwandelte sich dieser eher triste Platz nun in eine außergewöhnliche Konzertbühne: Hubert von Goisern, der zur Zeit als Kulturbotschafter der Stadt Linz kreuz und quer durch Europa schippert, hat hier mit der "Brandner IV" festgemacht, um seinen Alpenrock unters Volk zu bringen. Weil so etwas mit guten Freunden noch viel mehr Spaß macht, verstärkte beim Nürnberger Gastspiel Konstantin Wecker das maritime Hörvergnügen.

Ein Schiff als Konzertbühne? Gar keine schlechte Idee, auch wenn der Fußmarsch vom Parkplatz lang und beschwerlich ist und sich am Einlass eine nervig lange Schlange bildet. Doch angesichts der außergewöhnlichen Atmosphäre nimmt man solch Unbill gerne in Kauf. "Ich singe, weil ich ein Lied hab'", verkündet Wecker gleich einmal seine Marschrichtung und verspricht einen "Querschnitt aus 40 Jahren Bühnenschaffen". Um seiner Rolle als "Lokalmatador" besser gerecht zu werden, hat er seinen langjährigen musikalischen Partner Jo Barnikel mitgebracht, den er dann gleich auch als "Frankens tollsten Schatz" anpreist.

Gewürzt mit einer Prise Jazz, hört man sich die alten Lieder wie Genug ist nicht genug oder Wenn der Sommer nicht mehr weit ist gerne an. Nach einigen Songs hilft auch Hubert von Goiserns Band kräftig mit und macht aus Lang mi ned o einen echten Rock'n'Roll-Kracher.

Damit zeigen sie schon, wo es an diesem Abend hingehen soll: Statt eines traditionsverbundenen Hubert von Goisern mit vielen Jodlern und Knopfharmonika, erleben wir den Alpenrocker Hubert von G., der seinen Ethnopop diesmal vor allem mit Funk, Soul und einer Prise Reggae abgeschmeckt hat. Rock am Hafen also, was Bassist Helmuth Schartlmüller und Gitarrist Severin Trogbacher optisch mit dem Tragen von Schottenröcken unterstreichen.

Das SchiffViele Songs stammen aus dem aktuellen Album S'Nix, bei dem ebenfalls eine härtere Gangart im Vergleich zu den älteren Scheiben dominiert. Die Songs sind bereits auf dem Schiff entstanden, hat Hubert von Goisern einmal in einem Interview erklärt, und deshalb auch von großen musikalischen Gesten geprägt. Kein Vergleich zu den fast schon esoterischen Trad-Alben, die in der Stille eines leerstehenden Berghotels 2100 Metern über dem Meeresspiegel aufgenommen wurden.

A propos Stille: An diesem Abend steht eindeutig die Musik im Mittelpunkt, der sonst so redselige "Goiserer" gibt sich fast schon wortkarg. "Je weniger ich rede, desto mehr können wir spielen", lautet sein Motto. Immerhin erzählt er aber doch noch, wie er die osteuropäischen Regionen seiner Schiffstour mit dem Auto abgeklappert hat und dabei auf die interessante Erkenntnis stieß, dass der gemeinsame Nenner aller Europäer in der gegenseitigen Angst voreinander besteht. Deshalb sei es auch sein Anliegen, den anderen zu zeigen, dass die meisten Leute doch "ziemlich harmlos" sind (Diese beiden Worte stehen übrigens auch als einziger Eintrag über die Menschheit im Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxis").

Alle Musiker dieses Abends aufzuzählen, ist schier unmöglich, aber wie bei so gut wie jeder Tour gelingt es dem "Chef", eine sowohl hochkarätige wie auch extrem spielfreudige Truppe zusammenzustellen. Den Aufmerksamkeitsbonus verdiente sich auf jeden Fall die zierliche Darinka Tsekova auf der Gadulka, einem sehr prägnanten osteuropäischen Streichinstrument. Fazit dieses Konzerts an der "Waterkant": Junge, komm bald wieder!

Hubert von Goisern: Live in Nürnberg - 1. Juli 2008

4. Juli 2008 | Fotos: © Elli Christl

"Neuer" Hubert von Goisern überzeugte Zuhörer

Donau Kurier 30. Juni 2008 | Foto: Regensperger

Über 2000 Besucher erlebten Konzert vor toller Kulisse an der Donau in Deggendorf

Hubert von Goisern & Band

Deggendorf. (jr) Um es gleich vorweg zu nehmen: Wohl der beste Hubert von Goisern, den es ja gab, trat am Samstagabend in Deggendorf auf. Instrumentalisch und musikalisch zwischen allen Musikstilen und dazu mit gewohnt hoher textlicher Qualität im Alpenrock verwurzelt, so präsentierte er sich an der Donau-Ufer-Promenade.

Es war ein bewegendes und begeisterndes Konzert in vielerlei Hinsicht. Eigentlich sollte das Schiff, auf dem sich die Bühne und der Wohntrakt befinden, nachmittags um 16 Uhr anlegen, der Konzertbeginn war für 20 Uhr geplant. Das Schiff wurde bei der Anreise in Passau aufgehalten - "durch Ämterwirrwarr", wie das Management bekannt gab. Doch durch diese Verzögerung erlebten die Besucher hautnah, wie aus einem Schiff eine tolle Konzertbühne wird. So wurde dies ungewollt ein Teil der Show.

Um kurz vor halb zehn Uhr, als die Sonne gerade am Horizont verschwand, kam der österreichische Ausnahmemusiker aus dem Salzkammergut auf die Bühne. Schon sein Outfit, er war ganz in rot gekleidet, deutete auf einen "neuen" Alpenrocker hin. Er sprach kaum etwas an diesem Abend, ließ seine Musik sprechen - und wie.

Nach einem kurzen "Griaß Eich" hängte er sich sein Akkordeon um, und mit Alm begann ein fabelhaftes Konzert. Was dann folgte, war ein Querschnitt durch sein neues Album S'Nix, und mit brachialer Stimme erklärte er gleich, was die Zuschauer erwarten durften: "Für Showtime gibt's ka deitsches Wort."

Und so folgte dem Showtime mit Herschaun ein musikalisch sehr vielfältiger Song. Hier rappte und jodelte Goisern und wurde von Geigen begleitet. Nach dem Weltuntergang, einer schönen Ballade, folgte die Goisern-Fassung von Mercedes Benz. Mit Siagst das überzeugte seine gesangliche Interpretation und man fühlte ein leichtes Schweben in sich. Bei allen Stücken, wie auch bei Die Liab oder Auseinandertreiben, brillierte Hubert von Goisern nicht nur mit der "Ziachn" und Gitarre, sondern auch mit seinem hervorragenden Trompetenspiel. Hier zeigte sich seine Virtuosität.

Stilrichtungen vermischt

Dazu kam eine Band, die mit ihrem "Chef" viele Stilrichtungen gekonnt vermischte. Ob Jazz, Reggae oder Blues - sie waren immer eine Ohrenweide. Nicht zu vergessen sind seine Backgroundsängerinnen, die voll und ganz zur herausragenden Stimme des Ausnahmemusikers passten.

Als Hubert von Goisern zum Ende des Abends dann einige Klassiker anstimmte, war es um das Publikum geschehen. Ob bei Strassen oder dem Landlertanz, mitsingen und mitswingen war angesagt. Eine lange Version von Poika brachte die Stimmung auf den Höhepunkt und die Musiker dazu. Bei diesem letzten Stück zeigten der "Chef-Alpenrocker" und seine Begleitmusiker nochmals ihr ganzes Können. Doch so konnte sich der Weltmusiker nicht verabschieden: Nach minutenlangem Applaus und Zugaberufen betrat er nochmals die Bühne. Schon bei den ersten Klängen von Weit weit weg sangen seine Fans lauthals mit und jeder bewegte sich im Rhythmus. Den absoluten Höhepunkt und Glanzpunkt eines unvergesslichen Abends setzte der "Goiserer" mit Heast as nit. Das Publikum war begeistert von der stimmlichen und musikalischen Virtuosität des Hubert von Goisern.

Ein Anfang ganz am Ende

Salzburger Nachrichten 1. Juli 2008 | Text: Bernhard Flieher | Foto: SN/Matthias Part

Körperlich angeschlagen eröffnete Hubert von Goisern den zweiten Teil seiner dreijährigen LinzEuropaTour
in der Idylle des Mühlviertler Dorfes Obermühl.

Hubert von Goisern

Das Ende der Welt kann überall sein. Meist definiert sich das "Ende" im Zusammenhang mit Geografie über die Schwierigkeit der Erreichbarkeit. Südsahara, Kapverdische Inseln oder Berggipfel liegen in der Wertung weit vorn. Aber auch im Mühlviertel drängen sich Orte in letzte Winkel. Obermühl zum Beispiel. Eingezwängt sind ein paar Dutzend Häuser zwischen steil abfallenden Uferhängen und der Donau. Nur über eine enge Straße vom Norden oder eine kleine Fähre aus dem Süden lässt sich die Idylle an der Mündung der Kleinen Mühl erreichen. "Mit dem Rad, den Inline-Skates oder zu Fuß" - so beschreibt eine Tourismus-Homepage die besten Fortbewegungsarten in der Region. Mehr als Ruhe und Idylle ist hier nicht. Ein Ort - wie gemacht für Hubert von Goisern. An der Mündung der Mühl liegt jener Schiffsverband, mit dem er schon im vergangenen Jahr auf der Donau unterwegs war, um Konzerte zu spielen.

Am Wochenende startete in Obermühl der zweite Teil seiner LinzEuropaTour. Zurückhaltend musste er es vor rund 2000 Besuchern angehen. Eine Verkühlung hatte ihn vor Tourbeginn außer Gefecht gesetzt.

Das Konzert entpuppte sich so als Kraftakt, bei dem balanciert wird zwischen der problematischen körperlichen Verfassung und dem Willen, das Beste aus dem Moment zu machen. Die angeschlagene Stimme wankte bedrohlich nahe am Abgrund, aber sie stürzte nie. Gerade aus dieser Notsituation entstanden an diesem Abend eindringlich emotionale Augenblicke. Die Stimme wirkte zerbrechlich, eignete sich an diesem Tag nicht für mitreißende Animation. Stattdessen wurden in leisen Songs wie Die Liab, im bluesigen Mercedes Benz oder im Jodel Kohler Nuancen spürbar, die sonst bisweilen unter der präzisen Wucht, mit der sich seine aktuelle Band in die Songs schmeißt, unterzugehen drohen. Das Kämpfen gegen widrige Umstände erfolgte in Obermühl mit höchster Konzentration auf eine Essenz des Goisernschen Schaffens, die sonst gern vernachlässigt wird, sich aber spätestens seit den Aufnahmen traditioneller Volkslieder (Trad, 2001, und Trad II, 2003) zu einem bedeutenden Instrument entwickelt hat: seine Stimme.

Beinahe als Gegenpol zu einer geradlinigen, präzisen und schnörkellosen Band (Maria Moling, Marlene und Elisabeth Schuen, Darinka Tsekova, Severin Trogbacher, Helmut Schartlmüller, Alex Pohn, David Lackner) emanzipiert sich die Stimme vor allem auf den Songs vom neuen Album S'Nix von ihrer Rolle als reiner Geschichtenerzähler. Sie dringt tief vor in jeden Vers, versteckt in ihren Abgründen Geschichten, die die Worte allein nicht erzählen können, kostet jeden Spielraum (vor allem auf den episch breiten, neuen Songs) aus. In Obermühl sind es aber vor allem die Zugabe-Balladen Weit, weit weg und Heast As Nit, in denen die Stimme, die Idylle des Ortes mit der Sehnsucht der Lieder zu einer Einheit verschmilzt.

Die Abgeschiedenheit des Ortes erinnerte dabei an manchen Auftritt im vergangenen Jahr - etwa die kitschig-schöne Stimmung beim Konzert im ukrainischen Dorf Vilkovo im Donaudelta. Mit aller Kraft und viel Gefühl wurde damals - ähnlich wie in Obermühl - Neuland erobert. Das wird heuer nur selten der Fall sein.

Bis Anfang September geht es auf Donau, Rhein, Main und Neckar zum größten Teil durch Regionen, in denen Hubert von Goisern seit Jahren für ein großes, treues Publikum spielt. Die Umstände allerdings bleiben auch in diesem Jahr außergewöhnlich: Nicht in den bestens bekannten Hallen wird gespielt, sondern in den Häfen wird festgemacht. Und dennoch bilden die Flüsse auf dieser Seite Europas nicht jene verschlungenen Pfade, die es im Vorjahr zu erforschen galt. Heuer geht es auf Fluss-Autobahnen dahin. Obermühl am südlichen Ende der Schlögener Schlinge war der einzige Ort, der auf dieser Tournee das Ende der Welt bedeutete.

Erstes Konzert der Linz Europa Tour West in Obermühl

Linz 09 30. Juni 2008 | Foto: © Linz 09
Hubert von Goisern

Mehr Fotos unter www.linz09.at

HvG löst am Donauschiff Welle der Begeisterung aus

OÖN 30. Juni 2008 | Text: eva

Hubert von GoisernObermühl, Donauufer, Freitagabend: 2000 Menschen warten auf Hubert von Goisern, der mit der "Brandner IV" anlegt, um ein Konzert zu spielen.

Nur ein Mal macht er auf seiner linzeuropatour, die ihn bis nach Rotterdam führen wird, in Österreich fest. "Der Hubert ist einfach so relaxt. Deshalb sind wir hier", sagen vier Jungendliche, die auf einer Campingdecke die Vorband Stelzhammer genießen. Stress gibt es wahrlich keinen. Die Besucher haben es sich im Kollektiv auf der Liegewiese gemütlich gemacht.

Endlich betritt Hubert die Bühne. Was hat dieser Mann, dass er Schüler wie Pensionisten bereits beim ersten Lied zum Toben bringt? Es ist wahrscheinlich sein rauer Charme.

"Fesch, dass ihr a do seits und net nur mia", begrüßt er. Zwei Stunden rockt er. Viele neue Songs lassen einen weltbereisten Einschlag spüren. Jung springt und singt dazu, Alt schwingt und summt, alle sind mit Herz dabei.

So schnell wie er gekommen ist, macht er sich wieder aus dem Staub. Nach den Zugaben - Weit weit weg und Hearst das net - zum Mitfühlen und Mitweinen, ist die Brandner IV abfahrbereit. Die begeisterten Konzertgeher jedoch bleiben noch bis in die frühen Morgen.

"Robuste Leute für eine druckvolle Musik"

Main Netz 26. Juni 2008

Der österreichische Sänger Hubert von Goisern kommt mit dem Schiff nach Lohr und nach Offenbach

Eine Tournee quer durch Europa mit dem Schiff: Seit dem vergangenen Jahr ist der österreichische Musiker Hubert von Goisern auf der Donau unterwegs und gibt in Häfen und Anlegestellen Konzerte. Nun kommt er mit der MS Wallsee auch auf Rhein und Main. Dabei macht er in Offenbach am 5. Juli (mit Xavier Naidoo) und in Lohr am Main am 24. August Station. Mit Hubert von Goisern sprach Stefan Reis.

Man kennt Sie als und nennt Sie einen "Weltmusiker". Ihr neues Album S'Nix klingt allerdings phasenweise wie Hard-Rock.

Diesem Eindruck kann ich nicht widersprechen. Es ist schon richtig, dass S'Nix anders als die vorherigen Produktionen klingt: Da habe ich mich sehr stark mit Volksmusik beschäftigt, verstand mich eher als Arrangeur des Volkslieds. S'Nix mag da wie ein Schock auf den Zuhörer wirken - aber in meinem Schaffen ist das eine logische Entwicklung.

Mögen Sie die Zuschreibung "Alpenrock"?

Auf mich direkt bezogen, würde ich damit meine Zeit mit den Alpinkatzen bezeichnen. Jetzt gilt diese Zuschreibung sicher nicht mehr. Am liebsten ist mir - wenn schon Kategorisierung - eigentlich die Bezeichnung "Popmusik": allerdings nicht die kuschelweiche und glattpolierte Abteilung, eher das griffige Segment. Ich denke, damit ist mein momentanes Lebensgefühl auch sehr gut beschrieben: So bin ich ins Studio, so ist das Album - aus dem Nichts entwickelt.

S'Nix hat als Titel oder Motto einen etwas resignativen Unterton?

Nein, so ist das nicht gedacht - im Gegenteil: Da, wo nichts ist, da beginnt ja das Leben. Da kann ich meine Phantasie spielen lassen: Insofern ist die Leere an sich gut, weil sie positiv besetzt werden kann. Eine negative Assoziation ist mir da wirklich fremd. Richtig ist tatsächlich, dass es vor der Veröffentlichung des Albums mahnende Worte gab, dass der Titel falsch verstanden werden könnte. Aber für mich ist er stimmig - und was andere denken, ist mir wurscht. Nein, resignativ ist die Musik auf dem Album wirklich nicht. Sie basiert ja auf dem Linz-Projekt, das ein gemeinsames Leben auf dem Schiff bedingt und das die epische Kraft des Flusses dokumentiert. Da brauchst du robuste Leute, die auch robuste, eine druckvolle Musik zu machen verstehen: Bei unseren Open-Air-Konzerten können wir nicht die kammermusikalische Pinzette auspacken, weil zwischen uns Musikern und dem Publikum oft genug eine räumliche Distanz ist. Da müssen wir einfach auch laut sein - und das wollen wir auch.

Bei Ihrem Konzert in Offenbach ist Xavier Naidoo zu Gast, der ein Lied - Siagst As - auf S'Nix mitsingt: Wie kam es zu dieser Konstellation Mannheim - Österreich?

Wir wollen bei diesem Auftritt nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner bringen, wir wollen da durchaus Unterschiede in unseren Ausdrucksweisen präsentieren: Das erzeugt ja eine gute Spannung. Naidoo habe ich bei einem seiner Konzerte in Österreich kennen gelernt: Er ist ein großartiger Sänger und hat seine eigene Identität. Deshalb habe ich ihn angesprochen und er fand die Idee sofort nachvollziehbar.

Für die Linz Europa Tour treten Sie gerne mit Musikern der jeweiligen Regionen auf. Wer wird in Lohr dabei sein?

In Lohr gibt es keinen Partner - aber das ist für uns Musiker auch eine schöne Situation, weil wir hier das Konzert alleine und in Gänze ausleben können: Wir spielen ja drei Stunden - was sich bei Gästen dann natürlich auf jeweils anderthalb Stunden reduziert. So entfalten wir in Lohr den ganzen Zauber unserer Musik.

Sie haben vor einigen Jahren mit Trad eine Sammlung österreichischer Volkslieder veröffentlicht - ein Phänomen, das bei etlichen etablierten Vertretern der Rock-Musik zu beobachten ist: Was fasziniert an dieser traditionellen Musik?

Wir schöpfen ja alle aus irgendwelchen Quellen: Da liegt es nahe, sich mit diesen Quellen auch zu beschäftigen. Mit zunehmender Reife fällt einem das auch leichter. Allerdings: Für volkstümliche Musik, wie sie teilweise heute verkauft wird, interessiere ich mich nicht. Mir geht es um die Volksmusik, mit der ich aufgewachsen bin. Natürlich habe ich die als Jugendlicher abgelehnt - aber Ablehnung zeigt ja auch eine Form der Beziehung. Als erwachsener Mensch, ist es für mich ein Segen, mit dem musikalischen ABC der Volksmusik aufgewachsen zu sein.

Hubert von Goisern: Live in Obermühl - 27. Juni 2008

29. Juni 2008 | Fotos: © Elli Christl

"Ich bin so ein Träumer"

melodie & rhythmus Juli/August 2008 | Text: CKLKH Fischer

Hubert von Goisern verbindet auf seiner Schiffstournee Welten

Hubert von GoisernDie Freiheit, so zu leben, wie man es sich tief im Innern wünscht, nehmen sich nur wenige Menschen. Und von diesen wenigen, die ausbrechen aus Reglementierungen und Routine, ist ein großer Teil Künstler, deren Spielplatz die Welt ist. Hubert von Goisern ist so ein Freigeist. Schon mit 20 Jahren bereiste er Kanada, Südafrika und die Philippinen, Ende der 90er entdeckte er Afrika und Tibet für sich. Zurzeit reist er mit drei Schiffen im Rahmen der Linz Europa Tour durch die Flüsse und Kanäle Europas. Im vorigen Jahr führte es ihn die Donau abwärts, in diesem Jahr wird es auf dem Rhein nach Norden gehen, wo unter anderem Auftritte mit Xavier Naidoo oder BAP geplant sind. Wenn einer eine Reise tut...

Woher kam die Idee für die Linz Europa Tour?

Das Konzept habe ich bereits seit zehr Jahren im Kopf. 1997 war ich in Afrika und habe ein kleines Unplugged-Festival veranstaltet. Damals gab es dort eine handvoll Lager mit Flüchtlingen aus Ruanda, Zaire und den umliegenden umkämpften Gebieten. Ich bin mit den Menschen ins Gespräch gekommen und habe sie eingeladen zu spielen. Obwohl sie sich eigentlich alle nicht geheuer waren, ist es zusammengewachsen und alle tanzten. Im folgenden Jahr wollte ich zurückkommen und ein Schiff mieten, um Musiker aus allen Ländern mitzunehmen und von Hafen zu Hafen zu fahren - ein völkerverbindendes Fest. Doch es wäre zu schwierig gewesen. Ich bin weiterhin auf der Suche nach einer afrikanischen Integrationsfigur, mit der ich das umsetzen kann. Aber es gibt auch genug Nachholbedarf in der Kommunikation mit dem Südosten Europas und da ist dieser tolle Fluss namens Donau - und ich wollte schon immer an Schwarze Meer. Dann mache ich eben jetzt das, dachte ich mir.

Durch die Organisatoren in Linz, das im kommenden Jahr Europäische Kulturhauptstadt sein wird, wurde es möglich?

Genau. Aber ich brauchte viel Geld, denn ich wollte alle Konzerte in Südosteuropa gratis spielen - was wir dann auch gemacht haben. Das Projekt wird in diesen zwei Jahren vier Millionen Euro gekostet haben. Allein der Umbau der drei Schiffe! Ich bin so ein Träumer. Wir stehen zurzeit mit eineinhalb Millionen in der Kreide und die müssen wir diesen Sommer verdienen. Wir hoffen auf schönes Wetter!

War es schwer, Musiker für diese Projekte zu finden?

Ich habe gewusst, dass ich mir eine Band suchen muss mit jungen Musikern, die diese Ungebundenheit noch leben können. Ich glaube, es hat niemand bereut. Viele haben vorher gesagt: "Zehn Wochen auf einem Schiff, die Leute werden einen Koller bekommen."

Gingen sich die Menschen denn irgendwann auf die Nerven?

Natürlich gab es Momente, wo es Stress gab. Aber dadurch, dass man nicht weg konnte, musste man sich dem stellen. Wir waren permanent 26 Leute an Bord und wurden eine große Familie mit einer großen Streuung an Charakteren, so dass jemanden fand, mit dem er konnte - für jede Schrulle gab es ein Pendant.

Es lebten auch die einheimischen Musiker an Bord, mit denen ihr vor Ort gespielt habt.

Oh ja, wir hatten eine so super Stimmung an Bord, es war so abgehoben. Wir waren das Geisterschiff auf der Donau. Jeder, der uns gesehen hat, wollte dabei sein. Ich habe es in ihren Augen gelesen. Es war so spektakulär, dass die Leute immer zusammengelaufen sind - "Was sind das denn für Verrückte."

Aber es gab bestimmt auch Probleme?

Wir hatten gleich am Anfang ein unglaubliches Unwetter, vor dem uns niemand gewarnt hatte. Wir hatten mit dem auf zwölf Meter ausgefahrenen Dach und der Bühne eine statische Sicherheit von 70 bis 80 km/h - und dann kamen 120 km/h aus dem Nichts mit Hagel, der uns alles zerfetzte. Wir mussten die Planen mit dem Messer zerschneiden, damit nicht alles fortgerissen wurde. Das Wasser lief in die Computer, es war alles hin. Wir haben dann die Festplatten rausgeholt und trocken gefönt. Das war einen Tag vor dem ersten Konzert - wir hatten also noch nicht einen Ton gespielt! Wir sind auch auf Sandbänke gelaufen in Bulgarien, wo Bojen falsch gesetzt waren. Bürokratisch wird es heuer in Deutschland schlimm sein - wir haben voriges Jahr in Bayern schon drei Strafzettel bekommen. Da unten war es ganz anders, da kann man über alles reden, das ist Basar, da ist alles verhandelbar. "Das geht so nicht", beginnt es, und dann gibt es einen Schnaps, dann fangen sie an zu schreien, große Emotionen, und dann noch mal Schnaps und dann endlich ein "Ja okay, aber nur dieses eine Mal." So geht es nach zwei Stunden Streiterei und ohne Stempel weiter.

Ist das neue Album S'Nix während der Reise entstanden?

Ich würde mal sagen, so drei Lieder sind auf dem Schiff entstanden. Aber es war eine Fortsetzung unseres Spirits - wir waren so voll mit Erlebnissen und sind mit einem unglaublich tollen Gefühl ins Studio gegangen. Die Stimmung dieses Sommers ist da schon mit drinnen. Und ich habe mir bereits unterwegs gedacht - die haben alle so eine Lebendigkeit und Kreativität, ich mag denen bei den Aufnahmen nicht sagen "So macht ihr das!" und "So spielst du das!" Ich wollte das erste Mal ein Album in einem kollektiven Prozess entstehen lassen. Ich bin total glücklich darüber, dass es aufgegangen ist. Es ist sicher das poppigste Album, das ich je gemacht habe.

Es finden sich darunter einige sehr außergewöhnliche Stücke, da ist zum Beispiel Rotz & Wasser, ein Lied, dessen Text ein Fußballkommentar ist. Warum dieses Fußballspiel? Hat es eine besondere Bedeutung in Österreich?

Nein, und die wenigsten können sich daran erinnern, das ist 1954 geschehen.

Ist es dann wegen der Moderation?

Ja, die ist ein Wahnsinn! Der Moderator war nach den ersten 45 Minute so fertig, dass er die zweite Hälfte nicht mehr kommentieren konnte. Das hat dann ein anderer gemacht. Aber dieser erster Hälfte ist zum Sterben! Ich habe die nun schon 30, 40 mal gehört, das ist ein Film. Seit 1991 gehe ich damit durch die Welt und will etwas daraus machen, aber nicht habe ich jemanden gefunden, der das verstanden hat. Ich bin aber auch kein Autist, der sich allein hinsetzt und dann mit Samples und Loops bastelt. Ich mag Fleisch und Blut und Musiker, auf die ich reagieren kann. Als ich es der Band vorspielt habe, da gab es Gänsehaut. Sie fanden es toll. Da ist es auch ein toller Zufall, dass wir jetzt die Europameisterschaft haben. Ich habe es nicht fur die "Euro 2008" produziert. Aber ich bin sehr stolz darauf, dass ich ein Fußballlied gemacht habe, ohne selbst irgendetwas Pathetisches daher zu singen. Bin neugierig, welchen Weg es gehen wird und wie die Leute reagieren werden.